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	<title>Jakobs Blog</title>
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	<title>Jakobs Blog</title>
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		<title>KI ohne Hype: Was wir nicht delegieren dürfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 10:36:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>KI erleichtert viele Aufgaben. Doch manche Wege formen unser Denken, unseren Glauben und unsere Verantwortung. Was Christen deshalb nicht delegieren sollten.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fki-ohne-hype%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dki-ohne-hype&amp;action_name=KI%20ohne%20Hype%3A%20Was%20wir%20nicht%20delegieren%20d%C3%BCrfen&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/ki-ohne-hype/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=ki-ohne-hype">KI ohne Hype: Was wir nicht delegieren dürfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Künstliche Intelligenz nimmt uns Arbeit ab. Sie fasst Texte zusammen, entwickelt erste Ideen, formuliert Nachrichten und hilft beim Strukturieren. Vieles davon kann tatsächlich nützlich sein.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Ausgangspunkt dieses Artikels ist eine <a href="https://www.youtube.com/watch?v=L5O38ZSFoa4">aktuelle Folge von Lanz + Precht mit der Frage: „Ist der KI-Hype am Ende?“</a> Markus Lanz und Richard David Precht sprechen darin über die großen Erwartungen, die mit KI verbunden sind, und über die wachsende Skepsis gegenüber diesen Versprechen. Ihr Hauptanliegen liegt jedoch an anderer Stelle: Der öffentliche Diskurs kreist häufig um Wettbewerb, Gewinne und Effizienz, während die Folgen für Bildung, Arbeit und Kultur vergleichsweise wenig bedacht werden.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Besonders nachdenklich macht mich ihre Sorge, dass KI uns das Schreiben, Lernen und Denken so bequem abnimmt, dass wir am Ende über Antworten verfügen, ohne die Wege des Verstehens selbst gegangen zu sein. Zugleich fragen sie, wer von dieser Entwicklung profitiert und was sie für Menschen bedeutet, deren Arbeit oder berufliche Zukunft dadurch unter Druck gerät.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Vieles an diesen Überlegungen ist offen, manches bewusst zugespitzt. Die Grundfrage verdient dennoch Aufmerksamkeit: Was macht diese Entwicklung mit uns?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Paulus fordert Christen auf, alles zu prüfen und das Gute zu behalten (1Thess 5,21). Das ist auch für den Umgang mit KI ein guter Ausgangspunkt. Sie kann ein hilfreiches Werkzeug sein. Weisheit, Verantwortung und Gemeinschaft bleiben jedoch Aufgaben, die wir nicht delegieren dürfen.</p>




<h2 class="wp-block-heading">Unsere Arbeit formt uns</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nutzen von KI ist real. Wer viele Aufgaben trägt, darf technische Hilfe dankbar einsetzen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Es gibt allerdings Arbeitsprozesse, deren Wert über das Ergebnis hinausgeht. Sie prägen den Menschen, der sie durchläuft. Das gilt besonders für Dinge wie Bibelstudium, Predigtvorbereitung, Schreiben und Seelsorge.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wer einen biblischen Text langsam liest, Beobachtungen sammelt, Fragen stellt und Gedanken ordnet, gewinnt mehr als eine brauchbare Zusammenfassung. Wer um einen seelsorgerlichen Rat ringt, beschäftigt sich mit dem Menschen, dem er dienen will. Wer eine Predigt vorbereitet, sucht nicht bloß nach guten Sätzen. Er setzt sich selbst dem Wort Gottes aus.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Eine KI kann in wenigen Sekunden einen Predigtentwurf erstellen. Die geistliche Arbeit des Predigers nimmt sie ihm damit nicht ab. Aus einer Predigt soll erkennbar werden, dass der Prediger den Text verstanden, durchdacht und auf sein eigenes Leben angewandt hat.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wie ich KI bei Themenpredigten als Hilfsmittel einsetze und welche Grenzen ich dabei sehe, habe ich <a href="https://jakobhaddick.de/ki-in-der-predigtvorbereitung-themenpredigten/">in einem früheren Beitrag zur KI in der Predigtvorbereitung</a> ausführlicher beschrieben.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Mühsame Arbeit ist keine Tugend an sich. Doch manche Wege lehren uns Geduld, Sorgfalt und Liebe. Bei solchen Aufgaben sollte KI unterstützen, ohne den prägenden Prozess zu ersetzen.</p>




<h2 class="wp-block-heading">Urteilen und Verantwortung bleiben persönlich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">KI liefert Informationen und oft auch überzeugend klingende Antworten. Weisheit entsteht dadurch noch nicht.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Biblische Weisheit zeigt sich darin, Gut und Böse unterscheiden und in einer konkreten Situation angemessen handeln zu können. Der Hebräerbrief beschreibt reife Christen als Menschen, deren Urteilsvermögen durch Übung geschult ist (Hebr 5,14). Diese Reife wächst, wenn wir sorgfältig lesen, Fragen prüfen, zuhören und Entscheidungen verantworten.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gerade im Bibelstudium ist das wichtig. KI kann beim Ordnen von Informationen oder beim Auffinden von Material helfen. Ihre Vorschläge bleiben Hilfen. Wer sie übernimmt, muss sie am Text selbst prüfen und begründen können.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Für Leiter in Gemeinden gilt das ebenso. Ein Werkzeug kann helfen, Gedanken zu sortieren. Die Verantwortung für Lehre, Seelsorge und Entscheidungen bleibt bei den Menschen, die sie treffen. Sie stehen vor Gott und vor der Gemeinde für ihre Worte und ihr Handeln ein.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das zeigt sich besonders deutlich in persönlichen Begegnungen. In einer schwierigen Situation braucht ein Mensch mehr als eine plausible Antwort. Er braucht jemanden, der zuhört, seine Lage ernst nimmt und mit Liebe und Wahrheit spricht. Ein System kann den Ton eines Trostbriefes nachahmen. Echter Trost wächst allerdings dort, wo jemand eine Last wahrnimmt und mitträgt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Die Gemeinde lebt von solchen Begegnungen. Sie ist der Leib Christi, in dem Menschen einander sehen, ermahnen, vergeben und im Glauben stärken. Gerade in einer Welt voller schneller Antworten sollte sie ein Ort bleiben, an dem Menschen nicht nur Informationen erhalten, sondern Gemeinschaft erfahren.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Warum Gemeinden in einer digitalen Welt besonders Räume ungeteilter Aufmerksamkeit brauchen, habe ich <a href="https://jakobhaddick.de/ungeteilte-aufmerksamkeit-jonathan-haidts-rat-an-gemeinden/">in diesem Beitrag über Jonathan Haidts Rat an Gemeinden</a> weiter ausgeführt.</p>




<h2 class="wp-block-heading">Nächstenliebe weitet den Blick</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage nach KI endet nicht am eigenen Schreibtisch. Technische Entwicklungen haben gesellschaftliche Folgen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wie stark sich Arbeitsplätze, Bildung und kreative Berufe verändern werden, lässt sich heute kaum zuverlässig vorhersagen. Manche Prognosen greifen zu weit. Dennoch erleben Menschen bereits, dass sich Anforderungen an ihre Arbeit verändern und Zukunftsfragen drängender werden. Auch die Verteilung von Gewinn, Einfluss und Ressourcen verdient Aufmerksamkeit.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Christliche Nächstenliebe fragt deshalb weiter: Wem dient diese Entwicklung? Wer profitiert von ihr? Wer trägt mögliche Kosten?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Der Wert eines Menschen hängt nicht an seiner Produktivität oder daran, wie leicht eine Tätigkeit automatisiert werden kann. Jeder Mensch ist als Ebenbild Gottes geschaffen (Gen 1,27). Das gilt für diejenigen, die neue Technologien entwickeln, ebenso wie für Menschen, deren berufliche Zukunft durch diese Technologien unsicherer wird.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gemeinden werden die großen Entscheidungen über KI nicht treffen. Sie können aber Menschen mit ihren Sorgen ernst nehmen. Sie können jungen Christen helfen, ihren Wert nicht allein aus Leistung und beruflichem Erfolg abzuleiten. Und sie können daran erinnern, dass technischer Fortschritt dem Menschen dienen soll.</p>




<h2 class="wp-block-heading">Nüchtern handeln</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine reife Haltung zu KI beginnt mit ehrlichen Fragen. Dient dieses Werkzeug einer begrenzten Aufgabe? Hilft es mir, sorgfältiger zu arbeiten? Oder gebe ich gerade etwas aus der Hand, das eigenes Denken, persönliche Verantwortung oder echte Begegnung verlangt?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Es kann sinnvoll sein, zuerst selbst zu lesen, zu schreiben und zu überlegen. Danach kann KI als Gesprächspartner oder Hilfe zur Überarbeitung hinzukommen. Ebenso hilfreich sind klare Absprachen in Mitarbeiter- und Leitungsteams, bevor sich bestimmte Gewohnheiten unbemerkt festsetzen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">KI kann ein gutes Werkzeug sein. Weisheit, Verantwortung und Gemeinschaft lassen sich jedoch nicht delegieren. Deshalb ist die wichtigste Frage auch nicht, ob KI uns schneller macht. Sie lautet: Hilft uns dieser Einsatz, Gott und Menschen treuer zu dienen?</p>
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		<title>Wenn Christen zweifeln: Philip Ryken über einen ehrlichen Glauben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Philip Ryken zeigt, warum Zweifel nicht verschwiegen werden müssen und wie sie im Gebet vor Gott gehören.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fwenn-christen-zweifeln%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dwenn-christen-zweifeln&amp;action_name=Wenn%20Christen%20zweifeln%3A%20Philip%20Ryken%20%C3%BCber%20einen%20ehrlichen%20Glauben&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bücher über Zweifel gibt es viele. Manche behandeln vor allem philosophische Einwände gegen den Glauben. Andere erzählen persönliche Krisen und Wege zurück zur Gewissheit. Philip Ryken geht in <a href="https://amzn.to/3Rhby5B"><em>I Have My Doubts: How God Can Use Your Uncertainty to Reawaken Your Faith</em></a> (<em>Affiliate-Link</em>) einen anderen Weg: Er nimmt seine Leser mit zu den Zweiflern der Bibel.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Ryken ist seit 2010 Präsident des Wheaton College und Professor für Theologie. Zuvor war er viele Jahre Pastor der Tenth Presbyterian Church in Philadelphia. Diese Verbindung aus theologischer Klarheit und pastoraler Erfahrung prägt auch dieses Buch. Ryken schreibt nicht distanziert oder akademisch kühl, sondern ehrlich, biblisch und seelsorgerlich.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Zweifel gehören zu den Themen, über die Christen oft ungern sprechen. Besonders in evangelikalen Gemeinden entsteht schnell der Eindruck: Wer wirklich glaubt, zweifelt nicht. Und wer zweifelt, sollte das besser nicht zu offen zeigen. Ryken hält dagegen. Sein Grundgedanke lautet: Zweifel sind keine Ausnahmeerscheinung im Leben des Glaubens. Entscheidend ist nicht zuerst, ob sie auftreten, sondern wie wir mit ihnen umgehen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gerade diese ehrliche und biblische Perspektive macht das Buch so wertvoll – für Christen, die selbst mit Zweifeln kämpfen, und ebenso für alle, die Menschen begleiten, deren Glaube ins Wanken geraten ist.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Wenn Glaubenshelden zweifeln</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ryken beginnt überraschend persönlich. Er schreibt nicht nur über Menschen mit Glaubenszweifeln, sondern bekennt offen, dass auch er Zeiten kennt, in denen er Gottes Nähe, seine Fürsorge oder einzelne Aussagen der Bibel infrage stellt. Diese Ehrlichkeit wirkt wohltuend.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Viele Christen kennen solche Fragen, sprechen aber kaum darüber. Vielleicht wollen sie nicht als glaubensschwach gelten. Vielleicht befürchten sie auch, der christliche Glaube wirke weniger überzeugend, wenn Christen zugeben, dass sie nicht auf jede Frage sofort eine fertige Antwort haben.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Doch die Bibel selbst ist erstaunlich offen. Ryken zeigt das anhand vieler bekannter Personen: Eva, Sara, Mose, Asaf, Jeremia, Thomas oder Petrus. Fast jeder, der in der Bibel für seinen Glauben bekannt ist, hatte irgendwann auch mit Zweifeln zu kämpfen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gerade darin liegt eine große Ermutigung. Die Bibel verschweigt die Kämpfe ihrer Glaubensvorbilder nicht. Sie zeigt Menschen mit echtem Glauben – und echten Fragen. Ryken macht Zweifel dabei weder zur Tugend noch automatisch zur Sünde. Sie können gefährlich werden, wenn sie sich gegen Gottes Wort verhärten oder zum Vorwand für Ungehorsam werden. Sie können aber auch dazu führen, dass Gott unseren Glauben vertieft und reifen lässt.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Zweifel brauchen Wahrheit und Barmherzigkeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine besondere Stärke des Buches ist, dass Ryken nicht abstrakt über Zweifel schreibt. Jedes Kapitel entfaltet eine biblische Geschichte: Eva zweifelt an Gottes Wort, Sara an seiner Verheißung, Mose an seiner Berufung, Asaf ringt mit Gottes Gerechtigkeit, Jeremia mit seiner Fürsorge, Thomas mit der Auferstehung und Petrus sinkt im Sturm.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Dabei wird deutlich: Zweifel sehen nicht immer gleich aus. Manche sind intellektuell geprägt, andere entstehen mitten im Leid oder in einer tiefen persönlichen Krise. Deshalb gibt es auch keine Patentlösung.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Besonders angesprochen hat mich Rykens seelsorgerlicher Blick auf Menschen, die zweifeln. Natürlich brauchen manche Fragen gute Antworten. Sorgfältige Bibelauslegung und ehrliche Apologetik haben ihren wichtigen Platz. Doch oft brauchen Zweifler zunächst etwas anderes: einen Christen, der zuhört, sie ernst nimmt und nicht vorschnell aufgibt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das erinnert an Judas 22: „Erbarmt euch derer, die zweifeln.“ Gemeinden sollten Orte sein, an denen Fragen ausgesprochen werden dürfen, ohne dass jemand sofort den Eindruck bekommt, sein Glaube werde grundsätzlich infrage gestellt.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Mit Zweifeln zu Gott</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ryken belässt es jedoch nicht dabei, Zweifel zu verstehen. Er zeigt immer wieder den Weg, wie Christen mit ihnen umgehen können.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir Gottes Handeln nicht erkennen, sollen wir wie Elisa beten: „Herr, öffne uns die Augen.“ Wenn wir an Gottes Fürsorge zweifeln, sollen wir mit unseren Fragen nicht von ihm weglaufen, sondern gerade zu ihm kommen. Zweifel werden nicht dadurch überwunden, dass wir sie verdrängen oder endlos um sie kreisen. Sie gehören ins Gebet.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch: Glaube bedeutet nicht, keine Fragen mehr zu haben. Glaube bedeutet, mit unseren Fragen zu Gott zu gehen. Oder, wie Ryken schreibt: „Was immer wir im Dunkeln bezweifeln – wir sollen es im Gebet vor den Herrn bringen.“</p>




<h3 class="wp-block-heading">Warum sich das Buch lohnt</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://amzn.to/3Rhby5B"><em>I Have My Doubts</em></a> (<em>Affiliate-Link</em>) ist ein kurzweiliges, ehrliches und zugleich tiefgründiges Buch. Auf knapp 170 Seiten verbindet Ryken biblische Auslegung, persönliche Erfahrungen und viele gut ausgewählte Zitate anderer Autoren zu einem seelsorgerlich ausgewogenen Ganzen. Besonders gefallen hat mir, wie lebendig er die biblischen Geschichten erzählt und wie verständlich er ihre Bedeutung für unsere eigenen Glaubenskämpfe herausarbeitet.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wer vor allem eine systematische Auseinandersetzung mit philosophischen Einwänden gegen den Glauben sucht, wird hier nicht den Schwerpunkt finden. Rykens Stärke liegt vielmehr darin, Zweifel biblisch und seelsorgerlich einzuordnen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Ich würde das Buch besonders Christen empfehlen, die selbst mit Zweifeln ringen, aber ebenso Pastoren, Ältesten und Mitarbeitern, die solche Menschen begleiten. Es hilft, Zweifel weder zu dramatisieren noch zu bagatellisieren, sondern biblisch einzuordnen und ihnen mit Wahrheit, Geduld und Barmherzigkeit zu begegnen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wir sollten keine Angst vor Zweifeln haben. Aber wir sollten auch nicht bei ihnen stehen bleiben. Zweifel brauchen weder Verherrlichung noch Verdrängung. Sie brauchen Wahrheit, Gebet und Geschwister, die den Glaubensweg gemeinsam weitergehen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Genau darin liegt die Stärke dieses Buches: Es nimmt Zweifel ernst und führt sie zugleich dorthin, wo Glaube wachsen kann – zu Gott selbst.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.</em></p>
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			</item>
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		<title>Gäste aufnehmen statt Gäste unterhalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeinde & Leitung]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Gewohnheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gastfreundschaft beginnt nicht mit dem perfekten Abend, sondern mit einer offenen Tür. Warum gerade das unperfekte, echte Leben Gemeinschaft fördern kann.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fgastfreundschaft-leben%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dgastfreundschaft-leben&amp;action_name=G%C3%A4ste%20aufnehmen%20statt%20G%C3%A4ste%20unterhalten&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/gastfreundschaft-leben/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=gastfreundschaft-leben">Gäste aufnehmen statt Gäste unterhalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Manchmal genügt ein einziger Gedanke aus einem Buch, um eine festgefahrene Denkweise ins Wanken zu bringen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Ein solcher Gedanke aus <em>Kleine Routinen, große Wirkung</em> von Justin Whitmel Earley (siehe <a href="https://jakobhaddick.de/kleine-routinen-grosse-wirkung/">Buchvorstellung</a>) ist mir besonders nachgegangen. Sein Kapitel über Gastfreundschaft erinnert an etwas, das ich im Alltag schnell vergesse: Gastfreundschaft beginnt nicht erst dort, wo alles ordentlich, vorbereitet und vorzeigbar ist.</p>




<h2 class="wp-block-heading">Die Hürde ist oft höher als nötig</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich merke selbst, wie schnell ich denke: Bevor wir jemanden einladen, müsste erst alles passen. Das Wohnzimmer sollte aufgeräumt sein, das Essen gut vorbereitet und die Kinder möglichst entspannt. Schließlich möchte man, dass sich die Gäste wohlfühlen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Vermutlich bin ich damit nicht allein.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wir wollen unser Zuhause öffnen. Gleichzeitig möchten wir aber auch einen guten Eindruck machen. Und genau dadurch wird die Hürde manchmal höher, als sie sein müsste.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Nicht selten führt das dazu, dass wir lieber noch etwas warten. Wenn etwas mehr Ruhe eingekehrt ist. Wenn das Haus ordentlicher aussieht. Wenn wir mehr Zeit für die Vorbereitung haben.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Aber dieser Zeitpunkt kommt erstaunlich selten.</p>




<h2 class="wp-block-heading">Eine hilfreiche Unterscheidung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Earley beschreibt diese Spannung mit einer einfachen, aber hilfreichen Unterscheidung. Er zeigt, dass wir Gastfreundschaft leicht mit Unterhaltung verwechseln.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wer Gäste unterhalten möchte, versucht einen möglichst gelungenen Abend zu gestalten. Das Zuhause soll schön aussehen, das Essen soll besonders sein und alles möglichst reibungslos funktionieren.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist daran nichts falsch. Es ist Ausdruck von Wertschätzung, wenn wir uns Mühe geben. Aber Gastfreundschaft erschöpft sich eben nicht darin.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Earley schreibt:</p>




<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Gastfreundschaft bedeutet einfach, seine Türen zu öffnen.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenig später ergänzt er:</p>




<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Gastfreundschaft bedeutet, jemanden im Durcheinander willkommen zu heißen. Es bedeutet, jemanden in das Chaos einzuladen, denn dort findet das echte Familienleben statt.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sätze entlasten mich.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Echte Gastfreundschaft bedeutet, Menschen an unserem echten Leben teilhaben zu lassen – nicht erst dann, wenn alles fertig, sauber und gut vorbereitet ist.</p>




<h2 class="wp-block-heading">Das echte Leben ist nicht perfekt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist das Essen einfacher als geplant. Vielleicht liegen noch Spielsachen im Wohnzimmer. Vielleicht wird ein Kind während des Essens laut oder jemand verschüttet sein Getränk.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Früher hätte ich wahrscheinlich gedacht: Hoffentlich hinterlässt das keinen schlechten Eindruck.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Heute frage ich mich eher: Warum eigentlich?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Ist es nicht gerade hilfreich, wenn Menschen sehen, dass auch christliche Familien nicht perfekt sind? Dass wir ebenfalls müde sind, Geduld verlieren, nicht immer alles im Griff haben und trotzdem miteinander lachen, beten und Gemeinschaft leben?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Echte Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen keine perfekte Inszenierung erleben, sondern ein ehrliches Zuhause.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gastfreundschaft bedeutet nicht, dass andere sehen, wie gut wir alles im Griff haben. Sie bedeutet, dass wir unser Leben öffnen. Damit prägen wir auch die Kultur unserer Gemeinde (siehe dazu auch meinen <a href="https://jakobhaddick.de/warum-gemeinsames-leben-von-dietrich-bonhoeffer-mich-bis-heute-begleitet/">Artikel über <em>Gemeinsames Leben</em>)</a>. Wer erlebt, dass er im Unfertigen willkommen ist, findet vielleicht selbst leichter den Mut, andere nicht erst dann einzuladen, wenn alles perfekt aussieht.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das Neue Testament ruft Christen auffallend selbstverständlich zur Gastfreundschaft auf (Röm 12,13; 1Petr 4,9). Das überrascht nicht: Gott selbst hat uns durch Jesus aufgenommen, obwohl wir ihm nichts vorweisen konnten. Wer das selbst erlebt hat, darf auch andere mit offenen Türen und offenen Herzen willkommen heißen.</p>




<h2 class="wp-block-heading">Einfach die Tür öffnen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderer Satz aus Earleys Buch ist mir ebenfalls hängen geblieben:</p>




<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Der Wunsch, dass alles perfekt ist, führt oft dazu, dass überhaupt nichts passiert.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, das trifft nicht nur auf Gastfreundschaft zu. Aber gerade dort merken wir es besonders deutlich. Wie schade wäre es, wenn Menschen nie an unserem Esstisch sitzen würden, weil wir auf den perfekten Zeitpunkt warten.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht braucht es gar kein besonderes Menü. Kein makelloses Zuhause. Keine perfekte Familie.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht braucht es einfach Menschen, die bereit sind, ihre Tür zu öffnen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Und vielleicht beginnt Gastfreundschaft genau dort: mit einem freien Stuhl an unserem Tisch.</p>
<img decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fgastfreundschaft-leben%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dgastfreundschaft-leben&amp;action_name=G%C3%A4ste%20aufnehmen%20statt%20G%C3%A4ste%20unterhalten&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/gastfreundschaft-leben/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=gastfreundschaft-leben">Gäste aufnehmen statt Gäste unterhalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Kleine Routinen, große Wirkung – ein Buch über Evangelium und Familienalltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 14:02:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Gewohnheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein hilfreiches Buch für christliche Eltern: Kleine Routinen, große Wirkung zeigt, wie das Evangelium nicht nur Überzeugungen, sondern den normalen Familienalltag prägt.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fkleine-routinen-grosse-wirkung%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dkleine-routinen-grosse-wirkung&amp;action_name=Kleine%20Routinen%2C%20gro%C3%9Fe%20Wirkung%20%E2%80%93%20ein%20Buch%20%C3%BCber%20Evangelium%20und%20Familienalltag&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Viele christliche Eltern wünschen sich, dass der Glaube nicht nur am Sonntag, beim Tischgebet oder in der Familienandacht vorkommt. Sie möchten, dass das Evangelium den ganz normalen Alltag prägt: das Aufstehen am Morgen, gemeinsame Mahlzeiten, den Umgang mit Bildschirmen, Konflikte, Gespräche und die Schlafenszeit.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Genau darum geht es in <a href="https://amzn.to/449ujel"><em>Kleine Routinen, große Wirkung</em></a> (<em>Affiliate-Link</em>) von Justin Whitmel Earley.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Ich habe das Buch bereits 2023 im englischen Original (<em>Habits of the Household</em>) gelesen. Damals befand sich mein Blog gerade in einer Pause, vermutlich habe ich deshalb nie darüber geschrieben. Umso mehr freue ich mich, dass es nun endlich auf Deutsch erschienen ist.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Earley ist Jurist, Unternehmer, ehemaliger China-Missionar, Ehemann und Vater von vier Söhnen. Er schreibt nicht als Familienexperte aus sicherer Distanz, sondern als jemand, der die Herausforderungen des Familienalltags selbst erlebt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Schon in seinem früheren Buch <em>The Common Rule</em> hat Earley darüber geschrieben, wie stark Gewohnheiten unser Leben prägen. Ich habe damals u. a. über <a href="https://jakobhaddick.de/drei-hilfreiche-gewohnheiten-fur-den-umgang-mit-deinem-smartphone/">3 hilfreiche Gewohnheiten für den Umgang mit dem Smartphone</a> geschrieben. In <em>Kleine Routinen, große Wirkung</em> wendet er diesen Gedanken nun konsequent auf den Familienalltag an.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Das Herz folgt der Routine</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Grundgedanke des Buches ist einfach und zugleich tiefgehend:</p>




<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Gewohnheiten sind nicht nur neurologisch prägend. Gewohnheiten sind auch geistlich prägend. Wenn unsere Gedanken in die eine Richtung gehen und unsere Gewohnheiten in die andere, welchen von beiden folgt dann wohl unser Herz? Das Herz folgt immer der Gewohnheit.“ (S. 24)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Viele christliche Eltern wissen sehr genau, was ihnen wichtig ist. Sie möchten ihren Kindern Gottes Liebe vorleben, über den Glauben sprechen und Christus in den Mittelpunkt stellen. Gleichzeitig erleben sie, wie leicht der Alltag von Hektik, Ablenkung und Reizüberflutung bestimmt wird.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Genau hier setzt Earley an. Er erinnert daran, dass Routinen niemals neutral sind. Sie prägen, was wir lieben, worauf wir achten und was in einer Familie als normal gilt. Familien werden nicht nur durch ihre erklärten Überzeugungen geformt, sondern auch durch die wiederkehrenden Gewohnheiten ihres Alltags.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Deshalb schreibt er:</p>




<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Wir können unsere Berufung, Gott und den Nächsten zu lieben, nicht erfüllen, ohne unsere Gewohnheiten einer Prüfung zu unterziehen.“ (S. 31)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist eine unbequeme, aber hilfreiche Beobachtung. Geistliche Prägung geschieht nicht nur in den großen Momenten. Sie geschieht auch dann, wenn Kinder morgens aufwachen, wenn das Smartphone griffbereit liegt, wenn am Tisch geredet oder geschwiegen wird und wenn der Tag zu Ende geht.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Warum dieses Buch so hilfreich ist</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die große Stärke des Buches liegt darin, dass Earley drei Dinge zusammenbringt, die man selten in dieser Kombination findet.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Erstens ist das Buch konsequent evangeliumszentriert. Es geht nicht darum, als Familie perfekte Abläufe zu etablieren oder geistliche Leistungen zu erbringen. Immer wieder erinnert Earley daran, dass Gottes Liebe nicht das Ergebnis gelungener Familienroutinen ist. Vielmehr sollen unsere Routinen eine Antwort auf Gottes Gnade sein.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das ist wichtig. Denn kaum ein Bereich eignet sich so gut für Schuldgefühle wie christliches Familienleben. Earley baut keinen zusätzlichen Druck auf, sondern fragt: Welche kleinen Gewohnheiten können uns helfen, im Alltag aus dem Evangelium zu leben?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Zweitens schreibt Earley bemerkenswert ehrlich. Er erzählt von chaotischen Abenden, eigener Ungeduld und Situationen, in denen er erschrocken feststellt, was in seiner Familie zur Normalität geworden ist. Dadurch wirkt das Buch nicht wie ein Familienratgeber aus sicherer Distanz, sondern wie die Erfahrungen eines Vaters, der selbst lernen musste und weiter lernt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Drittens ist das Buch außergewöhnlich praktisch. Earley bleibt nicht bei allgemeinen Prinzipien stehen, sondern zeigt anhand vieler Beispiele, wie kleine Gewohnheiten den Alltag prägen können. Er schreibt über Themen wie Bibel vor Smartphone, gemeinsame Mahlzeiten, Familienandachten, Bildschirmzeiten oder Segensrituale vor dem Schlafengehen. Jedes Kapitel endet mit konkreten Ideen zur Umsetzung.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gerade die Schlafenszeit ist ein gutes Beispiel dafür. Viele Eltern kennen diesen Moment, in dem alle müde sind und die Geduld langsam aufgebraucht ist. Earley zeigt, dass gerade solche Übergänge geistlich bedeutsam sein können. Wer mit Kindern betet, sie segnet oder ihnen noch einmal Gottes Wahrheit zuspricht, tut nichts Spektakuläres. Aber er prägt (siehe auch meine früheren Gedanken zu <a href="https://jakobhaddick.de/4-prinzipien-fur-das-gebet-mit-kindern/">4 Prinzipien für das Gebet mit Kindern</a>).</p>




<p class="wp-block-paragraph">Dabei entsteht nie der Eindruck, man müsse alles übernehmen. Im Gegenteil: Das Buch regt dazu an, den eigenen Familienalltag ehrlich zu betrachten und bewusst die Routinen auszuwählen, die zur jeweiligen Lebenssituation passen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Ein wichtiger Hinweis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade weil das Buch so praktisch ist, sollte man es nicht falsch lesen. Routinen sind kein geistlicher Leistungsnachweis. Sie machen eine Familie nicht frommer, liebenswerter oder vor Gott annehmbarer.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Christliche Familien brauchen keine perfekten Abläufe, sondern Gottes Gnade. Gute Gewohnheiten sind deshalb nicht die Grundlage unseres Familienlebens, sondern eine mögliche Frucht des Evangeliums. Sie helfen uns, das sichtbar zu machen, was wir glauben: dass Christus auch den gewöhnlichen Alltag prägen will.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Darum sollte man das Buch nicht mit der Frage lesen: Was müssen wir ab morgen alles anders machen? Hilfreicher ist eine andere Frage: Welche eine kleine Gewohnheit wäre für unsere Familie gerade der nächste treue Schritt?</p>




<h3 class="wp-block-heading">Am besten gemeinsam lesen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch will seinen größten Nutzen nicht beim Lesen entfalten, sondern danach.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Am besten liest man es als Ehepaar oder tauscht sich mit anderen Eltern darüber aus. Viele der vorgeschlagenen Gewohnheiten wirken unbedeutend. Ihre Kraft entfalten sie aber dann, wenn man bisherige Routinen reflektiert, eigene Schwächen eingesteht, füreinander betet und konkrete Schritte festlegt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Denn die entscheidende Frage lautet nicht: „Welche Idee finde ich interessant?“</p>




<p class="wp-block-paragraph">Die entscheidende Frage lautet: „Welche kleine Gewohnheit möchten wir tatsächlich verändern?“</p>




<h3 class="wp-block-heading">Mein Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://amzn.to/449ujel"><em>Kleine Routinen, große Wirkung</em></a> (<em>Affiliate-Link</em>) gehört für mich zu den stärksten Büchern über christliches Familienleben, die es aktuell gibt. Ich kenne kaum ein anderes Buch, das Evangelium und Praxis hier so überzeugend zusammenbringt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Es verbindet eine klare biblische Grundlage mit großer Alltagsrelevanz. Es macht Mut, ohne Druck aufzubauen. Es fordert heraus, ohne zu überfordern. Und es erinnert daran, dass geistliche Prägung meist nicht in den außergewöhnlichen Momenten geschieht, sondern mitten im Alltag.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gerade Eltern mit jüngeren Kindern möchte ich das Buch sehr empfehlen. Wer darüber nachdenken möchte, wie das Evangelium nicht nur die Überzeugungen seiner Familie, sondern ihren ganz normalen Alltag prägen kann, wird von diesem Buch sehr profitieren. Nicht, weil es perfekte Familien hervorbringt, sondern weil es hilft, den gewöhnlichen Alltag als den Ort ernst zu nehmen, an dem Christus uns und unsere Kinder prägen will.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Wer lieber den christlichen Buchhandel statt den größten Versandhändler unterstützen möchte, kann das Buch natürlich auch <a href="https://verbum-medien.de/products/kleine-routinen-grosse-wirkung">direkt über den Verbum Verlag bestellen</a>.</em></p>
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		<title>Wenn das Messbare wichtiger wird als das Wesentliche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeinde & Leitung]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Leiterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zahlen, Berichte und Organisation sind wichtig. Aber sie sind nicht das Herz der Gemeinde. Eugene Petersons frühe Jahre als Pastor erinnern daran, worauf geistliche Leitung wirklich ausgerichtet sein muss.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fwenn-das-messbare-wichtiger-wird%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dwenn-das-messbare-wichtiger-wird&amp;action_name=Wenn%20das%20Messbare%20wichtiger%20wird%20als%20das%20Wesentliche&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Geistliche Leiter müssen vieles im Blick behalten: Zahlen, Termine, Finanzen, Strukturen, Programme und Verantwortlichkeiten. All das ist wichtig. Aber gerade weil es wichtig ist, kann es leicht zu wichtig werden.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Zurzeit lese ich <em><a href="https://amzn.to/4usci5D">A Burning in My Bones</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>), die autorisierte Biographie über Eugene Peterson von Winn Collier. Peterson wurde später vor allem als Autor der Bibelübersetzung <em>The Message</em> und seines Buches <em>A Long Obedience in the Same Direction</em> bekannt. Besonders spannend finde ich die Einblicke in seine frühen Jahre als Pastor.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Eine Episode aus seinen ersten Dienstjahren ist mir besonders hängen geblieben. Sie handelt von einem dicken Ordner voller Strategien und von Berichten, die offenbar niemand gelesen hat. Auf den ersten Blick sind das nur zwei kuriose Geschichten. Tatsächlich beschreiben sie aber eine Gefahr, die bis heute vertraut ist.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Die Verheißung des Ordners</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als Peterson mit einer Gemeindegründung begann, erhielt er von seiner kirchlichen Bereichsleitung einen umfangreichen Ordner. Darin fand sich alles, was man für den Aufbau einer Gemeinde zu brauchen schien: Wie man Ausschüsse organisiert, einen Kalender erstellt, ein Budget verwaltet oder evangelistische Strategien umsetzt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Collier beschreibt die „Verheißung des Ordners“ sinngemäß so: Für jedes Problem gibt es irgendwo im Register die passende Anleitung.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist daran nicht alles falsch, denn Gemeinde braucht Organisation. Termine müssen geplant, Finanzen geordnet und Verantwortlichkeiten geklärt werden. Wer das gering schätzt, wird einer Gemeinde nicht gut dienen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Und doch spürte Peterson, dass etwas Grundlegendes nicht stimmte. Gott spielte in diesem Ordner kaum eine Rolle. Nicht das Kreuz. Nicht die Auferstehung. Nicht das lebendige Wirken des Heiligen Geistes. Gemeinde erschien vor allem als organisatorische Aufgabe, die mit den richtigen Methoden zu bewältigen sei.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Als niemand die Berichte las</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Noch deutlicher wird diese Spannung bei den monatlichen Berichten, die Peterson schreiben musste.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Die erste Seite fragte nach Besucherzahlen, Finanzen, Gebäudefragen und Ausschüssen. Die folgenden Seiten boten Raum für Fragen nach seinem Dienst, seinen Kämpfen und danach, was Gott in der Gemeinde tat.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Monat für Monat füllte Peterson diese Berichte aus. Monat für Monat erhielt er keine Rückmeldung. Schließlich begann er zu experimentieren. Er schrieb immer absurdere Geschichten in seine Berichte: persönliche Krisen, moralische Zusammenbrüche und groteske Vorfälle im Gemeindeleben.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Nichts geschah.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Niemand meldete sich. Niemand fragte nach. Offenbar las niemand über die erste Seite hinaus, auf der die Statistiken erfasst wurden.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Die Verantwortlichen interessierten sich für seine Arbeit, aber kaum für ihn als Hirten.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Das eigentliche Problem</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Episode spielt in den 1960er Jahren, doch die dahinterliegende Versuchung ist zeitlos.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wir stehen alle in der Gefahr, geistlichen Erfolg vor allem an dem zu messen, was sich zählen und auswerten lässt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Besucherzahlen, Finanzen, Strukturen, Programme, Dienstpläne und Strategien sind nicht unwichtig. Aber sie sind nicht das Herz der Gemeinde.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das Herz der Gemeinde ist Christus selbst. Sein Evangelium. Sein Wort. Sein Geist. Und die Menschen, die er durch all das formt, tröstet, überführt, trägt und verändert.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Der Ordner und die Berichte erzählen letztlich dieselbe Geschichte. Der Ordner vermittelte den Eindruck, dass Gemeinde mit den richtigen Methoden aufgebaut werden könne. Die Berichte zeigten, wohin diese Denkweise führen kann: Man misst, was leicht messbar ist, und verliert dabei leicht aus dem Blick, was wirklich zählt. Genau an dieser Stelle können <a href="https://jakobhaddick.de/wenn-mittel-zum-zweck-werden/">gute Mittel unbemerkt zum Zweck werden</a>.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Eine kleine Karteikarte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb ist Petersons eigene Praxis so bemerkenswert.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Während die Kirchenleitung nach Zahlen und Berichten fragte, schrieb Peterson jede Woche drei Namen auf eine kleine Karteikarte. Diese stellte er auf seinen Schreibtisch. Für diese Menschen betete er. Ihre Geschichten wollte er kennenlernen. Ihnen wollte er als Hirte dienen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Diese Karteikarte ist kein romantischer Gegenentwurf zu guter Leitung. Sie erinnert vielmehr daran, <a href="https://jakobhaddick.de/was-ist-geistliche-leitung/">wozu Leitung eigentlich dient</a>.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Organisation soll der Gemeinde helfen, geistlich zu leben. Sie darf aber nie zum Ersatz für geistliches Leben werden.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wir brauchen deshalb beides: gute „Ordner“ und kleine Gebetskarten. Klare Strukturen und ein echtes Hirtenherz. Verantwortliche Planung und das tiefe Bewusstsein, dass Gemeinde nicht durch Methoden entsteht, sondern durch Gottes Wirken.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Die Frage ist deshalb nicht, ob wir planen, zählen und organisieren dürfen. Entscheidend ist, welche Rolle diese Dinge einnehmen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gemeinde braucht gute Organisation. Aber davon lebt sie nicht. Sie lebt von Christus.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Erinnerungen für geistliche Leiter: Wir dürfen das Messbare ernst nehmen. Aber wir dürfen es niemals mit dem Wesentlichen verwechseln.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.</em></p>
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		<title>Apokalyptische Literatur verstehen lernen – Richard Taylors hilfreiche Einführung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Daniel, Joel, Hesekiel oder Sacharja gehören zu den schwierigsten Büchern der Bibel. Richard Taylor zeigt, wie apokalyptische Literatur verstanden und ausgelegt werden kann – gründlich, nüchtern und praxisnah.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fapokalyptische-literatur-verstehen-lernen%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dapokalyptische-literatur-verstehen-lernen&amp;action_name=Apokalyptische%20Literatur%20verstehen%20lernen%20%E2%80%93%20Richard%20Taylors%20hilfreiche%20Einf%C3%BChrung&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/apokalyptische-literatur-verstehen-lernen/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=apokalyptische-literatur-verstehen-lernen">Apokalyptische Literatur verstehen lernen – Richard Taylors hilfreiche Einführung</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Apokalyptische Texte gehören vermutlich zu den Bibeltexten, an die sich viele Prediger nur ungern heranwagen. Daniel, Hesekiel, Sacharja, Joel oder die Offenbarung faszinieren zwar. Gleichzeitig wirken ihre Bilder, Visionen und Symbole oft fremd. Was macht man mit Tieren, Hörnern, himmlischen Boten, kosmischen Zeichen und endzeitlichen Gerichtsbildern?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Genau hier setzt Richard A. Taylors Buch <em><a href="https://amzn.to/49BXbyV">Interpreting Apocalyptic Literature</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) an. Es gehört zur Reihe Handbooks for Old Testament Exegesis und beschäftigt sich vor allem mit apokalyptischer Literatur im Alten Testament. Ich hatte den Band bereits in meinem <a href="https://jakobhaddick.de/der-untergang-des-dispensationalismus/">Beitrag zum Dispensationalismus</a> erwähnt und ihn auch in meiner <a href="https://jakobhaddick.de/zwolf-bucher-auf-die-ich-mich-2026-freue/">Leseliste für 2026</a> genannt. Inzwischen habe ich ihn gelesen – und kann sagen: Die Lektüre hat sich gelohnt.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Warum apokalyptische Texte so herausfordernd sind</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Apokalyptische Literatur wird leicht missverstanden. Die eine Gefahr besteht darin, jedes Bild möglichst direkt und wörtlich auf heutige Ereignisse zu übertragen. Dann werden Hörner, Tiere und Himmelszeichen vorschnell mit aktuellen politischen Entwicklungen identifiziert. Die andere Gefahr besteht darin, die Bilder so frei zu deuten, dass der Text selbst kaum noch eine korrigierende Rolle spielt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Beides hilft nicht weiter. Apokalyptische Texte sind keine verschlüsselten Nachrichten für Spekulationen über aktuelle Schlagzeilen. Sie sind aber auch keine frommen Fantasiebilder ohne klare Botschaft. Sie gehören zu einer bestimmten Literaturgattung. Und wie bei jeder Literaturgattung muss man lernen, wie solche Texte gelesen werden wollen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Taylor versteht unter einer Apokalypse eine Offenbarung, die einem Menschen durch einen himmlischen Boten vermittelt wird. Sie eröffnet den Blick auf Gottes unsichtbare Wirklichkeit und auf sein zukünftiges Handeln. Ziel solcher Texte ist es, die Gegenwart aus Gottes Perspektive zu deuten und dadurch Denken und Verhalten der Leser zu prägen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist dabei: Taylor unterscheidet zwischen einer „Apokalypse“ im engeren Sinn und „apokalyptischer Literatur“ im weiteren Sinn. Im Alten Testament erfüllt vor allem die zweite Hälfte des Danielbuches die engeren Kriterien einer Apokalypse. Daneben gibt es aber viele Texte, die apokalyptische Elemente aufnehmen, etwa in Jesaja, Hesekiel, Joel, Sacharja und weiteren alttestamentlichen Büchern.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Historischer Kontext schützt vor Spekulation</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der Stärken des Buches liegt darin, dass Taylor immer wieder zur nüchternen Textarbeit zurückführt. Apokalyptische Texte müssen in ihrem historischen und literarischen Kontext gelesen werden. Wer das überspringt, wird schnell entweder zu fantasievoll oder zu oberflächlich.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehört auch ein gewisser Blick auf außerbiblische apokalyptische Texte, besonders aus der Zeit zwischen Altem und Neuem Testament. Taylor überfordert den Leser damit nicht. Aber er zeigt, dass die biblischen Texte nicht in einem luftleeren Raum stehen. Wer weiß, wie solche Texte grundsätzlich funktionieren, versteht besser, warum sie so bildreich sprechen und wie ihre Bilder wirken.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet nicht, dass man sich intensiv in außerbiblische Apokalypsen einarbeiten muss, um Daniel oder Joel predigen zu können. Aber man sollte wissen: Apokalyptische Texte sprechen oft in festen Bildern und Symbolen. Ihr Ziel ist nicht, Neugier zu befriedigen, sondern Hoffnung, Treue und Gottesfurcht zu stärken.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Ein Arbeitsbuch für Prediger und Ausleger</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Band ist kein Andachtsbuch. Er richtet sich vor allem an Theologen, Theologiestudenten und Pastoren, die gründlich mit biblischen Texten arbeiten wollen. Grundkenntnisse in Hebräisch und Aramäisch sind hilfreich, weil Taylor immer wieder deutlich macht, wie wichtig die Arbeit am Grundtext ist.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem habe ich selbst ohne Hebräisch- und Aramäischkenntnisse sehr von dem Buch profitiert. Manche Abschnitte sind anspruchsvoller. Man kann sie bei Bedarf langsamer lesen oder auch einmal überspringen. Der Gewinn liegt nicht nur in sprachlichen Detailfragen, sondern vor allem darin, dass Taylor zeigt, wie man schwierige Texte verantwortungsvoll auslegt. Welche Fragen muss ich stellen? Was darf ich aus einem Bild ableiten – und was nicht?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Besonders hilfreich sind die beiden Beispielauslegungen am Ende des Buches. Taylor zeigt dies anhand von Daniel 8 und Joel 2 (in deutschsprachigen Bibeln Joel 3). An diesen Beispielen wird konkret sichtbar, wie seine Auslegungsschritte praktisch funktionieren. Der Leser bekommt nicht nur Prinzipien, sondern sieht sie in der Anwendung.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Warum das (auch) für Dispensationalisten wichtig ist</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mich hat das Buch auch deshalb interessiert, weil ich mich selbst zumindest teilweise in der dispensationalistischen Tradition verorte und mich in den letzten Jahren immer wieder mit ihr beschäftigt habe. In populär-dispensationalistischen Kreisen gab und gibt es gelegentlich die Tendenz, prophetische und apokalyptische Texte vorschnell mit aktuellen Ereignissen zu verbinden. Das beschreibt den Dispensationalismus nicht insgesamt. Es ist aber eine reale Gefahr, vor der immer wieder gewarnt werden muss.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Taylor zeigt, dass ein dispensationalistischer Hintergrund und ein sorgfältiger Umgang mit apokalyptischer Literatur kein Widerspruch sein müssen. Er lehrt am Dallas Theological Seminary, schreibt jedoch gerade nicht spekulativ oder sensationsorientiert. Im Gegenteil: Sein Buch ermutigt zu sorgfältiger Exegese, genauer Kontextarbeit und einem sensiblen Umgang mit literarischen Formen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das ist wohltuend. Wer an der Zuverlässigkeit der Bibel festhält, muss nicht jedes Bild platt wörtlich verstehen. Bildhafte Sprache ist nicht weniger wahr, nur weil sie bildhaft ist. Entscheidend ist nicht, ob ein Text möglichst wörtlich im modernen Sinn gelesen wird, sondern ob er entsprechend seiner literarischen Gestalt ernst genommen wird.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Mut zur Auslegung schwieriger Texte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist <em>Interpreting Apocalyptic Literature</em> vor allem ein ermutigendes Buch. Es nimmt schwierige Texte ernst, ohne sie unnötig geheimnisvoll zu machen. Es zeigt: Apokalyptische Literatur ist anspruchsvoll, aber nicht unzugänglich. Sie braucht Geduld, Demut und sorgfältige Auslegung.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gerade Prediger sollten solche Texte nicht meiden. Die Gemeinde braucht nicht nur die leicht zugänglichen Abschnitte der Bibel. Sie braucht auch die großen Bilder von Gottes Herrschaft, Gericht, Rettung und kommender Vollendung. Apokalyptische Texte helfen uns, die sichtbare Welt nicht für die ganze Wirklichkeit zu halten. Sie erinnern daran, dass Gott regiert, auch wenn die Gegenwart verwirrend, bedrohlich oder dunkel erscheint.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Darum ist Taylors Buch eine wertvolle Hilfe. Es bietet keine schnellen Antworten und keine Endzeitfahrpläne. Aber es gibt Werkzeuge an die Hand, um apokalyptische Texte verantwortungsvoll auszulegen und zu predigen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://amzn.to/49BXbyV">Interpreting Apocalyptic Literature</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) ist eine gründliche, nüchterne und hilfreiche Einführung in die Auslegung alttestamentlicher apokalyptischer Literatur. Der Band ist besonders für Pastoren, Prediger, Theologiestudenten und gründlich interessierte Bibelleser geeignet. Wer keine Kenntnisse der alttestamentlichen Sprachen hat, wird nicht jeden Abschnitt gleich intensiv nutzen können, kann aber dennoch stark profitieren.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das Buch macht Mut, schwierige Texte nicht zu umgehen. Gerade weil apokalyptische Literatur so leicht missverstanden wird, brauchen wir eine Auslegung, die historischen Kontext, literarische Form und theologische Botschaft ernst nimmt. Taylor hilft genau dabei.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.</em></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fapokalyptische-literatur-verstehen-lernen%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dapokalyptische-literatur-verstehen-lernen&amp;action_name=Apokalyptische%20Literatur%20verstehen%20lernen%20%E2%80%93%20Richard%20Taylors%20hilfreiche%20Einf%C3%BChrung&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/apokalyptische-literatur-verstehen-lernen/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=apokalyptische-literatur-verstehen-lernen">Apokalyptische Literatur verstehen lernen – Richard Taylors hilfreiche Einführung</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Leiten, wenn man nicht verantwortlich ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Leiterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie übernimmt man Verantwortung, wenn man nicht die letzte Entscheidungsgewalt hat? Clay Scroggins zeigt praxisnah, wie Leitung durch Einfluss entsteht – nicht zuerst durch Positionen.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fleiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dleiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist&amp;action_name=Leiten%2C%20wenn%20man%20nicht%20verantwortlich%20ist&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/leiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=leiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist">Leiten, wenn man nicht verantwortlich ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://amzn.to/4uu6dX2">How to Lead When You’re Not in Charge</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) von Clay Scroggins gehört für mich seit Jahren zu den hilfreichsten Büchern über Leiterschaft. Es macht deutlich: Leitung beginnt nicht erst bei einer offiziellen Position.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Scroggins schreibt über Menschen, die Verantwortung übernehmen möchten, ohne selbst die letzte Entscheidungsgewalt zu haben. Es geht also weniger um Leitung durch Autorität als um Leitung durch Einfluss.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Leitung beginnt nicht erst mit einer Position</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen verbinden Leitung vor allem mit einer bestimmten Rolle. Wer offiziell verantwortlich ist, leitet. Wer keine Position hat, arbeitet zu. Scroggins stellt diese Denkweise infrage.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gibt es Entscheidungen, die nur Leiter treffen können. Autorität ist nichts Negatives. Aber echte Leitung erschöpft sich nicht in Entscheidungsgewalt. Menschen können eine Position haben und trotzdem kaum Einfluss ausüben. Andere prägen ihr Umfeld stark, obwohl sie keine besondere Stellung innehaben.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das Buch fordert dazu heraus, nicht zuerst auf fehlende Möglichkeiten zu schauen, sondern auf die Verantwortung, die man bereits heute übernehmen kann. Gerade in Gemeinden ist das wichtig. Viele Mitarbeiter prägen eine Gemeinde erheblich, ohne offiziell eingesetzte Leiter zu sein – durch ihre Haltung, ihre Verlässlichkeit und ihre Bereitschaft zu dienen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Führe dich selbst</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kern des Buches liegt im zweiten Teil. Scroggins beschreibt dort vier Verhaltensweisen, die Menschen helfen, Verantwortung zu übernehmen und Einfluss auszuüben. Die erste lautet: Führe dich selbst.</p>




<p class="wp-block-paragraph">In der Bibel wird die Wichtigkeit immer wieder deutlich. So fordert Paulus seinen Mitarbeiter Timotheus und auch die Ältesten in Ephesus dazu auf, zuerst auf sich selbst zu achten (1Tim 4,16; Apg 20,28). Selbstleitung meint Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, in allen Bereichen. Wer sich selbst nicht führen kann, wird auf Dauer auch andere nicht gesund führen können.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Praktisch wird das dort, wo man ehrlich auf das eigene Leben schaut: Wie gehe ich mit meiner Zeit um? Wo brauche ich Korrektur? Welche Gewohnheiten helfen mir geistlich – und welche schaden mir? Scroggins betont außerdem, wie wichtig Rückmeldungen anderer Menschen sind. Gute Leiter lernen, nicht nur andere zu beurteilen, sondern auch selbst korrigierbar zu bleiben.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Entscheide dich für eine positive Grundeinstellung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Verhaltensweise beschreibt Scroggins als bewusste Entscheidung für eine positive Grundhaltung. Damit ist keine oberflächliche Fröhlichkeit gemeint. Probleme sollen nicht verdrängt oder schöngeredet werden.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Menschen ohne letzte Entscheidungsgewalt erleben zwangsläufig Situationen, die frustrieren können: Ideen werden nicht aufgegriffen, Entscheidungen anders getroffen als erhofft oder man fühlt sich übergangen. In solchen Situationen zeigt sich, ob jemand wirklich reif führt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wer innerlich bitter wird, verliert meist auch seinen positiven Einfluss auf andere. Wer dagegen konstruktiv bleibt, obwohl nicht alles nach den eigenen Vorstellungen läuft, prägt sein Umfeld oft stärker, als ihm selbst bewusst ist. Praktisch bedeutet das: nicht ständig über Leiter oder Strukturen zu klagen, sondern bewusst nach Wegen zu suchen, wie man hilfreich handeln kann. Paulus war darin ein starkes Vorbild. Selbst in schwierigen Umständen blieb sein Blick auf Gottes Wirken gerichtet (Phil 1,12-18).</p>




<h3 class="wp-block-heading">Denke kritisch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hilfreich finde ich Scroggins’ Unterscheidung zwischen „kritisch denken“ und „kritisch sein“. Gemeinden brauchen Menschen, die mitdenken, Probleme erkennen und Verbesserungspotential sehen. Wer nie kritisch denkt, wird kaum helfen, Dinge weiterzuentwickeln.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Aber kritisch zu denken ist etwas anderes als eine kritische Grundhaltung zu pflegen. Kritische Menschen bewerten vor allem andere. Menschen, die kritisch denken, suchen nach Lösungen und überlegen, wie Dinge besser werden können.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Praktisch heißt das zum Beispiel: nicht nur Probleme benennen, sondern konkrete Lösungsvorschläge mitbringen. Oder nicht nur bewerten, sondern bereit sein mitzuhelfen. Scroggins formuliert zugespitzt: Gib Menschen keine „Note“, sondern eine „helfende Hand“.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Lass Passivität keine Option sein</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die vielleicht wichtigste Aussage des Buches lautet: Passivität darf keine Option sein. Wer nicht verantwortlich ist, kann sich leicht zurückziehen. Man wartet ab, beobachtet oder sagt innerlich: „Dafür bin ich nicht zuständig.“ Genau dieser Haltung widerspricht Scroggins deutlich. Er ermutigt dazu, Probleme nicht nur wahrzunehmen, sondern Verantwortung dafür zu übernehmen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Räume den „Schrank“ auf, um den sich sonst niemand kümmert – im wörtlichen oder übertragenen Sinn. Bereite Besprechungen gut vor. Denke Ideen weiter. Suche nach Lösungen. Nicht, um Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern weil Leitung mit Verantwortung beginnt. Gerade Gemeindearbeit lebt stark von solchen Menschen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Hilfreich finde ich dabei auch Scroggins’ Hinweis, Denkzeiten einzuplanen. Wer nur von Aufgabe zu Aufgabe hetzt, reagiert oft nur noch. Leiter brauchen Zeiten, um Dinge bewusst zu durchdenken, Probleme vorzubereiten und Lösungen zu entwickeln. Das wirkt unscheinbar, prägt aber oft stärker als spontane Aktivität.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Für wen ist das Buch hilfreich?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch richtet sich besonders an aktive Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen möchten, ohne bereits eine hohe Leitungsposition zu haben. Deshalb eignet es sich gut für Jugendleiter oder Bereichsleiter.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig profitieren auch erfahrene Leiter davon. Denn die Grundfragen bleiben dieselben: Führe ich mich selbst gut? Wie gehe ich mit Frustration um? Denke ich konstruktiv? Werde ich passiv, wenn Dinge nicht nach meinen Vorstellungen laufen?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wer tiefer in aktuelle Fragen verantwortlicher Leitung einsteigen möchte, für den könnte auch Scroggins’ späteres Buch <em>The Aspiring Leader’s Guide to the Future</em> interessant sein, das ich <a href="https://jakobhaddick.de/the-aspiring-leaders-guide-to-the-future/">vor einiger Zeit ebenfalls vorgestellt</a> habe.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://amzn.to/4uu6dX2">How to Lead When You’re Not in Charge</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) gehört für mich weiterhin zu den besten Büchern über Leitung durch Einfluss. Es hilft dabei, Verantwortung nicht an Positionen zu knüpfen, sondern an Charakter, Haltung und Dienstbereitschaft.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gemeinden brauchen solche Menschen: Mitarbeiter, die nicht passiv warten, sondern treu Verantwortung übernehmen – auch ohne Titel oder besondere Sichtbarkeit. Genau das macht dieses Buch so wertvoll.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fleiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dleiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist&amp;action_name=Leiten%2C%20wenn%20man%20nicht%20verantwortlich%20ist&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/leiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=leiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist">Leiten, wenn man nicht verantwortlich ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Fantasy und Spiritualität – wenn Sehnsucht in die Irre führt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fantasy-Geschichten können Sehnsucht nach Wahrheit, Hoffnung und Erlösung wecken. Aber dieselbe Sehnsucht kann Menschen auch in falsche Spiritualität führen.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffantasy-und-spiritualitat-wenn-sehnsucht-in-die-irre-fuhrt%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dfantasy-und-spiritualitat-wenn-sehnsucht-in-die-irre-fuhrt&amp;action_name=Fantasy%20und%20Spiritualit%C3%A4t%20%E2%80%93%20wenn%20Sehnsucht%20in%20die%20Irre%20f%C3%BChrt&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/fantasy-und-spiritualitat-wenn-sehnsucht-in-die-irre-fuhrt/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=fantasy-und-spiritualitat-wenn-sehnsucht-in-die-irre-fuhrt">Fantasy und Spiritualität – wenn Sehnsucht in die Irre führt</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Hannah Murray, bekannt aus der Serie <em>Game of Thrones</em> (die ich insbesondere wegen ihrer expliziten sexuellen Inhalte ausdrücklich NICHT empfehle), hat <a href="https://www.theguardian.com/film/2026/may/23/hannah-murray-interview-wellness-cult-sectioned">im Guardian</a> von ihrem Weg in eine spirituelle Gruppe, einer schweren Psychose und ihrer späteren Diagnose einer bipolaren Störung erzählt. Dabei beschreibt sie sich selbst als Teil der „Harry-Potter-Generation“. Als Kind habe sie sich gewünscht, dass es hinter unserer sichtbaren Welt wirklich eine verborgene magische Wirklichkeit gebe. Später, während ihrer Psychose, hätten sich solche Vorstellungen mit dem Gedanken verbunden, eine besondere Bestimmung zu haben und die Welt retten zu müssen. Zugleich sagt sie ausdrücklich, dass diese Geschichten deshalb nicht einfach schlecht seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Murrays Geschichte ist deshalb keine einfache Warnung vor Fantasy oder Magie. Sie zeigt vielmehr, wie eng Fantasy und Spiritualität für manche Menschen miteinander verbunden sein können. Der Guardian-Artikel beschreibt vielmehr ein Zusammenspiel aus Verletzlichkeit, Einsamkeit, Schauspielwelt, Selbsthilfe-Kultur, spirituellen Versprechen und psychischer Erkrankung. Gerade diese Mischung macht den Bericht so ernst. Fantasy war nicht die Ursache. Aber bestimmte Motive aus solchen Geschichten konnten bei ihr offenbar eine Sehnsucht verstärken, die später in eine gefährliche Richtung gelenkt wurde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fantasy ist nicht das Problem</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich liebe gute Geschichten. In meinem <a href="https://jakobhaddick.de/warum-ich-die-wingfeather-saga-liebe/">Artikel über die Wingfeather Saga</a> habe ich beispielsweise geschrieben, warum mich Andrew Petersons Fantasy-Welt begeistert (ich lese den ersten Band gerade zusammen mit meinen großen Jungs, wir sind fast durch). Dort dienen die fantastischen Elemente nicht der Verführung ins Esoterische, sondern sie bringen tiefere Wahrheiten ans Licht: Hoffnung, Erlösung, Mut, Treue und das Ringen zwischen Gut und Böse. Ich bin ebenso ein großer Fan von Narnia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr empfehlen kann ich vor diesem Hintergrund <a href="https://amzn.to/4e1Ff39"><em>Echoes of Eden</em> von Jerram Barrs</a> (<em>Affiliate-Link</em>). Barrs zeigt, dass Literatur und Kunst aus christlicher Sicht nicht zuerst verdächtig sind. Gute Geschichten können Spuren von Wahrheit, Schönheit und Güte enthalten. Sie können Sehnsucht nach Erlösung wecken und helfen, das Gute neu zu lieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So beschreibt auch <a href="https://jotamverlag.de/blogs/jotam-blog/eine-notiz-an-die-eltern-zur-wingfeather-saga">Andrew Peterson in seiner „Notiz an die Eltern“</a> zur Wingfeather Saga, dass er die Fantasie seiner Leser mit Wahrheit, Schönheit und Güte befeuern möchte. Zugleich nimmt er die Macht von Geschichten ernst: Sie prägen unser Denken, unsere Sehnsucht und unser Bild von Gut und Böse.<br></p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Sehnsucht kann kippen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Warum faszinieren uns magische Welten überhaupt? Vermutlich, weil sie an eine tiefe menschliche Sehnsucht rühren: Die Welt soll mehr sein als das, was man sieht. Wir wünschen uns Bedeutung, Schönheit, Rettung und eine Geschichte, in der das Gute am Ende stärker ist als das Böse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sehnsucht ist nicht falsch. Aber sie kann in die Irre gehen. Problematisch wird es dort, wo die Sehnsucht nach einer größeren Wirklichkeit nicht mehr in Geschichten bleibt, sondern in reale spirituelle Praktiken übergeht. Genau das zeigt Murrays Geschichte. Die Gruppe, in die sie geriet, versprach Heilung, verborgenes Wissen, spirituelle Entwicklung und besondere Berufung. Es ging um Energien, Rituale, Chakren, magische Kreise und den nächsten Schritt auf einem angeblich höheren Weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist mehr als harmlose Fantasie. Der Mensch sucht nicht mehr nach Gott, sondern nach einem Schlüssel, mit dem er sich selbst heilen, schützen oder erhöhen kann. Die Bibel warnt davor, geistliche Kräfte außerhalb Gottes zu suchen. Solche Wege sind nicht harmlos.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nicht jede Geschichte ist für jeden geeignet</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigentliche Gefahr liegt nicht zuerst in einer Literaturgattung. Sie liegt im menschlichen Herzen. Fantasy kann gute Sehnsucht wecken. Sie kann aber auch Machtfantasien, Fluchtgedanken oder eine ungesunde Faszination für das Verborgene nähren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb reicht die Frage nicht: „Kommt Magie darin vor?“ Besser ist die Frage: „In welche Richtung formt diese Geschichte das Herz?“ Nicht jede Geschichte ist für jede Lebensphase und jeden Menschen gleich gut geeignet. Was für einen Erwachsenen unproblematisch ist, kann ein Kind überfordern. Was für den einen reine Erzählfreude ist, kann beim anderen problematische Sehnsüchte verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade Eltern sollten darum nicht nur erlauben oder verbieten, sondern mit ihren Kindern über Geschichten sprechen. Was ist schön an dieser Geschichte? Was ist traurig? Wer rettet? Was wird als gut dargestellt? Wo wird Macht verführerisch? Wo wird das Böse verharmlost? Solche Gespräche helfen Kindern, nicht nur zu lesen, sondern auch zu unterscheiden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Christus erfüllt, was Magie verspricht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Falsche Spiritualität lebt von großen Versprechen: Du bist besonders. Du hast verborgenes Wissen. Du kannst dich selbst heilen. Du kannst Zugang zu geheimen Kräften bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Evangelium sagt etwas anderes: Du musst dich nicht selbst erlösen. Du brauchst kein geheimes Wissen. Du musst nicht durch Rituale oder spirituelle Techniken zu dir selbst finden. Christus ist gekommen, um verlorene Menschen zu retten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum sollten Christen Fantasy weder pauschal verdammen noch unkritisch feiern. Gute Geschichten können helfen, Wahrheit, Schönheit und Hoffnung neu zu sehen. Andere Geschichten können dagegen Sehnsüchte nähren, die Menschen in die Irre führen. Entscheidend ist, wohin sie unser Herz lenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jede Tür in eine andere Welt führt ins Licht. Aber gute Geschichten können uns daran erinnern, dass es Licht gibt. Und dass dieses Licht nicht aus uns selbst kommt, sondern von Christus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
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		<title>Matthäus verstehen lernen – Michael Wilkins’ große Theologie des Matthäusevangeliums</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 07:58:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelien]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Michael Wilkins entfaltet die großen theologischen Linien des Matthäusevangeliums fundiert, klar und erstaunlich zugänglich. Eine starke Hilfe für Predigt, Bibelstudium und Nachfolge.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fmatthaus-verstehen-lernen-michael-wilkins-grosse-theologie-des-matthausevangeliums%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dmatthaus-verstehen-lernen-michael-wilkins-grosse-theologie-des-matthausevangeliums&amp;action_name=Matth%C3%A4us%20verstehen%20lernen%20%E2%80%93%20Michael%20Wilkins%E2%80%99%20gro%C3%9Fe%20Theologie%20des%20Matth%C3%A4usevangeliums&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/matthaus-verstehen-lernen-michael-wilkins-grosse-theologie-des-matthausevangeliums/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=matthaus-verstehen-lernen-michael-wilkins-grosse-theologie-des-matthausevangeliums">Matthäus verstehen lernen – Michael Wilkins’ große Theologie des Matthäusevangeliums</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wer das Matthäusevangelium nicht nur Abschnitt für Abschnitt auslegen, sondern seine großen theologischen Linien verstehen möchte, wird an <em><a href="https://amzn.to/4wAp6ZK">A Theology of Matthew’s Gospel</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) von Michael J. Wilkins kaum vorbeikommen. Der Band aus der Reihe <em>Biblical Theology of the New Testament</em> verbindet sorgfältige Exegese mit einem klaren Blick für die Schwerpunkte des Matthäusevangeliums. Besonders überzeugend ist, dass Wilkins nicht bei Einzelbeobachtungen stehen bleibt, sondern zeigt, wie Matthäus Themen wie Reich Gottes, Nachfolge, Gesetz, Gemeinde oder Israel entfaltet. Trotz seines Umfangs bleibt das Buch erstaunlich zugänglich und gut lesbar.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Anliegen und Kontext</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Michael J. Wilkins gehört seit Jahrzehnten zu den profiliertesten evangelikalen Matthäusforschern. Er lehrte lange Zeit Neues Testament an der Talbot School of Theology der Biola University und hat sich intensiv mit Nachfolge und dem Matthäusevangelium beschäftigt. Das merkt man dem Buch an: Es wirkt nicht wie ein schnell produziertes Fachbuch, sondern wie die Frucht eines langen theologischen Weges.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wilkins schreibt aus einer konservativ-evangelikalen Perspektive. Zugleich ist sein Ansatz progressiv-dispensationalistisch geprägt. Das zeigt sich besonders bei Themen wie Israel, Reich Gottes und Eschatologie. Er versteckt diese Prägung nicht, stellt andere Sichtweisen aber immer wieder sachlich dar und setzt sich fair mit ihnen auseinander.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Die Reihe Biblical Theology of the New Testament verfolgt einen Ansatz, den ich sehr schätze. Die Bände sind keine klassischen Kommentare Vers für Vers. Stattdessen entfalten sie die Theologie eines neutestamentlichen Buches als Ganzes. Gerade beim Matthäusevangelium funktioniert das ausgesprochen gut.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Worum es im Buch geht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wilkins versteht Matthäus vor allem als theologisches Zeugnis über Jesus als den verheißenen Messias und „Immanuel“ – Gott mit uns. Matthäus zeigt, dass sich in Jesus die Erwartungen des Alten Testaments erfüllen und dass Gottes Reich mit ihm angebrochen ist.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das Buch beginnt mit grundlegenden Fragen zu Hintergrund, Aufbau und theologischer Zielsetzung des Evangeliums. Danach arbeitet Wilkins die zentralen Themen des Matthäus heraus: das Alte Testament und seine Erfüllung in Jesus, Christologie, Gesetz und Gerechtigkeit, Reich Gottes, Nachfolge, Gemeinde, Israel, Mission und Eschatologie.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Hilfreich ist dabei, dass Wilkins das Matthäusevangelium konsequent als zusammenhängendes Werk liest. Er zeigt, wie Matthäus Themen vorbereitet, weiterentwickelt und miteinander verbindet. Dadurch entsteht nicht nur eine Sammlung einzelner Beobachtungen, sondern ein Gesamtbild der theologischen Botschaft dieses Evangeliums.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Besonders stark ist sein Blick auf die Verbindung von Erzählungen und Reden Jesu. Die Taten Jesu zeigen den Charakter des Reiches Gottes, seine Reden erklären, wie seine Jünger leben sollen. So wird Matthäus nicht nur als theologisches Werk sichtbar, sondern auch als Evangelium, das Menschen zur Nachfolge ruft.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Was das Buch stark macht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine große Stärke des Buches ist die Verbindung aus wissenschaftlicher Tiefe und guter Verständlichkeit. Wilkins arbeitet sorgfältig mit dem griechischen Text und greift teilweise auch hebräische Begriffe aus dem Alten Testament auf. Zugleich setzt er keine Kenntnisse der Grundsprachen voraus. Die Begriffe werden transliteriert und verständlich erklärt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Auch der Aufbau überzeugt. Obwohl das Buch über 800 Seiten umfasst, wirkt es nicht überladen. Die großen theologischen Themen geben dem Ganzen eine klare Struktur.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Außerdem zieht Wilkins immer wieder Vergleiche zu anderen neutestamentlichen Autoren. Besonders bei Themen wie Gesetz, Reich Gottes oder Nachfolge stellt er Matthäus neben Paulus, Johannes oder die anderen Synoptiker. Dadurch wird deutlicher, was die besondere Perspektive des Matthäus ist.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Positiv ist auch die geistliche Ausrichtung des Buches. Trotz aller wissenschaftlichen Arbeit bleibt das Ziel nicht bloß akademische Information. Wilkins zeigt, dass Matthäus Menschen zur Nachfolge Jesu rufen will.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Einordnung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der theologische Standort des Autors prägt manche Schlussfolgerungen deutlich. Besonders bei Israel und Zukunftserwartung merkt man Wilkins’ progressiv-dispensationalistische Perspektive. Leser aus bündnistheologischer Sicht werden hier nicht alle Einordnungen teilen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das muss kein Nachteil sein. Im Gegenteil: Gerade weil Wilkins seinen Standort erkennen lässt und zugleich andere Sichtweisen aufnimmt, kann die Lektüre helfen, eigene Überzeugungen zu prüfen und Matthäus noch genauer zu lesen. Man sollte das Buch also nicht als neutrale Gesamtdarstellung aller Positionen lesen, sondern als gründliche, konservativ-evangelikale Theologie des Matthäusevangeliums mit erkennbarem Profil.</p>




<p class="wp-block-paragraph">An manchen Stellen hätte ich mir allerdings gewünscht, dass alternative Positionen ausführlicher diskutiert werden. Der Fokus auf die großen theologischen Linien führt zudem dazu, dass einzelne exegetische Detailfragen eher knapp behandelt werden. Das ist allerdings weniger ein Mangel als eine Folge des gewählten Ansatzes.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Außerdem ist das Buch trotz seiner guten Lesbarkeit kein schneller Einstieg. Wer eine kürzere Einführung in Matthäus sucht, wird vermutlich zu einem kompakteren Werk greifen. Empfehlenswert sind etwa Quarles’ <em><a href="https://amzn.to/4tZIA7T">A Theology of Matthew</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) oder Schreiners <em><a href="https://amzn.to/4wuGJKt">Matthew, Disciple and Scribe</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>). Beide fokussieren sich allerdings stärker auf Matthäus’ Darstellung von Jesus. Wer aber bereit ist, sich auf eine ausführliche Darstellung einzulassen, wird bei Wilkins reich belohnt.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Für wen lohnt sich das Buch?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders profitieren werden Prediger, Bibellehrer, Theologiestudenten und theologisch interessierte Christen, die das Matthäusevangelium als Ganzes besser verstehen möchten. Das Buch hilft nicht nur beim Auslegen einzelner Texte, sondern auch dabei, die größeren Linien im Blick zu behalten.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Weniger geeignet ist das Buch für Leser, die vor allem eine kurze, erbauliche Einführung suchen. Dafür ist es zu umfangreich und zu gründlich angelegt. Wer aber tiefer einsteigen möchte, findet hier eine außergewöhnlich wertvolle Hilfe.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://amzn.to/4wAp6ZK">A Theology of Matthew’s Gospel</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) gehört für mich zu den stärksten neueren Werken zum Matthäusevangelium. Michael Wilkins verbindet jahrzehntelange Forschung mit theologischer Klarheit und einem echten Anliegen für geistliche Nachfolge.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Besonders überzeugend ist, dass das Buch Matthäus nicht nur erklärt, sondern die theologischen Zusammenhänge und Schwerpunkte des Evangeliums sichtbar macht. Gerade dafür eignet sich der Ansatz biblischer Theologie hervorragend. Wer tiefer verstehen möchte, wie Matthäus Jesus darstellt und welche theologischen Linien dieses Evangelium prägen, findet hier eine sehr wertvolle Hilfe.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
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		<title>Pastor sein in kleinen Orten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 15:53:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Leiterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kleine Orte ticken anders. Pastoring Small Towns zeigt lebensnah, warum treue Hirten dort oft wichtiger sind als große Strategien.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fpastor-sein-in-kleinen-orten%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dpastor-sein-in-kleinen-orten&amp;action_name=Pastor%20sein%20in%20kleinen%20Orten&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/pastor-sein-in-kleinen-orten/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=pastor-sein-in-kleinen-orten">Pastor sein in kleinen Orten</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://amzn.to/4eG0I2w">Pastoring Small Towns</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) von Ronnie Martin und Donnie Griggs ist ein ermutigendes Buch für Pastoren, die ihren Dienst nicht als Sprungbrett für größere Gemeinden oder Aufgaben verstehen. Es erinnert daran, dass kleine Orte keine geistlichen Randgebiete sind. Auch dort leben Menschen, die Christus brauchen, und auch dort braucht es Hirten, die bleiben, lieben und treu dienen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Kleine Orte sind nicht klein vor Gott</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte beim Titel zunächst an noch kleinere Orte gedacht. Ronnie Martin und Donnie Griggs schreiben als Pastoren in Orten mit etwa 10.000 bis 20.000 Einwohnern. Das ist für viele bereits überschaubar. Mein eigener Dienstkontext ist allerdings noch kleiner. Wenn die Autoren davon erzählen, dass man Gemeindegliedern und Bekannten ständig im örtlichen Supermarkt begegnet, musste ich innerlich schmunzeln: Welcher Supermarkt?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Und doch habe ich mich an vielen Stellen wiedergefunden. Auch wenn man Menschen hier eher im Supermarkt des Nachbarorts trifft, bleibt der Grundgedanke derselbe: In kleinen Orten ist Anonymität kaum möglich. Man begegnet sich wieder. Man kennt Familiengeschichten. Man weiß, wer mit wem verwandt ist, wer früher wo mitgearbeitet hat und welche Konflikte seit Jahren im Hintergrund mitschwingen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das macht Gemeindearbeit nicht unbedingt einfacher, aber oft besonders intensiv.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Mehr Hirte als Macher</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der großen Stärken des Buches ist seine Grundhaltung. Martin und Griggs schreiben nicht über kleine Orte, als wären sie eine Zwischenstation auf dem Weg zu größeren Aufgaben. Sie schreiben als Pastoren, die ihren Dienst dort lieben. Das merkt man dem Buch an.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gerade in kleinen Orten braucht es nicht zuerst den außergewöhnlich begabten Redner, den strategischen Visionär oder den charismatischen Aufbauhelfer. Es braucht hingegebene Hirten. Menschen, die ihre Gemeinde sehen, ihre Schafe kennen, langsam Vertrauen aufbauen und bereit sind, lange Wege mitzugehen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet nicht, dass Predigt, Leitung und Strategie unwichtig wären. Aber sie stehen in einem anderen Zusammenhang. Wer in einem kleinen Ort dient, kann sich kaum hinter Strukturen oder professioneller Distanz verstecken. Der Dienst wird persönlicher.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Die besondere Kultur kleiner Orte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch öffnet den Blick für die Freuden und Herausforderungen kleiner Orte. Es gibt oft einen starken Zusammenhalt, gewachsene Beziehungen und viel unausgesprochene Loyalität. Geschichte und Tradition spielen eine große Rolle. Was vor Jahrzehnten geschehen ist, kann bis heute prägend sein.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig liegt genau darin auch Spannung. Wo man sich kennt, kann Vertrauen wachsen. Wo man sich nicht leicht aus dem Weg gehen kann, können aber auch Verletzungen lange nachwirken. Familienstrukturen, alte Konflikte und lokale Erwartungen prägen Gemeindeleben oft stärker, als Außenstehende vermuten.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Martin und Griggs beschreiben diese Wirklichkeit lebensnah. Sie idealisieren kleine Orte nicht. Aber sie entwerten sie auch nicht. Sie zeigen: Kleine Orte brauchen keine herablassende Aufmerksamkeit, sondern geistliche Würdigung.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Geistlich ermutigend, trotz mancher Unebenheiten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch ist kein systematisches Handbuch für Gemeindebau in kleinen Orten. Es lebt stärker von Erfahrung, Ermutigung und geistlicher Einordnung. Persönliche Erlebnisse werden mit biblischen Gedanken verbunden. Die Kapitel behandeln Themen wie Liebe, Mitgefühl, Geduld, Mut, Weisheit, Demut, Treue, Jüngerschaft und Ausdauer.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Einige Gedanken wiederholen sich. Besonders die Erfahrungen aus der Corona-Zeit und die Unmöglichkeit von Anonymität in kleinen Orten begegnen mehrfach. Auch das letzte Kapitel ist in gewisser Weise doppelt vorhanden. Die Autoren erklären offen, dass beide versehentlich über das Thema Ausdauer geschrieben hatten. Weil sich die Kapitel am Ende gut ergänzten, entschieden sie sich, beide im Buch zu lassen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das sind Unebenheiten, die man redaktionell vielleicht hätte glätten können. Aber sie zerstören den Wert des Buches nicht. Im Gegenteil: Man spürt, dass hier zwei Pastoren schreiben, die nicht nur Konzepte weitergeben, sondern aus gelebter Erfahrung sprechen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Für wen lohnt sich das Buch?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Pastoring Small Towns lohnt sich besonders für Pastoren, Älteste und Gemeindemitarbeiter, die in kleinen Orten dienen oder darüber nachdenken. Es eignet sich weniger für Leser, die vor allem konkrete Modelle, Programme oder detaillierte Strategien suchen. Dafür ist es besonders stark darin, geistlich zu ermutigen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das Buch erinnert daran, dass Treue oft unspektakulär aussieht. Dass langsame Veränderung nicht automatisch ein Zeichen von Scheitern ist. Und dass Gott auch dort wirkt, wo keine große Bühne steht.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wer sich grundsätzlicher mit dem Wert kleiner Gemeinden beschäftigen möchte, dem empfehle ich ergänzend Karl Vaters’ <em><a href="https://amzn.to/4wmn5QH">Kleine Gemeinde – große Wirkung</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>). Vaters denkt stärker über Gemeindegröße, Gemeindeverständnis und praktische Modelle nach. Martin und Griggs richten den Blick besonders auf den pastoralen Dienst in kleinen Orten.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe <em><a href="https://amzn.to/4eG0I2w">Pastoring Small Towns</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) mit Gewinn gelesen. Es hat mir neu die Augen geöffnet für die besonderen Freuden und Herausforderungen des Dienstes in einer kleinen Ortschaft. Nicht alles ist perfekt ausgearbeitet, manches hätte auch kürzer sein können. Aber das Buch atmet Liebe zur Gemeinde, Liebe zu kleinen Orten und Liebe zu Christus.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Für mich bleibt nach der Lektüre vor allem Dankbarkeit zurück. Von Herzen bin ich weiterhin Pastor in einer kleinen Ortschaft.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fpastor-sein-in-kleinen-orten%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dpastor-sein-in-kleinen-orten&amp;action_name=Pastor%20sein%20in%20kleinen%20Orten&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/pastor-sein-in-kleinen-orten/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=pastor-sein-in-kleinen-orten">Pastor sein in kleinen Orten</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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