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	<title>Ethik Archive - Jakobs Blog</title>
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	<title>Ethik Archive - Jakobs Blog</title>
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		<title>Jesus als Philosoph – wie Jonathan Penningtons Buch den Glauben neu erschließt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jesus nur als Retter – oder auch als Lehrer für ein gutes Leben? Dieses Buch zeigt, wie der christliche Glaube die großen Fragen des Menschseins überzeugend beantwortet.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fjesus-als-philosoph-wie-jonathan-penningtons-buch-den-glauben-neu-erschliesst%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Djesus-als-philosoph-wie-jonathan-penningtons-buch-den-glauben-neu-erschliesst&amp;action_name=Jesus%20als%20Philosoph%20%E2%80%93%20wie%20Jonathan%20Penningtons%20Buch%20den%20Glauben%20neu%20erschlie%C3%9Ft&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/jesus-als-philosoph-wie-jonathan-penningtons-buch-den-glauben-neu-erschliesst/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=jesus-als-philosoph-wie-jonathan-penningtons-buch-den-glauben-neu-erschliesst">Jesus als Philosoph – wie Jonathan Penningtons Buch den Glauben neu erschließt</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Jonathan Penningtons <a href="https://amzn.to/48hEEXM"><em>Jesus the Great Philosopher</em></a> (<em>Affiliate-Link</em>) zeigt eindrücklich, dass der christliche Glaube weit mehr zu bieten hat, als nur den Weg in den Himmel aufzuzeigen. Das Buch macht deutlich, dass die Bibel Antworten auf die grundlegenden Fragen des Menschseins gibt – und damit weiterführt als jede philosophische Schule. Dabei gelingt es Pennington, andere Denksysteme fair darzustellen und zugleich ihre Grenzen sichtbar zu machen.</p>




<p>Besonders hilfreich ist die Verbindung von theologischer Tiefe und konkreter Lebensrelevanz. Das Buch weitet den Blick auf das Evangelium und hilft, es als tragfähige Wahrheit für das ganze Leben zu verstehen. Für alle, die ihren Glauben vertieft durchdenken und besser mit dem Alltag verbinden wollen, eine klare Empfehlung.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Anliegen und Kontext</h3>



<p>Jonathan Pennington ist ein Autor, den ich seit Jahren sehr schätze. Mehrere seiner Bücher haben mein Denken geprägt und <a href="https://jakobhaddick.de/beste-buecher-aus-2018/">gehören zu den hilfreichsten, die ich gelesen habe￼</a>. Auch <a href="https://jakobhaddick.de/was-ich-aktuell-hore/">seine Predigten</a> verfolge ich regelmäßig, weil sie biblische Substanz mit kultureller Sensibilität und praktischer Relevanz verbinden￼. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an dieses Buch.</p>




<p>Pennington verfolgt das Ziel, Jesus als Weisheitslehrer sichtbar zu machen, ohne ihn auf eine Stufe mit anderen Philosophen zu stellen. Er zeigt, dass Jesus – ebenso wie die biblischen Autoren insgesamt – die Fragen aufgreift, die Menschen schon immer beschäftigt haben, darauf aber Antworten gibt, die weiterführen. Damit korrigiert er ein verkürztes Verständnis des Evangeliums, das sich häufig auf das Jenseits beschränkt.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Inhaltliche Zusammenfassung</h3>



<p>Ein Blick in die Struktur des Buches zeigt, wie breit Pennington das Thema anlegt. Er greift die großen Fragen des Lebens auf und führt dabei immer wieder auch in klassische philosophische Ansätze ein. So wird sichtbar, wie Menschen zu allen Zeiten nach Wahrheit, Glück und einem guten Leben suchen. Besonders der Stoizismus wird dabei als ein durchdachter und in sich stimmiger Ansatz gewürdigt, der viele treffende Beobachtungen macht.</p>




<p>Im Zentrum steht jedoch durchgehend die Frage, wie die Bibel – und besonders Jesus – diese Grundfragen beantwortet. In den Abschnitten über die „großen Ideen“ des Alten und Neuen Testaments arbeitet Pennington heraus, dass der christliche Glaube ein tragfähiges Verständnis von Wirklichkeit, Wahrheit und gutem Leben bietet. Darauf aufbauend vertieft er einzelne Lebensbereiche wie Emotionen, Beziehungen und das Streben nach Glück und zeigt, wie konkret und lebensnah die biblische Perspektive hier ist.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Stärken des Buches</h3>



<p>Eine besondere Stärke liegt in der Ausgewogenheit der Darstellung. Pennington nimmt andere philosophische Traditionen ernst und würdigt ihre Einsichten, ohne dabei ihre Grenzen zu verschweigen. Das macht seine Argumentation glaubwürdig und anschlussfähig – gerade auch im Gespräch mit Menschen außerhalb der Gemeinde.</p>




<p>Zugleich überzeugt die klare Verbindung von Theologie und Lebenspraxis. Das Buch bleibt nicht auf einer abstrakten Ebene stehen, sondern zeigt, wie die Lehre Jesu konkret in das Leben hineinwirkt. Dadurch wird deutlich, dass das Evangelium nicht nur wahr ist, sondern auch tragfähig für den Alltag.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Schwächen und Grenzen</h3>



<p>An einigen Stellen bleibt die Darstellung bewusst auf einer eher überblicksartigen Ebene. Wer eine tiefgehende philosophische Auseinandersetzung erwartet, wird sich gelegentlich mehr analytische Tiefe wünschen. Das ist allerdings auch eine Folge des Ansatzes, ein breiteres Publikum erreichen zu wollen.</p>




<p>Eine gewisse Spannung liegt zudem im Begriff „Philosoph“. Auch wenn Pennington ihn sorgfältig einordnet, könnte er missverstanden werden. Entscheidend ist deshalb, den roten Faden des Buches im Blick zu behalten: Jesus wird nicht relativiert, sondern als die letztgültige Antwort auf die Fragen dargestellt, die Philosophen nur teilweise beantworten können.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Nutzen für die Gemeindepraxis</h3>



<p>Für die Gemeindearbeit liegt der große Gewinn dieses Buches darin, den Blick zu weiten. Es hilft, das Evangelium nicht nur als Rettungsbotschaft zu verstehen, sondern als umfassende Orientierung für das Leben. Das kann Predigten vertiefen und Gespräche mit Suchenden bereichern.</p>




<p>Gerade im Kontakt mit Menschen, die nicht primär nach „Erlösung“, sondern nach einem guten Leben fragen, eröffnet das Buch hilfreiche Anknüpfungspunkte. Es zeigt, dass der christliche Glaube genau dort Antworten hat, wo viele heutige Lebensentwürfe an ihre Grenzen stoßen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p>Pennington gelingt es, eine wichtige Perspektive neu ins Bewusstsein zu rücken: Jesus ist nicht nur Retter, sondern auch der Lehrer eines wirklich guten Lebens. Das Buch fordert heraus, das eigene Verständnis vom Evangelium zu überprüfen und zu erweitern.</p>




<p>Zusammengefasst: Wenn du deinen Glauben tiefer durchdenken und stärker mit dem Leben verbinden willst, ist <a href="https://amzn.to/48hEEXM"><em>Jesus the Great Philosopher</em></a> (<em>Affiliate-Link</em>),  eine sehr lohnende Lektüre.</p>




<p><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
<img decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fjesus-als-philosoph-wie-jonathan-penningtons-buch-den-glauben-neu-erschliesst%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Djesus-als-philosoph-wie-jonathan-penningtons-buch-den-glauben-neu-erschliesst&amp;action_name=Jesus%20als%20Philosoph%20%E2%80%93%20wie%20Jonathan%20Penningtons%20Buch%20den%20Glauben%20neu%20erschlie%C3%9Ft&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/jesus-als-philosoph-wie-jonathan-penningtons-buch-den-glauben-neu-erschliesst/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=jesus-als-philosoph-wie-jonathan-penningtons-buch-den-glauben-neu-erschliesst">Jesus als Philosoph – wie Jonathan Penningtons Buch den Glauben neu erschließt</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Demenz verstehen und im Glauben begleiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Seelsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Demenz stellt Betroffene, Angehörige und Gemeinden vor große Herausforderungen. Dieses Buch zeigt praxisnah und seelsorgerlich sensibel, wie wir demenziell Erkrankte verstehen und im Glauben begleiten können.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fdemenz-verstehen-und-im-glauben-begleiten%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Ddemenz-verstehen-und-im-glauben-begleiten&amp;action_name=Demenz%20verstehen%20und%20im%20Glauben%20begleiten&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Demenz ist für Betroffene eine schwere Diagnose – und für Angehörige oft eine noch größere Belastung. Mit <a href="https://amzn.to/4qCGLfj"><em>Fremd und doch vertraut: Demenziell Erkrankte verstehen und im Glauben begleiten</em></a> (<em>Affiliate-Link</em>) legt Norbert Rose ein sehr praxisnahes Buch vor, das besonders in der seelsorgerlichen Begleitung stark ist. Es will keine theologische Tiefenbohrung leisten, sondern Orientierung und konkrete Hilfe geben. Wer Menschen mit Demenz nicht alleinlassen will, findet hier viele tragfähige Gedanken und hilfreiche Schritte.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Anliegen &amp; Kontext</h3>



<p>Die Unsicherheit im Umgang mit demenziell Erkrankten ist groß. Vergesslichkeit ist das eine. Schwieriger wird es, wenn sich Wahrnehmung und Verhalten verändern: Betroffene behaupten Dinge, die objektiv nicht stimmen, sie wollen „nach Hause“, obwohl dieses Zuhause längst nicht mehr existiert, oder sie fragen nach Menschen, die bereits gestorben sind.</p>




<p>Rose bringt für diesen Bereich viel Erfahrung mit. Er war lange Pastor und über viele Jahre seelsorgerlich in Seniorenzentren tätig. Heute arbeitet er im Raum Karlsruhe und gehört zur geistlichen Leitung des Bibelkonferenzzentrums Langensteinbacher Höhe. Seine Stärke: Er schreibt nicht aus der Distanz, sondern aus vielen Begegnungen heraus.</p>




<p>Ein Satz im Buch bringt die Realität nüchtern auf den Punkt: „Die Begleitung von Dementen bleibt immer eine Überforderung.“ (S. 20) Das wirkt zuerst ernüchternd, ist aber auch entlastend. Wer begleitet, darf anerkennen: Das hier ist schwer. Und niemand macht alles „einfach richtig“.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Inhaltliche Schwerpunkte</h3>



<p>Rose erklärt zunächst verständlich, was bei Demenz geschieht. Dabei bezieht er sich vor allem auf den Typ Alzheimer. Es gibt auch andere Formen; die Symptome sind jedoch oft ähnlich.</p>




<p>Sehr einprägsam sind die beiden „Demenzgesetze“, die gewissermaßen den roten Faden bilden. Erstens: Neue Gedächtnisinhalte werden nur noch schlecht gespeichert; vieles kommt nicht mehr an oder bleibt nicht mehr haften. Zweitens: Nach und nach gehen auch frühere Gedächtnisinhalte verloren, oft beginnend bei den jüngeren Erinnerungen. Wer das verstanden hat, reagiert anders: weniger ärgerlich, weniger korrigierend – und geduldiger.</p>




<p>Der Schwerpunkt des Buches liegt dann klar auf der Begleitung. Rose zeigt, wie Gespräche gelingen können – häufig nicht im Austausch über die Gegenwart, sondern über frühere Zeiten. Weil ältere Erinnerungen oft länger erhalten bleiben als die jüngere Vergangenheit, kann es hilfreich sein, bewusst biografisch anzuknüpfen. Rose beschreibt dazu praktische Ansätze der Biografie-Arbeit und ermutigt, mit echtem Interesse zuzuhören und nicht zu „prüfen“, ob etwas stimmt.</p>




<p>Damit hängt ein wichtiger Grundsatz zusammen. Rose formuliert zugespitzt: „Der Demente hat immer recht […]. Für ihn ist sein Verhalten zwingend und logisch, mag es von außen gesehen noch so ‚verrückt‘ erscheinen.“ (S. 30) Gemeint ist nicht, dass alles objektiv richtig wäre. Sondern: Es ist in der inneren Welt des Erkrankten plausibel. Begleitung heißt dann zu verstehen – und zuverlässig da zu sein.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Stärken</h3>



<p>Die größte Stärke des Buches liegt in seinem hohen Praxisnutzen. Es nimmt Unsicherheit ernst und gibt konkrete Orientierung. Viele typische „Fettnäpfchen“ werden benannt, ohne belehrend zu wirken. Gerade für Gemeindemitarbeiter im Besuchsdienst oder in der Seniorenarbeit ist das eine wertvolle Hilfe.</p>




<p>Zugleich überzeugt der seelsorgerliche Ton. Rose schreibt nicht distanziert über ein Problem, sondern sichtbar mit innerer Anteilnahme. Er verschweigt weder das Leiden der Erkrankten noch die Überforderung der Angehörigen. Beides bekommt Raum.</p>




<p>Auch die realistische Sicht auf Gemeinde ist hilfreich. Demenz kann irritieren. Menschen verhalten sich nicht mehr „normgerecht“. Doch gerade hier zeigt sich, ob Gemeinde wirklich ein Ort der Barmherzigkeit ist. Das Buch hilft, diese Perspektive neu einzuüben.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Grenzen</h3>



<p>Theologisch ist das Buch bewusst zurückhaltend. Wer eine ausführliche systematische Einordnung von Demenz im Rahmen einer umfassenden Anthropologie oder Leidenslehre erwartet, wird hier nur begrenzt fündig. Das ist jedoch kein Mangel im engeren Sinn, sondern eine klare Schwerpunktsetzung.</p>




<p>An einzelnen Stellen hätte der medizinische Teil etwas straffer ausfallen können. Nicht jeder Leser wird alle Details gleichermaßen interessant finden. Gleichzeitig schadet diese Ausführlichkeit nicht – man kann entsprechende Abschnitte bei Bedarf überlesen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Nutzen für Gemeinde-Mitarbeiter</h3>



<p>Für Pastoren, Älteste, Hauskreisleiter oder Mitarbeiter im Besuchsdienst ist dieses Buch besonders empfehlenswert. Es hilft, Gespräche angstfreier zu führen, die Situation von Angehörigen besser nachzuvollziehen und eigene Erwartungen zu überprüfen. Darüber hinaus ermutigt es, über spezielle Gottesdienstformate für demenzkranke Menschen in Seniorenheimen nachzudenken.</p>




<p>Gemeinde hat einen besonderen Auftrag für die Schwachen. Demenz ist kein Randthema, sondern eine Realität, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Dieses Buch unterstützt dabei, nicht hilflos oder lieblos zu reagieren, sondern bewusst und vorbereitet.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p><a href="https://amzn.to/4qCGLfj"><em>Fremd und doch vertraut</em></a> (<em>Affiliate-Link</em>) ist ein seelsorgerlich starkes, praxisnahes Buch zum Thema Demenz. Es bietet genau das, was viele brauchen: Orientierung, Empathie und konkrete Handlungshilfen.</p>




<p>Wer Menschen mit Demenz – und ihre Angehörigen – nicht alleinlassen möchte, findet hier eine wertvolle Unterstützung.</p>




<p><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
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		<title>AI Goes to Church – Was KI für Mission, Gemeinde und Jüngerschaft bedeutet</title>
		<link>https://jakobhaddick.de/ai-goes-to-church/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=ai-goes-to-church</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„AI Goes to Church“ zeigt, wie Gemeinden KI nüchtern und evangeliumszentriert nutzen können, ohne ihre geistliche Verantwortung zu verlieren.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fai-goes-to-church%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dai-goes-to-church&amp;action_name=AI%20Goes%20to%20Church%20%E2%80%93%20Was%20KI%20f%C3%BCr%20Mission%2C%20Gemeinde%20und%20J%C3%BCngerschaft%20bedeutet&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/ai-goes-to-church/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=ai-goes-to-church">AI Goes to Church – Was KI für Mission, Gemeinde und Jüngerschaft bedeutet</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor etwa drei Monaten habe ich hier das Buch <a href="https://jakobhaddick.de/ki-zwischen-angst-und-hoffnung-ai-shepherds-and-electric-sheep/"><em>AI Shepherds and Electric Sheep</em> rezensiert</a>. Da mich das Thema weiter beschäftigt, folgt nun ein zweites Buch mit ähnlicher Ausrichtung: <a href="https://amzn.to/4addqDy">AI Goes to Church</a> (<em>Affiliate-Link</em>). Beide Titel wollen Christen helfen, Künstliche Intelligenz theologisch zu reflektieren, ohne sich in technische Details zu verlieren. Während AI Shepherds stärker aus der Perspektive von Theologie und Gemeindeleitung schreibt, bietet Todd Korpi als Missiologe einen breiteren Blick. Er beschreibt die Veränderungen durch KI im Hinblick auf Mission, Gesellschaft und geistliche Verantwortung.</p>




<p>Korpi betont gleich zu Beginn: Er ist kein Entwickler, sondern Missiologe. Sein Buch richtet sich nicht an Menschen, die „Tricks“ für ChatGPT erwarten, sondern an alle, die verstehen wollen, wie Christen KI im Licht des Evangeliums einordnen und nutzen können.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Menschsein im Licht von KI</h3>



<p>Zentral ist Korpis Rückgriff auf 1Mo 1–2. Die Schöpfungserzählung zeigt für ihn nicht primär, wie Gott schuf, sondern wozu: Der Mensch ist Ebenbild Gottes – unabhängig von Fähigkeiten, Intelligenz oder Leistung. Diese Würde ist unverlierbar und unvergleichlich.</p>




<p>Damit schafft Korpi eine klare Grundlage: Auch wenn KI menschenähnlich erscheinen kann, bleibt sie Teil der geschaffenen Welt, aber niemals Träger des imago Dei. Sie kann nützen oder schaden, aber sie ersetzt nicht das Wesen menschlicher Beziehung und Verantwortung. Besonders eindrücklich fand ich seine Beobachtung, dass unser Umgang mit KI auf uns zurückwirkt: Wer online fordernd, ungeduldig oder entmenschlichend kommuniziert, prägt damit den eigenen Charakter. Freundlichkeit im digitalen Raum ist kein Zugeständnis an die Maschine, sondern Ausdruck dessen, wer wir sind.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Ethische Orientierung und gesellschaftliche Verantwortung</h3>



<p>Korpi entwickelt ein Raster, mit dem Christen ihre KI-Nutzung prüfen können: Dient sie der Würde des Menschen? Fördert sie Gerechtigkeit? Achtet sie Privatsphäre und Datenhoheit? Hinter all dem steht die Frage nach Macht: Wer kontrolliert Algorithmen? Wem gehören die Daten? Und wie kann die Gemeinde hier prophetisch, kritisch und zugleich konstruktiv auftreten?</p>




<p>Sein Ton bleibt ausgewogen. Technologie gehört zur guten, aber gefallenen Schöpfung. Sie verspricht Vereinfachung, führt aber oft zu Überlastung. Korpi hilft, realistisch einzuschätzen, was KI leisten kann – und was nur durch geistliche Reife, Gemeinschaft und Nachfolge wachsen kann.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Mission und digitale Räume</h3>



<p>Stark ist Korpis Hinweis, dass digitale Räume längst Orte echter Sinnsuche sind – häufig unterschätzt von Christen. KI kann hier unterstützen, etwa durch Übersetzung, Barrierefreiheit oder die Bereitstellung relevanter Inhalte, die Menschen überhaupt erst in Kontakt mit christlichen Angeboten bringen (z. B. durch personalisierte Werbung).</p>




<p>Zugleich betont Korpi, dass KI menschliche Präsenz nicht ersetzen darf. Sie ist ein Werkzeug, das uns Zeit für das Wesentliche zurückgeben kann: Begegnung, Gebet, Gemeinschaft und geistliche Begleitung.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Arbeit, Zeit und der geistliche Mehrwert von KI</h3>



<p>Korpis Analyse unserer Arbeitskultur gehört zu den überzeugendsten Teilen des Buches. Technologie hat Produktivität massiv gesteigert – aber selten zu mehr Ruhe geführt. Die Versuchung ist groß, jede freie Minute erneut zu füllen.</p>




<p>Korpi stellt die Frage: Was wäre, wenn Christen die durch KI gewonnene Zeit bewusst für Familie, Freundschaften, Gemeinde und geistliche Praktiken nutzen würden? Was wäre, wenn wir KI nicht nutzten, um mehr zu leisten, sondern um präsenter zu sein?</p>




<h3 class="wp-block-heading">Praktischer Nutzen für Gemeinden</h3>



<p>Korpi zeigt konkret, wie KI heute schon hilfreich sein kann: beim Strukturieren von Predigten, beim Erstellen ergänzender Materialien oder indem sie Informationen zugänglich macht, die Menschen Orientierung und erste Schritte im Glauben erleichtern. Entscheidend ist für ihn, dass KI das Menschliche stärkt, nicht ersetzt.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Impulse zum Nachdenken</h3>



<p>An manchen Stellen bleibe ich etwas vorsichtiger als Korpi – nicht weil er unreflektiert wäre, im Gegenteil: Er betont selbst immer wieder, dass technische Entlastung nicht automatisch zu geistlicher Reife führt. Dennoch würde ich bei einigen seiner praktischen Vorschläge zur Integration von KI in Jüngerschaft und Gemeindepraxis einen zurückhaltenderen Ansatz bevorzugen. Manche Anwendungen, die theoretisch hilfreich sein können, berühren aus meiner Sicht Bereiche, in denen persönliche Begleitung, Beziehung und geistliche Unterscheidung eine besondere Rolle spielen. Gerade deshalb sind die Leitfragen, die Korpi formuliert, hilfreich: Sie lenken den Blick weg von reiner Effizienz und hin zu geistlicher Weisheit. Zu diesen Fragen gehören etwa:</p>




<ul class="wp-block-list">
	<li>Wie hilft mir eine KI-Anwendung, Menschen als Ebenbilder Gottes zu sehen – oder hindert sie mich daran?</li>
	<li>Fördert diese Technologie Gerechtigkeit, oder verstärkt sie bestehende Ungleichheiten?</li>
	<li>Welche Verantwortung trage ich für die Daten, die eine KI verarbeitet?</li>
	<li>Welche Veränderungen bringt die Nutzung dieser Technologie für mein Leben, meine Familie oder meinen Dienst mit sich – und sind diese Veränderungen geistlich hilfreich?</li>
	<li>Wie wirkt sich die Nutzung eines KI-Tools auf meine geistliche und moralische Formung aus?</li>
	<li>Und passt diese Technologie zu den Werten des kommenden Reiches Gottes – oder widerspricht sie ihnen?<br></li>
</ul>



<p>Solche Fragen werden für Gemeinden in den kommenden Jahren immer wichtiger – besonders dort, wo Technik einfache Lösungen verspricht, aber geistliche Prozesse weiterhin persönliche Präsenz, Zeit und Beziehung brauchen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Mein Fazit</h3>



<p>Für mich ergänzen sich beide Bücher ideal. AI Shepherds liefert eine theologisch klare Orientierung für Leiter; AI Goes to Church erweitert den Blick auf Mission, Gesellschaft und den Umgang mit Zeit und Technologie.</p>




<p><a href="https://amzn.to/4addqDy">AI Goes to Church</a> (<em>Affiliate-Link</em>) ist ein reflektiertes, gut zugängliches Buch für Christen, die KI im Horizont von Mission und Menschsein verstehen wollen. Es ist weniger technisch, aber theologisch und gesellschaftlich breit aufgestellt – und lädt dazu ein, KI weder zu fürchten noch zu verherrlichen, sondern sie im Licht des Evangeliums zu nutzen. Wer AI Shepherds and Electric Sheep hilfreich fand, findet hier die passende Ergänzung.</p>




<p><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
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		<title>„Du nervst“ – Warum Gott schwierige Menschen in deine Gemeinde stellt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeinde & Leitung]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Du nervst“ zeigt, wie Liebe und Einheit in der Gemeinde auch mit schwierigen Menschen möglich sind – und warum sie Gott verherrlichen.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fdu-nervst-warum-gott-schwierige-menschen-in-deine-gemeinde-stellt%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Ddu-nervst-warum-gott-schwierige-menschen-in-deine-gemeinde-stellt&amp;action_name=%E2%80%9EDu%20nervst%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Warum%20Gott%20schwierige%20Menschen%20in%20deine%20Gemeinde%20stellt&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Jamie Dunlop geht in seinem Buch <a href="https://amzn.to/48MQ3zS">„Du nervst“</a> einer Frage nach, die wohl jeder Christ kennt: Warum führt Gott gerade die Menschen in unsere Gemeinde, die uns persönlich nicht sympathisch sind? Und wie können wir mit ihnen leben, sie lieben und ihnen vergeben? Im Kern geht es um zwei Themen, die für jede Gemeinde entscheidend sind: Einheit und Liebe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufbau des Buches</h3>



<p>Das Buch ist klar gegliedert: In einer Einleitung zeigt Dunlop, dass Konflikte in der Gemeinde kein Unfall sind, sondern ein Beweis dafür, dass Glaube praktisch wird. Darauf folgen acht Kapitel, die jeweils eine konkrete Herausforderung aufnehmen – zum Beispiel die Fragen, ob man schwierige Menschen wirklich lieben kann, ob Vergebung möglich ist oder ob es nicht einfacher wäre, ohne sie auszukommen. Jeder Herausforderung stellt Dunlop eine biblische Wahrheit aus dem Römerbrief (Kapitel 12, 14 und 15) entgegen. Am Ende jedes Kapitels gibt es praktische Reflexionsfragen und Gebetsanliegen – für den Einzelnen, für die gesamte Gemeinde und für die Leitung der Gemeinde. Das macht das Buch leicht anwendbar.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gemeinde ist Familie</h3>



<p>Ein zentrales Bild ist das der Familie: Wir können uns die Mitglieder nicht aussuchen. Gott stellt uns bewusst zusammen, damit wir in Geduld, Liebe und Vergebung wachsen. Schon die ersten Christen mussten lernen, Spannungen auszuhalten. Unter den Jüngern Jesu standen Simon der Zelot und Levi der Zöllner auf völlig entgegengesetzten Seiten – und doch gehörten beide zu ihm. Ebenso bestand die Urgemeinde aus Judenchristen und Heidenchristen. Es wäre einfacher gewesen, zwei getrennte Gemeinden zu gründen, doch das kam für die Apostel nicht in Frage. Einheit sollte sichtbar machen, dass das Evangelium im Zentrum steht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wo Unterschiede zur Gefahr werden</h3>



<p>Dunlop zeigt, dass Differenzen viele Ursachen haben können: theologische Fragen, politische Überzeugungen, unterschiedliche Persönlichkeiten. Gerade in den letzten Jahren ist sichtbar geworden, wie brüchig Einheit sein kann. Politische Themen wie Migration, Klima oder soziale Gerechtigkeit haben nicht nur Gesellschaften gespalten, sondern auch Gemeinden. Die Versuchung ist groß, zu verbittern oder die eigene Gemeinde zu verlassen. Doch das wäre ein fatales Signal. Einheit ist kein Nebenthema, sondern ein zentrales Zeugnis für die Welt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vergebung ist nie billig</h3>



<p>Besonders eindrücklich ist Dunlops Darstellung von Vergebung. Er macht klar: „Die Vergebung sagt nicht: ‚Diese Sünde muss nicht bestraft werden.‘ Sie sagt vielmehr: ‚Weil Gott straft, steht es mir nicht zu, zu strafen.‘“ Vergebung bedeutet, die Schuld nicht kleinzureden, sondern sie in ihrer ganzen Schwere zu sehen – und dennoch Versöhnung zu suchen. Oder wie Dunlop es formuliert: „Sie, der Gekränkte, bezahlen die Schuld. So etwas wie billige Vergebung gibt es nicht.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Persönlich herausgefordert</h3>



<p>Wer dieses Buch liest, merkt schnell: Es geht nicht zuerst um die „anderen“, sondern um einen selbst. Es fordert dazu heraus, eigene blinde Flecken zu erkennen und zu lernen, Liebe praktisch einzuüben. Ein Satz fasst das sehr gut zusammen: „Wenn wir den Zweck, die Freude und die Kraft der Gemeinde als wunderbares Abbild Jesu wiederentdecken, werden wir erkennen, warum wir in der Liebe ausharren sollen.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Autor</h3>



<p>Jamie Dunlop ist einer der Pastoren der Capitol Hill Baptist Church in Washington, D.C. Nach einem Ingenieursstudium in Princeton arbeitete er zunächst zehn Jahre in der Wirtschaft, bevor er 2009 ins Pastoren-Team wechselte. Heute verantwortet er neben Predigt und Gemeindeleitung auch Verwaltung, internationale Arbeit und die Zusammenarbeit mit christlichen Non-Profits. Gemeinsam mit seiner Frau Joan lebt er mit drei Kindern in Capitol Hill.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p>„Du nervst“ ist kein Ratgeber, den man „für andere“ liest. Es ist ein Buch, das persönlich herausfordert. Es erinnert daran, dass Einheit nicht Selbstzweck ist, sondern Gott verherrlicht und das Evangelium sichtbar macht. Gerade darin liegt die eigentliche Kraft der Gemeinde: dass Christus uns befähigt, einander zu lieben, zu vergeben und gemeinsam durchzuhalten – auch wenn es manchmal nervt.</p>



<p><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link. Sehr gerne dürft ihr das Buch aber direkt <a href="https://www.cb-buchshop.de/271975/du-nervst.html">über den Buchshop von CV-Dillenburg</a> kaufen und so den christlichen Buchhandel unterstützen.</em></p>



<p></p>
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		<title>Glaubt Gott an Geschlechtervielfalt? – Buchvorstellung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2025 06:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Verbum Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kompakt, biblisch klar und zugleich empathisch – Glaubt Gott an Geschlechtervielfalt? bietet Orientierung in einer hochaktuellen Debatte. Meine Buchvorstellung zum Erscheinungstag.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fglaubt-gott-an-geschlechtervielfalt%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dglaubt-gott-an-geschlechtervielfalt&amp;action_name=Glaubt%20Gott%20an%20Geschlechtervielfalt%3F%20%E2%80%93%20Buchvorstellung&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/glaubt-gott-an-geschlechtervielfalt/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=glaubt-gott-an-geschlechtervielfalt">Glaubt Gott an Geschlechtervielfalt? – Buchvorstellung</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Ein kleines Buch zu einem großen Thema</h3>



<p>Das Buch „Glaubt Gott an Geschlechtervielfalt?“ ist eher ein Büchlein: Ohne Glossar und Endnoten umfasst es nur 58 Seiten im sehr kleinen Format. Doch der geringe Umfang täuscht – das Thema ist hochaktuell, und der Autor schafft es, in dieser kurzen Form sowohl biblische Klarheit als auch spürbare Empathie zu verbinden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Worum es geht</h3>



<p>Der Autor verfolgt zwei Ziele: Zum einen möchte er Verständnis für Menschen mit Gender-Dysphorie wecken, indem er erklärt, was sie erleben, wie sie empfinden<strong> </strong>und warum das Thema derzeit so präsent ist. Zum anderen gibt er eine biblische Antwort – sowohl für den Umgang mit Betroffenen als auch für Menschen, die selbst betroffen sind.</p>



<p>Von der Bibel her vertritt der Autor klar den Standpunkt, dass das von Gott geschaffene biologische Geschlecht ein wesentlicher Teil der menschlichen Identität ist und deshalb nicht geleugnet werden kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Über den Autor</h3>



<p>Samuel D. Ferguson (PhD, Southeastern Baptist Theological Seminary) ist seit 2019 Rektor von The Falls Church Anglican in der Metropolregion Washington, D.C., wo er zuvor schon seit 2011 in verschiedenen pastoralen Aufgaben tätig war. Zuvor studierte er an der Drexel University, am Gordon-Conwell Theological Seminary (M.Div.), an der University of Cambridge (M.Phil.) und am Southeastern Baptist Theological Seminary (Ph.D.). In seiner pastoralen Arbeit und in seiner Forschung zur biblischen Anthropologie liegt ihm besonders am Herzen, aktuelle Debatten zur Geschlechteridentität mit biblischer Weisheit zu führen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Realistisch und empathisch</h3>



<p><br>Besonders wertvoll ist, dass der Autor nicht nur theoretisch schreibt. Er hat selbst Menschen begleitet, die sich für oder gegen eine Geschlechtsumwandlung entschieden haben – und auch solche, die den Schritt später bereut haben. Außerdem betont er, dass Christen und Gemeinden biblisch klar, aber gleichzeitig mitfühlend begegnen sollten. Deutlich macht er auch: Das LGBTQ-Thema ist vor allem deshalb so präsent, weil es von Medien und Institutionen stark gepusht wird. Tatsächlich betrifft es langfristig nur wenige Menschen. In der Kindheit und Jugend treten Fragen zur Geschlechtsidentität häufiger auf, verschwinden bei den meisten jedoch von allein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Praktische Hilfen</h3>



<p>Am Ende des Buches finden sich mehrere kurze, aber praxisorientierte Abschnitte. Dort gibt es sowohl Tipps für Eltern als auch Hinweise für Leiter in Gemeinden, damit sie sensibel und zugleich biblisch fundiert handeln können. Darüber hinaus richtet der Autor ein persönliches Wort an Menschen, die sich selbst als trans identifizieren, um ihnen Mut zu machen und biblische Orientierung zu geben. Diese Hilfen sind bewusst knapp gehalten, weil das Buch in erster Linie als Einstieg in das Thema gedacht ist, doch sie bieten dennoch wertvolle Impulse für den Alltag.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Fazit</h3>



<p>Ich fand das Buch als Einstieg und Orientierungshilfe sehr hilfreich. Auf 58 Seiten können natürlich nicht alle Fragen beantwortet werden. Exegetisch, theologisch, ethisch und seelsorgerlich gäbe es mehr zu sagen. Aber es ist ein kompakter, klarer und gleichzeitig mitfühlender Überblick.</p>



<p>Gerade weil das Thema allgegenwärtig ist, halte ich dieses Buch für wichtig – nicht nur für Eltern oder Gemeindeleiter, sondern für alle Christen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Buchinfos</h3>



<p>Titel: Glaubt Gott an Geschlechtervielfalt?</p>



<p>Verlag: Verbum Medien</p>



<p>Erscheinungsdatum: 18. August 2025</p>



<p>Seiten: 80 (inkl. Glossar/Endnoten)</p>



<p>Preis: 7,90€</p>



<p>Erhältlich direkt beim <a href="https://verbum-medien.de/products/glaubt-gott-an-geschlechtervielfalt">Verbum Verlag</a></p>



<p><strong>Hinweis</strong>: Das Buch ist Teil der <em>Reihe <a href="https://verbum-medien.de/collections/schwierige-fragen">Schwierige Fragen</a></em>, die vermutlich noch erweitert wird. In englischer Sprache (TGC Hard Questions) sind bereits sieben Titel erschienen (<a href="https://www.crossway.org/books/?availability=Available%20Now&amp;category=All&amp;series=TGC%20Hard%20Questions">Übersicht bei Crossway</a>).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Offenlegung</h3>



<p>Ich habe dieses Buch als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verbum Verlag zugesandt bekommen. Meine Einschätzung ist davon nicht beeinflusst.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fglaubt-gott-an-geschlechtervielfalt%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dglaubt-gott-an-geschlechtervielfalt&amp;action_name=Glaubt%20Gott%20an%20Geschlechtervielfalt%3F%20%E2%80%93%20Buchvorstellung&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/glaubt-gott-an-geschlechtervielfalt/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=glaubt-gott-an-geschlechtervielfalt">Glaubt Gott an Geschlechtervielfalt? – Buchvorstellung</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Scheidung und Wiederheirat (Teil 6): Zusammenfassung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2024 11:31:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Beitrag fase ich die unterschiedlichen exegetischen Positionen zu Scheidung und Wiederheirat zusammen.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fscheidung-und-wiederheirat-teil-6-zusammenfassung%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dscheidung-und-wiederheirat-teil-6-zusammenfassung&amp;action_name=Scheidung%20und%20Wiederheirat%20%28Teil%206%29%3A%20Zusammenfassung&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-6-zusammenfassung/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil-6-zusammenfassung">Scheidung und Wiederheirat (Teil 6): Zusammenfassung</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In den vergangenen Monaten hatte ich hier die unterschiedlichen Positionen zum Umgang mit Scheidung und Wiederheirat vorgestellt. Nun folgt, wie bereits angekündigt, die Zusammenfassung.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt/">Wiederheirat ist grundsätzlich nicht erlaubt</a></h2>



<p>Laut dieser Sichtweise ist Scheidung in Ausnahmefällen legitim, eine Wiederheirat allerdings grundsätzlich nicht. Argumentiert wird im Wesentlichen mit Mk 10,2-12 und Lk 16,18. Die Ausnahmeklauseln in Mt 5,32 und 19,9 beziehen sich dann nur auf eine mögliche Scheidung im Fall von Ehebruch (Hempelmann). Eine alternative Sichtweise vertritt die Position, der jüdische Kontext müsse bei den Ausnahmeklauseln berücksichtigt werden. Dann geht es entweder nur um Fälle von Inzest (Lanney) oder um Verlobung statt Ehe (Piper).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-3-scheidung-und-wiederheirat-bei-ehebruch/">Scheidung und Wiederheirat bei Ehebruch</a></h2>



<p>Die überwältigende Mehrheit der Exegeten (Mayer, Carson, Osborne…) sieht in den Ausnahmeklauseln von Matthäus (5,32; 19,9) echte Ausnahmen, die sowohl Scheidung, als auch Wiederheirat im Fall von Ehebruch (bzw. sexueller Untreue) legitimieren. Der Ehebund soll nicht gebrochen werden, aber er kann gebrochen werden – eben durch Ehebruch. Eine Versöhnung sollte immer Priorität haben, aber sie ist nicht immer möglich. Der Satzbau und die Wortwahl der Ausnahmeklauseln legen diese Auslegung nahe. Außerdem wird angeführt, dass vom jüdischen Kontext ein Scheidebrief immer die Möglichkeit zur Wiederheirat beinhalte.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil4/">Scheidung und Wiederheirat bei Ehebruch und Verlassen</a></h2>



<p>In 1Kor 7,15 beschreibt Paulus den Fall, dass ein Ungläubiger sich aufgrund des Glaubens von seinem Ehepartner trennt. Der Gläubige verlassene Ehepartner ist in solchen Fällen nicht gebunden. Mit der Parallele in 7,39 wird argumentiert, dass das „nicht gebunden“ die Legitimität einer Wiederheirat einschließt. Die Mehrheit der Exegeten argumentieren so (Ciampa und Rosner, Schreiner, Naselli, MacArthur; contra: Schnabel, Fee).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-5-weitere-legitime-grunde/">Weitere legitime Gründe für Scheidung und Wiederheirat</a></h2>



<p>Instone-Brewer argumentiert auf Grundlage von 2Mo 21,10f, dass Scheidung und Wiederheirat dann legitim sind, wenn ein Ehepartner seinen ehelichen Pflichten dauerhaft nicht nachkommt (emotionale oder materielle Vernachlässigung). Das sei die einheitliche Meinung jüdischer Gelehrter gewesen und da Jesus diese nicht infrage stelle, sei er der gleichen Meinung. In seiner Diskussion mit den Pharisäern ginge es allein um die Auslegung von 5Mo 24,1-4. Grudem sieht hingegen durch die Formulierung von 1Kor 7,15 („in solchen Fällen“) die Möglichkeit weiterer legitimer Gründe. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Eine Wiederheirat generell abzulehnen halte ich für sehr schwierig und die angeführten exegetischen Argumente für nicht tragbar. Mt 5,32 und 19,9 müssen als echte Ausnahmeklauseln verstanden werden. Weiterhin scheint mir 1Kor 7,15 einen weiteren Fall für eine legitime Wiederheirat zu sein. Auch finde ich Grudems Argument nachvollziehbar, dass 1Kor 7,15 die Tür für weitere mögliche Fälle offen lässt. Ich bin weit davon entfernt, das Thema auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Ehe ist heilig und soll ein Bund fürs Leben sein. Es gibt etliche Fälle, in denen es geboten ist, auch in einer schwierigen Ehe auszuharren und danach zu streben, das Beste daraus zu machen. Ich tue mich aber schwer damit, einem Menschen eine Wiederheirat zu verwehren, dessen Partner die Ehe mit Füßen tritt. Nicht nur aus ethischen Gründen, sondern auch aus exegetischen Gründen. Ich schließe mit einem passenden Zitat von Craig Keener.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>The lack of absolute certainty on where best to draw the line in some cases is an admitted problem of my position, one I feel keenly. Yet this is often a problem when we must move from explaining the original meaning of biblical passages to applying them to unexpected situations today. I suspect that Jesus did not intend to tell us where to draw the line so much as to make us faithful to our marriages. The exceptions were for marriages broken against our will; I wish these exceptions were much rarer than they are today.</p>
<cite>Craig Keener</cite></blockquote>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fscheidung-und-wiederheirat-teil-6-zusammenfassung%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dscheidung-und-wiederheirat-teil-6-zusammenfassung&amp;action_name=Scheidung%20und%20Wiederheirat%20%28Teil%206%29%3A%20Zusammenfassung&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-6-zusammenfassung/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil-6-zusammenfassung">Scheidung und Wiederheirat (Teil 6): Zusammenfassung</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Scheidung und Wiederheirat (Teil 5): Weitere legitime Gründe?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2024 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Beitrag stelle ich die Position vor, die weitere legitime Gründe für eine Wiederheirat sieht.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fscheidung-und-wiederheirat-teil-5-weitere-legitime-grunde%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dscheidung-und-wiederheirat-teil-5-weitere-legitime-grunde&amp;action_name=Scheidung%20und%20Wiederheirat%20%28Teil%205%29%3A%20Weitere%20legitime%20Gr%C3%BCnde%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-5-weitere-legitime-grunde/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil-5-weitere-legitime-grunde">Scheidung und Wiederheirat (Teil 5): Weitere legitime Gründe?</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach den vorangehenden Beiträgen zum Thema Scheidung und Wiederheirat (<a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-ein-uberblick-teil-1/">Überblick</a>, <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt/">Position 1</a>, <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-3-scheidung-und-wiederheirat-bei-ehebruch/">Position 2</a>, <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil4/">Position 3</a>) schließe ich mit einem Beitrag zur vierten und letzten Position. Neben Ehebruch (Mt 5,32; 19,9) und Verlassen (1Kor 7,15) werden hier weitere legitime Gründe für Scheidung und Wiederheirat in Betracht gezogen.</p>




<h2 class="wp-block-heading">David Instone-Brewer: Divorce and Remarriage in the Bible</h2>



<p>2002 brachte David Instone-Brewer mit <a href="https://amzn.to/3xZKGNB"><em>Divorce and Remarriage in the Bible</em></a> eine Monografie heraus, die in ihrer Fülle an Hintergrundinformationen unübertroffen ist. Darin enthalten ist eine ausführliche Exegese der relevanten neutestamentlichen Texte.</p>




<p>Instone-Brewers Argument für eine Vielzahl von möglichen Gründen für Scheidung und Wiederheirat basiert im Wesentlichen auf seiner Auslegung von 2Mo 21,10f. In vielfacher Hinsicht ein schwieriges Kapitel, insbesondere wenn es um Sklaverei und Vielehe geht. Wichtig ist zu beachten, dass Sklaverei und Vielehe hier nicht legitimiert, sondern reguliert werden. In V.10-11 geht es um jüdische Männer, die eine hebräische Sklavin kaufen. Wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt ein weiteres Mal heiraten, durften sie die ehelichen Rechte (Nahrung, Kleidung, ehelichen Verkehr) der ersten nicht vernachlässigen. Wenn sie es doch taten, war die erste Frau frei, die Ehe zu verlassen. Was für eine Sklavin galt, musste erst recht für eine freie Frau gelten. In der allgemein anerkannten jüdischen Auslegung seien deshalb auf Grundlage von 2Mo 21,10f sowohl materielle Vernachlässigung, als auch emotionale Vernachlässigung als mögliche Gründe für eine Scheidung angesehen worden.</p>




<p>Dem Schweigen Jesu über dieses Thema entnimmt Instone-Brewer, dass Jesus der gängigen jüdischen Auslegung von 2Mo 21,10f folgte und Scheidung bei dauerhafter emotionaler oder materieller Vernachlässigung demnach legitim sei. Wenn Jesus nun mit den Pharisäern über 5Mo 24,1-4 debattiere, so ginge es nur um die Auslegung der genannten Verse und darum, eine Scheidunge aus belanglosen Gründen auszuschließen. Auch Paulus vertrat laut Instone-Brewer diese Überzeugung, wenn er auf die emotionalen (1Kor 7,3-5) und materiellen (1Kor 7,32-34) Verpflichtungen der Ehepartner hinweise.</p>




<p>Auch wenn angenommen wird, dass Paulus in 1Kor 7 auf die Pflichten aus 2Mo 21,10f angespielt hat, darf jedoch nicht ohne Weiteres gefolgert werden, dass er deren Vernachlässigung als legitime Scheidungsgründe ansah. Weiterhin wäre zu fragen, ob auch weitere im rabbinischen Judentum anerkannte Scheidungsgründe, wie Unfruchtbarkeit, aufgrund von Jesu Schweigen darüber vorausgesetzt werden können. Instone-Brewer schließt das aus, weil Fortpflanzung im Judentum zwar als Gebot angesehen wurde, Jesus aber die Möglichkeit zur Ehelosigkeit einführe (Mt 19,11f). Jesus spricht in diesen Versen allerdings nicht über die Unfähigkeit, Kinder zu zeugen. Jesus spricht darüber, dass einige, um des Reiches Gottes Willen, den Weg der Ehelosigkeit wählen würden. In jedem Fall ist es schwierig aus dem Schweigen heraus zu argumentieren (Argumentum ex silentio). Ich tue mich schwer damit, den Argumenten von Instone-Brewer zu folgen.</p>




<h2 class="wp-block-heading">Barbara Roberts: Not under Bondage</h2>



<p>In ihrem Buch <a href="https://amzn.to/3UGbFa0"><em>Not under Bondage</em></a> argumentiert Barbara Roberts, dass Paulus Scheidung und Wiederheirat aufgrund häuslicher Gewalt in 1Kor 7,10-16 erlaube.</p>




<p>Die „Einwilligung“ (gr. <em>suneudokeo</em>) des ungläubigen Mannes in V.13 bei der gläubigen Frau zu bleiben sei weitreichender, als der bloße Wunsch verheiratet zu bleiben. „Willing to live with must mean ‚pleased to live as a spouse ought to live‘ – showing good will towards the marriage.“ (S. 40). Hinter V.15 sieht Roberts ein Prinzip, das auf andere Fälle übertragen werden könne. Der Gläubige sei in 7,15 vom Ehebund befreit, weil der Ungläubige die Scheidung herbeigeführt habe. Roberts schlussfolgert: „1 Corinthians 7:15 covers all kinds of disciplinary divorce. Adultery, desertion (abandonment) and constructive desertion (abuse, harmful neglect) are all occasions for disciplinary divorce. 1 Corinthians 7:15 also covers treacherous divorce where an unbeliever divorces a believer without good reason.“</p>




<p>Die Bedeutung von „Einwilligen“ (gr. <em>suneudokeo</em>) in V.13 wird hier meiner Erkenntnis nach allerdings überstrapaziert. Weiterhin wird bei Roberts nicht deutlich, warum man den konkreten Fall von V.15 auf alle Ehen übertragen sollte, in denen einer der Ehepartner die Scheidung herbeiführt. Roberts setzt sich besonders für Opfer häuslicher Gewalt ein, was absolut wichtig ist. Solche Fälle sind gravierend und räumliche Trennung ist dringend angeraten. Roberts kann aber aus meiner Sicht nicht überzeugend darlegen, warum eine Wiederheirat durch 1Kor 7,10-16 abgedeckt sein sollte.</p>




<h2 class="wp-block-heading">Wayne Grudem</h2>



<p>In seinem 2018 erschienenen Buch <em>Christian Ethics</em> vertrat Wayne Grudem noch die Position, es gebe lediglich zwei legitimen Gründe für Ehescheidung und Wiederheirat: Ehebruch und Verlassen. Durch seine intensive Auseinandersetzung mit 1Kor 7,15 kam er ein Jahr später zu der Überzeugung, dass es weitere legitime Gründe gäbe. Seine Sichtweise legte er 2021 in seinem Buch (bzw. Büchlein, lediglich 112 Seiten) <a href="https://amzn.to/3UCQ7ec"><em>What the Bible says about Divorce and Remarriage</em></a> dar.</p>




<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wenn aber der Ungläubige sich scheidet, so scheide er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden. (1Kor 7,15)</p>
</blockquote>



<p>Grudem hatte (computergestützt) alle bekannten Vorkommen der Phrase „In solchen Fällen“ (gr. <em>en this toioutois</em>) untersucht. Diese Phrase kommt nur einmal in der Bibel vor, aber eben etliche Male in der außerbiblischen altgriechischen Literatur. Sein Fazit: „In solchen Fällen“ bezieht sich grundsätzlich auf Fälle, die ähnlicher Art sind. Auf 1Kor 7,15 übertragen, geht es Paulus hier nicht nur darum, ein Urteil im konkreten Fall zu sprechen, sondern ein Urteil über Fälle solcher und ähnlicher Art. Es geht Grudem ausdrücklich nicht darum, Scheidung und Wiederheirat in beliebigen Fällen zu legitimieren. Als mögliche Fälle (bei denen jeder einzelne Fall gesondert zu bewerten ist) sieht er aber: (1) Missbrauch, (2) Missbrauch der Kinder, (3) extreme und anhaltende verbale und emotionale Gewalt, (4) glaubwürdige Androhung von ernsthafter physischer Gewalt oder Mord, (5) permanente Abhängigkeit von Drogen oder Alkohol – in der Regel verbunden mit zerstörerischem Verhalten, (6) permanente Spielsucht – verbunden mit einem massiven anhäufen von Schulden und (7) permanente Abhängigkeit von Pornografie.</p>




<p>Während ich die Argumente von Instone-Brewer und Roberts nicht völlig überzeugend finde, halte ich das Argument von Grudem durchaus für schlüssig.</p>




<h2 class="wp-block-heading">Schluss</h2>



<p>In einem letzten Beitrag (voraussichtlich in einigen Wochen) möchte ich noch einmal alle vier Positionen gegenüberstellen, miteinander vergleichen und bewerten.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fscheidung-und-wiederheirat-teil-5-weitere-legitime-grunde%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dscheidung-und-wiederheirat-teil-5-weitere-legitime-grunde&amp;action_name=Scheidung%20und%20Wiederheirat%20%28Teil%205%29%3A%20Weitere%20legitime%20Gr%C3%BCnde%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-5-weitere-legitime-grunde/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil-5-weitere-legitime-grunde">Scheidung und Wiederheirat (Teil 5): Weitere legitime Gründe?</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Scheidung und Wiederheirat (Teil 4): Scheidung und Wiederheirat bei Ehebruch und Verlassen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2024 16:07:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Beitrag stelle ich die Position vor, die eine Wiederheirat im Fall von Verlassen erlaubt.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fscheidung-und-wiederheirat-teil4%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dscheidung-und-wiederheirat-teil4&amp;action_name=Scheidung%20und%20Wiederheirat%20%28Teil%204%29%3A%20Scheidung%20und%20Wiederheirat%20bei%20Ehebruch%20und%20Verlassen&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil4/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil4">Scheidung und Wiederheirat (Teil 4): Scheidung und Wiederheirat bei Ehebruch und Verlassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Sommer 2022 habe ich drei Beiträge zum Thema Scheidung und Wiederheirat veröffentlicht und darin unterschiedliche Positionen vorgestellt. (1) <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-ein-uberblick-teil-1/">Ein Überblick</a>, (2) <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt/">Wiederheirat ist grundsätzlich nicht erlaubt</a>, (3) <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-3-scheidung-und-wiederheirat-bei-ehebruch/">Scheidung und Wiederheirat bei Ehebruch</a>. Dies zwei Positionen sind allerdings nicht die Einzigen. Von Anfang an hatte ich im Sinn, noch weitere Positionen vorzustellen. Dazu bin ich dann aber nicht mehr gekommen. Das möchte ich jetzt nachholen.</p>



<p>In diesem Beitrag stelle ich die Position vor, die eine Wiederheirat (zusätzlich zum Fall des Ehebruchs) auch im Fall des Verlassens durch einen ungläubigen Ehepartner erlaubt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Grundsätzliches zur Scheidung und Wiederheirat (1Kor 7,1-11)</h2>



<p>In 1Kor 7 geht Paulus auf ein Thema ein, das die Korinther zuvor in ihrem Brief aufgeworfen hatten. Es dabei um das Verhalten von Männern und Frauen in Ehe und Ehelosigkeit. In den V. 1–9 regt Paulus an, über die Möglichkeit der Ehelosigkeit nachzudenken und schreibt zugleich über die ehelichen Pflichten von Verheirateten. In V.10-11 greift er dann die Position Jesu in Bezug auf Ehescheidung auf (7,10a: „Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr&nbsp;…“). Hier geht es um das grundsätzliche Gebot zur Treue und das Verbot der Wiederheirat nach einer Scheidung. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine weitere Ausnahme? (1Kor 7,12-15)</h2>



<p>In den V.12-15 schreibt Paulus über eine Situation, über die Jesus nichts ausgesagt hatte (7,12a: „Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr&nbsp;…“). Wenn eine Person den christlichen Glauben annimmt und ihr ungläubiger Ehepartner sich weiterhin zur Ehe bekennt, soll der Gläubige sich nicht scheiden lassen. „Wenn aber der Ungläubige sich scheidet, so scheide er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden [gr. <em>δουλόω</em>].“ (7,15a).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet „nicht gebunden“? (1Kor 7,39)</h2>



<p>In 7,39 spricht Paulus ebenfalls vom Gebundensein und meint dort die Verpflichtung zur Einhaltung des Ehebundes. Wenn er in 7,15a an die gleiche Sache denkt, würde er über die Ausnahmeklausel bei Jesus eine weitere Ausnahme definieren. Wenn der ungläubige Ehepartner einen Christen aufgrund dessen Glaubens verlässt, ist diesem eine Wiederheirat dann möglich. Er ist nicht mehr (durch den Ehebund an den Partner) gebunden. Von einigen wird dagegen gehalten, dass Paulus in 7,39 ein anderes griechisches Verb verwendet (<em>δέω</em>). Beide Worte können allerdings synonym verwendet werden.</p>



<p>Nach römischem Recht musste das Einverständnis des Ehepartners für eine Scheidung nicht eingeholt werden und es war auch keinerlei formelle Vorgehensweise erforderlich. Eine Scheidung wurde dann wirksam, wenn einer der Ehepartner sich nicht mehr als verheiratet betrachtete. Wenn Paulus davon sprach, dass der gläubige Ehepartner nicht gebunden sei, dann ist es demnach schwierig anzunehmen, Paulus nehme ihm lediglich die Verpflichtung, an der Ehe fest zuhalten. Der gläubige Ehepartner hatte nämlich gar keine andere Wahl, als den anderen ziehen zu lassen. Das <em>nicht-Gebundensein</em> bezieht sich folglich sehr wahrscheinlich auf das nicht-Gebundensein im Ehebund und bringt demnach die Möglichkeit zur Wiederheirat mit sich. 1Kor 7,15 scheint tatsächlich eine weitere Ausnahme darzustellen. Wenn der ungläubige Partner den Gläubigen aufgrund dessen Glaubens verlässt, ist der Gläubige frei, wieder zu heiraten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was die Kommentare sagen</h2>



<p>Die deutliche Mehrheit der evangelikalen exegetischen Bibelkommentare teilt die Sichtweise, dass 1Kor 7 über die Ausnahmeklausel bei Matthäus hinaus einen weiteren legitimen Grund für Scheidung und Wiederheirat enthält. Hier sind primär <a href="https://amzn.to/4amIFZB">Ciampa und Rosner (PNTC)</a>, <a href="https://amzn.to/3Pv2RAI">Gardner (ZECNT)</a>, <a href="https://amzn.to/3TtIy7F">Schreiner, (TNTC)</a> und <a href="https://www.amazon.de/Romans-galatians-Esv-Expository-Commentary-Band/dp/1433546647/">Naselli (ESVEC)</a> zu nennen (Auszüge siehe unten). Das ist im übrigen auch die Position, die <a href="https://crossload.org/inhalte/VjXrq0vw3C/Der-1-Brief-an-Timotheus-John-F-MacArthur">MacArthur in seinem Kommentar</a> vertritt. Es gibt allerdings auch andere Stimmen. Die Gegenposition wird insbesondere von <a href="https://amzn.to/3Tuoy5b">Fee (NICNT)</a> vertreten, der überzeugt ist, 1Kor 7,15 gebe diese Auslegung nicht her. <a href="https://amzn.to/3ILcmb1">Schnabel (HTA)</a> folgt ihm dabei. Zu beachten ist dabei, dass Fee sich nicht gegen eine mögliche Wiederheirat einer Scheidung ausspricht, sondern lediglich meint, dass das nicht von diesem Vers abgeleitet werden könne.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Ausnahmen möglich?</h2>



<p>Die Ausnahmeklausel bei Matthäus (Mt 5,31f und 19,9) sowie die hier behandelte Passage bei Paulus sind sicher die wichtigsten Stellen für die Frage nach der Legitimität von Scheidung und Wiederheirat. Wenn man die Position vertritt, dass hier legitime Gründe vorliegen, ist allerdings auch die Frage zu stellen, ob es weitere legitime Gründe geben könnte. Auf diese Frage werde ich in einem Folge-Beitrag eingehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auszüge aus Kommentaren</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Not bound here refers to freedom to remarry. […] Paul says that in such circumstances (namely, that of being abandoned, not merely that of being married to an unbeliever) a Christian spouse is not bound. That is, spouses are not stuck in the slavery of a no-man’s-land where they have no spouse (because they have been abandoned) and yet are not able to remarry (because they remain married). They are free.</p>
<cite>Roy E. Ciampa und Brian S. Rosner</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>The text of 7:15 is notable because it breaks away from this general argument that divorce should not be an option and that the ongoing consequence of marriage means the partner should not normally remarry. In the situation of v. 15, there was nothing that a Christian partner could have done anyway to maintain the marriage since the unbelieving spouse has separated him or herself. […] It is our view that this sad situation of an unbeliever walking out of a marriage to a Christian and forcing a divorce leaves the man or woman as if their partner was dead and hence, under certain strict conditions, available for remarriage.</p>
<cite>Paul Gardner (ZECNT)</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Does Paul also imply freedom to remarry? Commentators disagree. Some think the answer is ‘no’ since the Corinthians in this chapter were interested in refraining from marriage instead of finding a way to get married. Furthermore, they think the Jesus tradition forbids remarriage. Certainty is impossible, but Paul probably thinks remarriage is permissible in such instances. First, according to Jewish and Graeco-Roman tradition, divorce implies freedom to remarry, and Paul would need to make it quite clear if he dissented from the tradition. Second, I suggested in the interpretation of 7:10–11 that Jesus permitted remarriage in the case of sexual infidelity. Third, even though some Corinthians were interested in asceticism, we can scarcely say that all of them were ascetics, and, in any case, Paul, as a wise servant of Christ, knew human nature. He would recognize that some would desire to remarry. Fourth, the word bound (douloō) used here and ‘bound’ (deō) in 7:39 belong to the same semantic range and are thus roughly synonymous. Hence Paul thinks married women are bound (dedetai) while a husband lives (Rom. 7:2; 1 Cor. 7:39), but they are ‘free’ (eleuthera, ESV, Rom. 7:3; 1 Cor. 7:39) when a husband dies. So too here, a person is bound to the marriage until the unbelieving spouse chooses to initiate a divorce.</p>
<cite>Thomas Schreiner (TNTC)</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>There are two main views on what Paul means by “not enslaved” in verse 15: (1) the Christian is free to divorce but not to remarry (i.e., vv. 10–11 apply to this situation); and (2) the Christian is free to divorce and remarry. [&#8230;] The second view is far more likely, for two reasons: (1) “Not enslaved” conceptually parallels “bound” and “free to be married” in verse 39. (2) Neither the ancient Greco-Roman world nor the Jewish world had a category for a lawful divorce that excluded remarriage. Consequently, physically deserting one’s spouse is a ground for divorce because it breaks the marriage covenant to leave and cleave and to become one flesh (Gen. 2:24). After divorcing with biblical warrant, a person is free to remarry.</p>
<cite>Andrew David Naselli (ESVEC)</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„G. Fee argumentiert mit Nachdruck für die erste Interpretation: 1. In einem Kontext, in dem korinthische Christen für das Recht votieren, bestehende Ehen aufzulösen, ist die Annahme nicht plausibel, Paulus würde eine Wiederheirat geschiedener Christen in einer kurzen Nebenbemerkung ansprechen. 2. In V. 11 untersagt Paulus ausdrücklich eine Wiederheirat in einem Fall, der ebenfalls eine Ausnahme darstellt. 3. Die Grundtendenz des Kapitels betont, keine Veränderung des gesellschaftlichen Status zu suchen, in dem man sich befindet; die Ausnahmen, die Paulus formuliert, erlauben keinen Wechsel des Partners, sondern des Status, d.h. von ledig zu verheiratet oder umgekehrt, aber nicht beides gleichzeitig. Dem Argument, dass Paulus angesichts der zeitgenössischen Praxis der Wiederheirat, die in Ehe- und Scheidungsurkunden explizit erlaubt wird, ein Verbot der Wiederheirat konkret hätte aussprechen müssen, ist mit dem Hinweis zu begegnen, dass Paulus in 7,1–16 gerade nicht mit den Konventionen der griechisch-römischen und jüdischen Ehe- und Scheidungspraxis argumentiert, sondern mit dem Scheidungsverbot eine Direktive formuliert, die dieser konträr ist.</p>
<cite>Eckhard J. Schnabel (HTA)</cite></blockquote>



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		<item>
		<title>Scheidung und Wiederheirat (Teil 3): Scheidung und Wiederheirat bei Ehebruch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2022 14:55:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Beitrag stelle ich die Position vor, die eine Wiederheirat im Fall von Ehebruch erlaubt.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fscheidung-und-wiederheirat-teil-3-scheidung-und-wiederheirat-bei-ehebruch%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dscheidung-und-wiederheirat-teil-3-scheidung-und-wiederheirat-bei-ehebruch&amp;action_name=Scheidung%20und%20Wiederheirat%20%28Teil%203%29%3A%20Scheidung%20und%20Wiederheirat%20bei%20Ehebruch&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p>In <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-2-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt/">meinem letzten Beitrag</a> habe ich die Position vorgestellt, die Wiederheirat nach Scheidung grundsätzlich ablehnt. In diesem Beitrag stelle ich die Position vor, die eine Wiederheirat im Fall von Ehebruch erlaubt. Im nächsten Beitrag möchte ich dann darüber schreiben, ob es weitere Gründe für Scheidung und Wiederheirat geben könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Bedeutung von <em>porneia</em></h2>



<p>Die Auslegung von Mt 19,9 hängt ganz wesentlich mit der Bedeutung von <em>porneia</em> zusammen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Ich sage euch aber, dass, wer immer seine Frau entlässt, außer wegen Hurerei (gr. <em>porneia</em>), und eine andere heiratet, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.&#8220; (Mt 19,9)</p>
</blockquote>



<p><em>Porneia</em> hat ein sehr weites Bedeutungsspektrum. Nach dem bekannten <a href="https://amzn.to/3p67Lqb"><em>Wörterbuch zum Neuen Testament</em> von Bauer und Aland</a> wird das Wort in der Regel am besten mit <em>Unzucht</em> oder <em>Hurerei</em> übersetzt, und kann „jede Art illegitimen Geschlechtsverkehrs“ bedeuten.</p>



<p>Das <a href="https://amzn.to/3JO2NrB">Theologische Begriffslexikon zum Neuen Testament</a> schreibt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Die Wortgruppe benennt abwertend verschiedene nichteheliche sexuelle Verhaltensweisen gewerblichen Charakters, soweit sie von der jeweils offiziellen gesellschaftlichen oder religiösen Norm abweichen, vor allem die Prostiturion im eigentlichen Sinn. Sie kann auf andere nichteheliche Verhältnisse (Konkubine, Promiskuität, Homosexualität, Pädophilie) oder sogar jeglichen Geschlechtsverkehr angewandt werden, der gelegentlich ausdrücklich das eheliche Sexualverhalten einschließt (z.&nbsp;B. Ehebruch).&#8220;</p>
</blockquote>



<p><em>Porneia</em> ist also ein sehr weit gefasster Begriff. Selbstverständlich kann er je nach Kontext eine sehr konkrete Handlung bezeichnen, aber die Eingrenzung auf voreheliche Sexualität während der Verlobungszeit oder auf Inzest ohne konkreten Hinweis im Kontext ist eher schwierig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Kontext der Diskussion</h2>



<p>Der Kontext der Diskussion ist auch ein anderer. Die Frage der Pharisäer zielt ja auf mögliche Gründe für eine Scheidung bei einer legitim geschlossenen Ehe ab (V.3). Es geht vom Kontext her überhaupt nicht darum, Gründe zu nennen, warum eine Ehe annulliert werden könnte. Der Kontext spricht also gegen die Eingrenzung von <em>porneia</em> auf voreheliche Sexualität während der Verlobungszeit oder auf Inzest.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Wesen des Ehebundes</h2>



<p>Vertreter, die sich gegen eine Möglichkeit der Wiederheirat aussprechen, betonen in der Regel den unauflöslichen Charakter des Ehebundes. Schließlich sagt Jesus, dass eine Wiederheirat nach einer Scheidung Ehebruch ist. Das kann ja nur dann der Fall sein, wenn der Ehebund trotz amtlichem Scheidungsdokument noch gültig ist.</p>



<p>Dem ist natürlich zuzustimmen. Der Ehebund vor Gott wird nicht automatisch durch eine amtliche Scheidung aufgelöst. Das heißt allerdings nicht, dass der Ehebund grundsätzlich unauflöslich ist. Schließlich betont Jesus:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.“ (Mt 19,6b)</p>
</blockquote>



<p>Er <em>soll</em> es nicht scheiden. Nicht: er <em>kann</em> es nicht scheiden. Bündnisse sind in der Bibel nicht grundsätzlich unauflöslich, so auch der Ehebund nicht. Dass er beim Tod des Ehepartners nicht mehr bindend ist, ist klar (Röm 7,3; 1Kor 7,39). Offenbar gibt es darüber hinaus auch weitere Fälle, die eine Auflösung des Ehebundes herbeiführen können. Jesus sieht Ehebruch als dermaßen gravierend an, dass er zur Auflösung der Ehe führen kann. Das ist kein Automatismus. Versöhnung sollte unter Christen immer die erste Option sein. Aber wo das nicht möglich ist, scheint Scheidung und Wiederheirat bei Ehebruch durchaus legitim zu sein. Es ist dann nicht der unschuldige Partner, der die Ehe bricht (den Ehebund auflöst), sondern derjenige, der den Ehebruch begangen hat.</p>



<p>Gerhard Maier schreibt dazu in <a href="https://amzn.to/3dcpSbf">seinem Kommentar zum Matthäusevangelim</a>:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Liegt keine Unzucht vor, betreibt aber der Mann dennoch die Scheidung und heiratet eine andere, dann begeht er Ehebruch (<em>μοιχᾶται [moichatai]</em>). Er bricht also das 6. Gebot (lutherischer Zählung). Warum ist er im Falle der Unzucht seitens der Frau kein Ehebrecher? Weil die betreffende Frau durch ihre Unzucht längst die Ehe gebrochen, also zerstört hat.“</p>
<cite>Gerhard Maier</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Der Satzbau</h2>



<p>Weil die Unzuchtsklausel nach der Erwähnung der Scheidung steht und nicht nach der Erwähnung der Wiederheirat, folgern einige Ausleger, dass sie sich dementsprechend nur auf die Scheidung bezieht. Eine Scheidung bei Ehebruch ist dann legitim, aber nicht eine Wiederheirat. Das Argument ist allerdings nicht besonders stichhaltig. So schreibt <a href="https://amzn.to/3PcFmJI">D. A. Carson in seinem Kommentar zum Matthäusevangelium</a>:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Würde die Ausnahmeklausel an einer anderen Stelle stehen, würde dies zu noch mehr Zweideutigkeit führen. Steht sie zum Beispiel vor dem Verb <em>moichetai</em> […], könnte der Satz wie folgt umschrieben werden: &#8218;Wer sich von einer Frau scheidet und eine andere heiratet, wenn es nicht wegen Unzucht ist, dass er sich von einer Frau scheidet und eine andere heiratet, begeht Ehebruch&#8216;. Diese Formulierung legt jedoch nahe, dass Unzucht als der eigentliche Grund für die Eheschließung mit einer anderen und nicht nur für die Scheidung angeführt wird &#8211; eine Interpretation, die an Lächerlichkeit grenzt.“</p>
<cite>D. A. Carson</cite></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Der Sinn des Scheidebriefes</h2>



<p>Noch ein weiterer Grund spricht für die Möglichkeit einer Wiederheirat nach einer legitimen Scheidung. In der Debatte zwischen Jesus und den Pharisäern ging es um den Scheidebrief. Der wurde bei den Juden gerade zu dem Zweck gegeben, eine neue Ehe zu ermöglichen. Wenn eine entlassene Frau einen Scheidebrief vorweisen konnte, konnte sie nicht mehr des Ehebruchs beschuldigt werden, wenn sie einen neuen Mann heiratete. Eine Scheidung ohne die Möglichkeit der Wiederheirat ergibt keinen Sinn.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hilfreiche Literatur</h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-style-default"><a href="https://www.amazon.de/Matth%C3%A4us-Kapitel-15-28-Historisch-Theologische-Auslegung/dp/3765597333?&amp;linkCode=li2&amp;tag=jakobsblog06-21&amp;linkId=c451b6894d727db8343fc6d2b21890d2&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_il" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3765597333&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=jakobsblog06-21&amp;language=de_DE" alt=""/></a></figure>



<p>Die überwältigende Mehrheit aller exegetischen Kommentare evangelikaler Autoren vertreten die Position, dass Scheidung und Wiederheirat wenigstens im Fall von Ehebruch erlaubt ist. In deutscher Sprache ist hier insbesondere der <a href="https://www.amazon.de/Matth%C3%A4us-Kapitel-15-28-Historisch-Theologische-Auslegung/dp/3765597333/">HTA-Kommentar von Gerhard Maier</a> zu nennen. In englischer Sprache sind insbesondere <a href="https://amzn.to/3PcFmJI">Carson</a>, <a href="https://amzn.to/3vSoO2C">Turner</a>, <a href="https://amzn.to/3vO4gsk">Osborne</a> und <a href="https://amzn.to/3ppbTSt">France</a> zu nennen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright is-style-default"><a href="https://www.amazon.de/Ehe-Scheidung-Wiederheirat-Bibel-dazu/dp/3889360815?&amp;linkCode=li2&amp;tag=jakobsblog06-21&amp;linkId=1bc71ac44fe51eff27b42744433615c4&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_il" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3889360815&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=jakobsblog06-21&amp;language=de_DE" alt=""/></a></figure>



<p>Ich weise außerdem gerne auf das <a href="https://www.amazon.de/Ehe-Scheidung-Wiederheirat-Bibel-dazu/dp/3889360815/">Buch von Jay Adams hin: <em>Ehe, Scheidung, Wiederheirat – und was die Bibel dazu sagt</em></a>. Adams untersucht die biblischen Texte und gibt praktische und seelsorgerische Ratschläge. Er vertritt ebenfalls die Position, dass eine Wiederheirat mindestens im Fall von Ehebruch legitim ist.</p>



<figure class="wp-block-image alignright is-style-default"><a href="https://www.amazon.de/Ehescheidung-Wiederheirat-Eine-biblische-Fundamentaluntersuchung/dp/3841602959?&amp;linkCode=li2&amp;tag=jakobsblog06-21&amp;linkId=a62696351985616778733fd49825ffba&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_il" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3841602959&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=jakobsblog06-21&amp;language=de_DE" alt=""/></a></figure>



<p>Ein weiteres Buch ist <a href="https://amzn.to/3JJG280"><em>Ehescheidung und Wiederheirat: Eine biblische Fundamentaluntersuchung</em> von Lothar Gassmann (Hg.)</a>. Es enthält Aufsätze verschiedener deutschsprachiger Autoren, die sich für die Möglichkeit von Scheidung und Wiederheirat, zumindest bei <em>porneia</em>, einsetzen. Die einzelnen Aufsätze sind nicht wirklich aufeinander abgestimmt und überschneiden sich teilweise, aber das Buch ist doch hilfreich. Das neuere Buch <a href="https://amzn.to/3p4mpOv"><em>Scheidung und Wiederheirat: Was lehrt die Bibel darüber?</em></a> habe ich noch nicht gelesen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fscheidung-und-wiederheirat-teil-3-scheidung-und-wiederheirat-bei-ehebruch%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dscheidung-und-wiederheirat-teil-3-scheidung-und-wiederheirat-bei-ehebruch&amp;action_name=Scheidung%20und%20Wiederheirat%20%28Teil%203%29%3A%20Scheidung%20und%20Wiederheirat%20bei%20Ehebruch&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-3-scheidung-und-wiederheirat-bei-ehebruch/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil-3-scheidung-und-wiederheirat-bei-ehebruch">Scheidung und Wiederheirat (Teil 3): Scheidung und Wiederheirat bei Ehebruch</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Scheidung und Wiederheirat (Teil 2): Wiederheirat ist grundsätzlich nicht erlaubt</title>
		<link>https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2022 15:02:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Beitrag lege ich die Position dar, dass eine Wiederheirat nach einer Scheidung grundsätzlich nicht legitim ist.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fscheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dscheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt&amp;action_name=Scheidung%20und%20Wiederheirat%20%28Teil%202%29%3A%20Wiederheirat%20ist%20grunds%C3%A4tzlich%20nicht%20erlaubt&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt">Scheidung und Wiederheirat (Teil 2): Wiederheirat ist grundsätzlich nicht erlaubt</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In meinem <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-ein-uberblick-teil-1/">ersten Beitrag zum Thema Scheidung und Wiederheirat</a> habe ich einen Überblick über die neutestamentlichen Schlüsselverse gegeben. In diesem zweiten Beitrag lege ich die erste Position dar: Eine zweite Heirat nach einer Scheidung ist grundsätzlich nicht legitim. Ich erkläre die wesentlichen Argumente und gebe Buchhinweise.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Grundlage</h2>



<p>Weder Mk 10,2-12, noch Lk 16,18 nennen einen möglichen Grund für eine legitime Scheidung. Angesprochen auf den Scheidebrief (5Mo 24,1-4) antwortet Jesus bei Markus, dass dieser nur wegen der Herzenshärtigkeit der Menschen gegeben worden sei (V.5). Das deutet darauf hin, dass es sich um eine Notregelung handelt, nicht um die Legitimierung einer Scheidung. Die Möglichkeit des Scheidebriefes spiegelt damit die ursprüngliche Absicht Gottes nicht wider. Fazit:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.“</p>
<cite>Markus 10,9</cite></blockquote>



<p>Jesus fährt fort und erklärt, dass, wer sich doch scheiden lässt und einen neuen Partner heiratet, Ehebruch begeht.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Und er spricht zu ihnen: Wer seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch gegen sie. Und wenn sie ihren Mann entlässt und einen anderen heiratet, begeht sie Ehebruch.“</p>
<cite>Markus 10,10-12</cite></blockquote>



<p>Das klingt sehr absolut. Scheidung entspricht dementsprechend nie dem Willen Gottes. Wenn es aus welchen Gründen auch immer dazu kommen sollte, ist eine weitere Heirat grundsätzlich mit Ehebruch gleichzusetzen und damit illegitim (vgl. 1Kor 7,10f).</p>



<p>Stellt sich die Frage, wie man mit der Ausnahmeklausel bei Matthäus umgeht. Denn bei Matthäus beschreibt Jesus offensichtlich einen Fall, in dem eine Scheidung (je nach Auslegung auch eine Wiederheirat) legitim ist.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ich sage euch aber, dass, wer immer seine Frau entlässt, außer wegen Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.“</p>
<cite>Matthäus 19,9</cite></blockquote>



<p>Hier gibt es zwei unterschiedliche Ansätze. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Scheidung ist in Ausnahmesituationen legitim, Wiederheirat nie </h2>



<figure class="wp-block-image alignright is-style-default"><a href="https://www.amazon.de/Sch%C3%B6pfung-Menschenw%C3%BCrde-Grundlegende-exegetische-Homosexualit%C3%A4t/dp/3863534166?&amp;linkCode=li2&amp;tag=jakobsblog06-21&amp;linkId=50708ebf63584e0e6c59068d5a76a7bb&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_il" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3863534166&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=jakobsblog06-21&amp;language=de_DE" alt=""/></a></figure>



<p>Einige Exegeten vertreten die Ansicht, die Ausnahmeklausel legitimiere unter gewissen Voraussetzungen eine Ehescheidung, aber nie eine Wiederheirat. Tatsächlich ist es rein vom Satzbau her nicht völlig klar, dass die Ausnahmeklausel die Möglichkeit zur Wiederheirat einschließt. In seinem Büchlein <a href="https://amzn.to/3JH2qiJ"><em>Schöpfung und Menschenwürde</em></a> schreibt Jacob Thiessen dementsprechend.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Mit der ‚Sache von Hurerei‘ ist in Mt 5,32 (vgl. auch Mt 19,9) wohl gemeint, dass die Ehefrau entweder vor der Eheschließung in Hurerei lebte oder wohl vielmehr nach der Eheschließung und ständiger ehelicher Untreue lebt, und zwar ohne die Bereitschaft, sich davon abzuwenden. Das ist der einzige Grund für Jesus, dass man sich von seinem Ehepartner trennen bzw. ihn entlassen kann. […] Jesus erlaubt also in Mt 5,32 die Scheidung; eine Erlaubnis zur Wiederheirat ist damit aber nicht ausgesprochen.“</p>
<cite>Jacob Thiessen</cite></blockquote>



<p>Ähnlich argumentiert auch Heinz-Peter Hampelmann in seinem (nur noch antiquarisch erhältlichen) Buch <a href="https://amzn.to/3zU2aJL"><em>Ehe, Ehescheidung und Wiederheirat: Eine biblisch-exegetische und praktisch-seelsorgerliche Orientierung</em></a>.<sup><a id="ffn1" href="#fn1" class="footnote">1</a></sup></p>



<h3 class="wp-block-heading">„porneia“ muss vom jüdischen Kontext her gedeutet werden </h3>



<p>Ein zweiter Ansatz versucht, die Spannung zwischen den Evangelien aufzulösen, indem sie die unterschiedlichen Zielgruppen der Evangelien betonen. Im Gegensatz zu Markus und Lukas sei das Matthäusevangelium an die Juden gerichtet. Deswegen sei es auch naheliegend, dass die nur von Matthäus erwähnte Ausnahmeklausel eine besondere Relevanz für die jüdische Leserschaft habe. Es müsse geklärt werden, auf was sich der griechische Begriff <em>porneia</em> (meist mit <em>Hurerei</em> wiedergegeben) genau beziehe.</p>



<figure class="wp-block-image alignright is-style-default"><a href="https://www.amazon.de/bis-Tod-euch-scheidet-Wiederverheiratung/dp/3945119049?&amp;linkCode=li2&amp;tag=jakobsblog06-21&amp;linkId=69a8149956646960eafc9810fce53d9f&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_il" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3945119049&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=jakobsblog06-21&amp;language=de_DE" alt=""/></a></figure>



<p>Carl Laney vertritt in seinem Buch <a href="https://amzn.to/3zUeqtR">„…bis der Tod euch scheidet?“</a> den Standpunkt, <em>porneia</em> beziehe sich ausschließlich auf Inzest. Inzest sei zwar im Judentum verboten, aber in weiten Kreisen des griechischen Kulturkreises akzeptiert worden. So sei der historische Ort für die Entstehung der Ausnahmeklauseln in der Proselytenpraxis zu suchen. Die Ausnahmeklausel richte sich demnach an Heiden, die zum Judentum übertreten wollten.<sup><a id="ffn2" class="footnote" href="#fn2">2</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image alignright is-style-default"><a href="https://www.amazon.de/Wiederheirat-ist-Ehebruch-Biblische-Scheidung/dp/3945973104?&amp;linkCode=li2&amp;tag=jakobsblog06-21&amp;linkId=a3ec4c81d606997123341bb099f8c182&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_il" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3945973104&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=jakobsblog06-21&amp;language=de_DE" alt=""/></a></figure>



<p>Andere Ausleger betonen den verbindlichen Charakter der jüdischen Verlobung. Komme es während der Verlobungszeit zu sexueller Untreue, sei eine Scheidung notwendig und dann auch legitim, da der Ehebund noch nicht endgültig vollzogen worden sei. <em>porneia</em> bezeichnet in dem Fall sexuelle Untreue während der Verlobungszeit. Dieser Fall wird schließlich auch von Matthäus – und nur von ihm – genannt (Mt 1,19). Die Ausnahmeklausel hat für unseren kulturellen Kontext demnach keine Gültigkeit, sondern nur für den jüdischen. Als Vertreter sind hier John Piper (<em>Scheidung und Wiederheirat</em> in <a href="https://amzn.to/3OVTmHA">Eine Ehe zur Ehre Gottes, Wilfried Plock</a>) und <a href="https://amzn.to/3d3OvH6">David Pawsons <em>Wiederheirat ist Ehebruch – es sei denn…: Biblische Aussagen zur Scheidung und deren Folgen</em></a> (<a href="https://jakobhaddick.de/buchvorstellung-wiederheirat-ist-ehebruch-es-sei-denn/">siehe Rezension hier</a>) zu nennen.<sup><a id="ffn3" class="footnote" href="#fn3">3</a></sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Zwischenfazit</h2>



<p>In diesem zweiten Beitrag habe ich die exegetischen Positionen dargestellt, die eine Wiederheirat grundsätzlich ausschließen. Im dritten Beitrag möchte ich dann die Position darlegen, die eine Wiederheirat unter der Voraussetzung von Ehebruch als legitim ansieht. Im vierten möchte ich mich weiteren möglichen Gründen für eine Wiederheirat widmen. Der fünfte Beitrag soll dann eine persönliche Bewertung der unterschiedlichen Standpunkte werden.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Für eine ausführliche exegetische Begründung dieser Position siehe: <a href="https://www.amazon.de/Das-Evangelium-nach-Matth%C3%A4us-Evangelisch-Katholischer/dp/3788718293/">Ulrich Luz, Das Evangelium nach Matthäus: Mt 1-7</a>. Auch Thiessen beruft sich mehrfach auf Luz. <a href="#ffn1">&#x21a9;</a></li>



<li>Ausführlichere Darlegungen dieser Position finden sich in zwei historisch-kritischen Werken. Zum einen bei <a href="https://www.amazon.de/Testament-Exegetische-Untersuchungen-Ehelosigkeit-Ehescheidung/dp/B0B72LFYMK/">Heinrich Baltensweiler: Die Ehe im Neuen Testament</a> (nur noch antiquarisch erhalten), zum anderen im englischsprachigen Zeitschriftenartikel <a href="http://cdn.theologicalstudies.net/37/37.2/37.2.1.pdf">Joseph A. Fitzmyer: The Matthean Divorce Texts and Some New Palestinian Evidence</a>. <a href="#ffn2">&#x21a9;</a></li>



<li>Siehe auch: <a href="https://wisereaction.org/wp-content/uploads/david-w-jones-the-betrothal-view-of-divorce-and-remarriage.pdf">David W. Jones, &#8222;The Betrothal View of Divorce and Remarriage,&#8220; Bibliotheca Sacra 165, no. 657 (Ja-Mr 2008): 68–85.</a> <a href="#ffn3">&#x21a9;</a></li>
</ol>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fscheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dscheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt&amp;action_name=Scheidung%20und%20Wiederheirat%20%28Teil%202%29%3A%20Wiederheirat%20ist%20grunds%C3%A4tzlich%20nicht%20erlaubt&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil-2-scheidung-und-wiederheirat-ist-grundsatzlich-nicht-erlaubt">Scheidung und Wiederheirat (Teil 2): Wiederheirat ist grundsätzlich nicht erlaubt</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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