Medien

Taschengeld und Medienkonsum

Anknüpfend an meinen letzten Beitrag noch einmal etwas für Eltern. Vor ein paar Jahren haben wir ein Taschengeld-System für unsere Kinder eingeführt, das sehr gut funktioniert. Es ist verknüpft mit einer Regelung für Medienkonsum. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich die Idee für die Verknüpfung aus dem Buch Essentialism entnommen und auf unsere Situation angepasst.

Taschengeld

Der erste Part ist recht einfach. Jeden Sonntag bekommen die Kinder Taschengeld gemäß ihrem Alter. Die konkrete Summe lasse ich hier mal außen vor. Jede Familie muss für sich entscheiden, was angemessen ist. Ich glaube wir haben mit dem Taschengeld angefangen, als unser Großer in die erste Klasse gekommen ist. Es geht hier natürlich nicht darum, dass die Kinder Reichtümer ansammeln. Aber sie sollten aus meiner Sicht schon frühzeitig damit anfangen, eine Gespürt für den Umgang mit Geld zu bekommen.

Medienkonsum

Sonntags gibt es nicht nur Taschengeld, sondern auch Steine. Jeder bekommt drei Stück. Wenn die Kinder einen Film schauen wollen, kostet das in der Regel pro Kind zwei Steine. Bei einem kurzen Film von unter einer Stunde nur einen. Spielen am Tablet kostet einen Stein pro 30 Minuten. Am Ende der Woche bekommen die Kinder wieder Taschengeld. Wenn sie dann noch Steine aus der Woche übrig haben, müssen sie die abgeben. Sie bekommen aber pro Stein einen fest vereinbarten Zuschuss zum Taschengeld. Steine kann man also nicht ansammeln. Man hat aber doch etwas davon, wenn man sie nicht ausgibt – wenn man also mit einem geringeren Medienkonsum zurechtkommt.

Sonderfälle

Gelegentlich haben die Kinder die Möglichkeit, sich Steine dazuzuverdienen, z. B. wenn wir Bibelverse auswendiglernen oder wenn die Kinder in den Ferien etwas für die Schule machen (Lesen üben oder Vokabeln lernen).

Nicht ausgeschlossen, dass wir das System irgendwann ändern oder anpassen. Es funktioniert so aber schon seit mehreren Jahren sehr gut für uns. Die Kinder lernen, mit Geld und auch mit Medien umzugehen. Gelegentlich machen wir natürlich auch mal Ausnahmen. Die halten sich aber sehr in Grenzen.

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