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	<title>Jakobs Blog</title>
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	<title>Jakobs Blog</title>
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		<title>Leiten, wenn man nicht verantwortlich ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Leiterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie übernimmt man Verantwortung, wenn man nicht die letzte Entscheidungsgewalt hat? Clay Scroggins zeigt praxisnah, wie Leitung durch Einfluss entsteht – nicht zuerst durch Positionen.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fleiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dleiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist&amp;action_name=Leiten%2C%20wenn%20man%20nicht%20verantwortlich%20ist&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/leiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=leiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist">Leiten, wenn man nicht verantwortlich ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://amzn.to/4uu6dX2">How to Lead When You’re Not in Charge</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) von Clay Scroggins gehört für mich seit Jahren zu den hilfreichsten Büchern über Leiterschaft. Es macht deutlich: Leitung beginnt nicht erst bei einer offiziellen Position.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Scroggins schreibt über Menschen, die Verantwortung übernehmen möchten, ohne selbst die letzte Entscheidungsgewalt zu haben. Es geht also weniger um Leitung durch Autorität als um Leitung durch Einfluss.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Leitung beginnt nicht erst mit einer Position</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen verbinden Leitung vor allem mit einer bestimmten Rolle. Wer offiziell verantwortlich ist, leitet. Wer keine Position hat, arbeitet zu. Scroggins stellt diese Denkweise infrage.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gibt es Entscheidungen, die nur Leiter treffen können. Autorität ist nichts Negatives. Aber echte Leitung erschöpft sich nicht in Entscheidungsgewalt. Menschen können eine Position haben und trotzdem kaum Einfluss ausüben. Andere prägen ihr Umfeld stark, obwohl sie keine besondere Stellung innehaben.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das Buch fordert dazu heraus, nicht zuerst auf fehlende Möglichkeiten zu schauen, sondern auf die Verantwortung, die man bereits heute übernehmen kann. Gerade in Gemeinden ist das wichtig. Viele Mitarbeiter prägen eine Gemeinde erheblich, ohne offiziell eingesetzte Leiter zu sein – durch ihre Haltung, ihre Verlässlichkeit und ihre Bereitschaft zu dienen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Führe dich selbst</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kern des Buches liegt im zweiten Teil. Scroggins beschreibt dort vier Verhaltensweisen, die Menschen helfen, Verantwortung zu übernehmen und Einfluss auszuüben. Die erste lautet: Führe dich selbst.</p>




<p class="wp-block-paragraph">In der Bibel wird die Wichtigkeit immer wieder deutlich. So fordert Paulus seinen Mitarbeiter Timotheus und auch die Ältesten in Ephesus dazu auf, zuerst auf sich selbst zu achten (1Tim 4,16; Apg 20,28). Selbstleitung meint Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, in allen Bereichen. Wer sich selbst nicht führen kann, wird auf Dauer auch andere nicht gesund führen können.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Praktisch wird das dort, wo man ehrlich auf das eigene Leben schaut: Wie gehe ich mit meiner Zeit um? Wo brauche ich Korrektur? Welche Gewohnheiten helfen mir geistlich – und welche schaden mir? Scroggins betont außerdem, wie wichtig Rückmeldungen anderer Menschen sind. Gute Leiter lernen, nicht nur andere zu beurteilen, sondern auch selbst korrigierbar zu bleiben.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Entscheide dich für eine positive Grundeinstellung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Verhaltensweise beschreibt Scroggins als bewusste Entscheidung für eine positive Grundhaltung. Damit ist keine oberflächliche Fröhlichkeit gemeint. Probleme sollen nicht verdrängt oder schöngeredet werden.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Menschen ohne letzte Entscheidungsgewalt erleben zwangsläufig Situationen, die frustrieren können: Ideen werden nicht aufgegriffen, Entscheidungen anders getroffen als erhofft oder man fühlt sich übergangen. In solchen Situationen zeigt sich, ob jemand wirklich reif führt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wer innerlich bitter wird, verliert meist auch seinen positiven Einfluss auf andere. Wer dagegen konstruktiv bleibt, obwohl nicht alles nach den eigenen Vorstellungen läuft, prägt sein Umfeld oft stärker, als ihm selbst bewusst ist. Praktisch bedeutet das: nicht ständig über Leiter oder Strukturen zu klagen, sondern bewusst nach Wegen zu suchen, wie man hilfreich handeln kann. Paulus war darin ein starkes Vorbild. Selbst in schwierigen Umständen blieb sein Blick auf Gottes Wirken gerichtet (Phil 1,12-18).</p>




<h3 class="wp-block-heading">Denke kritisch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hilfreich finde ich Scroggins’ Unterscheidung zwischen „kritisch denken“ und „kritisch sein“. Gemeinden brauchen Menschen, die mitdenken, Probleme erkennen und Verbesserungspotential sehen. Wer nie kritisch denkt, wird kaum helfen, Dinge weiterzuentwickeln.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Aber kritisch zu denken ist etwas anderes als eine kritische Grundhaltung zu pflegen. Kritische Menschen bewerten vor allem andere. Menschen, die kritisch denken, suchen nach Lösungen und überlegen, wie Dinge besser werden können.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Praktisch heißt das zum Beispiel: nicht nur Probleme benennen, sondern konkrete Lösungsvorschläge mitbringen. Oder nicht nur bewerten, sondern bereit sein mitzuhelfen. Scroggins formuliert zugespitzt: Gib Menschen keine „Note“, sondern eine „helfende Hand“.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Lass Passivität keine Option sein</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die vielleicht wichtigste Aussage des Buches lautet: Passivität darf keine Option sein. Wer nicht verantwortlich ist, kann sich leicht zurückziehen. Man wartet ab, beobachtet oder sagt innerlich: „Dafür bin ich nicht zuständig.“ Genau dieser Haltung widerspricht Scroggins deutlich. Er ermutigt dazu, Probleme nicht nur wahrzunehmen, sondern Verantwortung dafür zu übernehmen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Räume den „Schrank“ auf, um den sich sonst niemand kümmert – im wörtlichen oder übertragenen Sinn. Bereite Besprechungen gut vor. Denke Ideen weiter. Suche nach Lösungen. Nicht, um Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern weil Leitung mit Verantwortung beginnt. Gerade Gemeindearbeit lebt stark von solchen Menschen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Hilfreich finde ich dabei auch Scroggins’ Hinweis, Denkzeiten einzuplanen. Wer nur von Aufgabe zu Aufgabe hetzt, reagiert oft nur noch. Leiter brauchen Zeiten, um Dinge bewusst zu durchdenken, Probleme vorzubereiten und Lösungen zu entwickeln. Das wirkt unscheinbar, prägt aber oft stärker als spontane Aktivität.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Für wen ist das Buch hilfreich?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch richtet sich besonders an aktive Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen möchten, ohne bereits eine hohe Leitungsposition zu haben. Deshalb eignet es sich gut für Jugendleiter oder Bereichsleiter.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig profitieren auch erfahrene Leiter davon. Denn die Grundfragen bleiben dieselben: Führe ich mich selbst gut? Wie gehe ich mit Frustration um? Denke ich konstruktiv? Werde ich passiv, wenn Dinge nicht nach meinen Vorstellungen laufen?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wer tiefer in aktuelle Fragen verantwortlicher Leitung einsteigen möchte, für den könnte auch Scroggins’ späteres Buch <em>The Aspiring Leader’s Guide to the Future</em> interessant sein, das ich <a href="https://jakobhaddick.de/the-aspiring-leaders-guide-to-the-future/">vor einiger Zeit ebenfalls vorgestellt</a> habe.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://amzn.to/4uu6dX2">How to Lead When You’re Not in Charge</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) gehört für mich weiterhin zu den besten Büchern über Leitung durch Einfluss. Es hilft dabei, Verantwortung nicht an Positionen zu knüpfen, sondern an Charakter, Haltung und Dienstbereitschaft.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gemeinden brauchen solche Menschen: Mitarbeiter, die nicht passiv warten, sondern treu Verantwortung übernehmen – auch ohne Titel oder besondere Sichtbarkeit. Genau das macht dieses Buch so wertvoll.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
<img decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fleiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dleiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist&amp;action_name=Leiten%2C%20wenn%20man%20nicht%20verantwortlich%20ist&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/leiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=leiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist">Leiten, wenn man nicht verantwortlich ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Fantasy und Spiritualität – wenn Sehnsucht in die Irre führt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fantasy-Geschichten können Sehnsucht nach Wahrheit, Hoffnung und Erlösung wecken. Aber dieselbe Sehnsucht kann Menschen auch in falsche Spiritualität führen.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffantasy-und-spiritualitat-wenn-sehnsucht-in-die-irre-fuhrt%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dfantasy-und-spiritualitat-wenn-sehnsucht-in-die-irre-fuhrt&amp;action_name=Fantasy%20und%20Spiritualit%C3%A4t%20%E2%80%93%20wenn%20Sehnsucht%20in%20die%20Irre%20f%C3%BChrt&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Hannah Murray, bekannt aus der Serie <em>Game of Thrones</em> (die ich insbesondere wegen ihrer expliziten sexuellen Inhalte ausdrücklich NICHT empfehle), hat <a href="https://www.theguardian.com/film/2026/may/23/hannah-murray-interview-wellness-cult-sectioned">im Guardian</a> von ihrem Weg in eine spirituelle Gruppe, einer schweren Psychose und ihrer späteren Diagnose einer bipolaren Störung erzählt. Dabei beschreibt sie sich selbst als Teil der „Harry-Potter-Generation“. Als Kind habe sie sich gewünscht, dass es hinter unserer sichtbaren Welt wirklich eine verborgene magische Wirklichkeit gebe. Später, während ihrer Psychose, hätten sich solche Vorstellungen mit dem Gedanken verbunden, eine besondere Bestimmung zu haben und die Welt retten zu müssen. Zugleich sagt sie ausdrücklich, dass diese Geschichten deshalb nicht einfach schlecht seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Murrays Geschichte ist deshalb keine einfache Warnung vor Fantasy oder Magie. Sie zeigt vielmehr, wie eng Fantasy und Spiritualität für manche Menschen miteinander verbunden sein können. Der Guardian-Artikel beschreibt vielmehr ein Zusammenspiel aus Verletzlichkeit, Einsamkeit, Schauspielwelt, Selbsthilfe-Kultur, spirituellen Versprechen und psychischer Erkrankung. Gerade diese Mischung macht den Bericht so ernst. Fantasy war nicht die Ursache. Aber bestimmte Motive aus solchen Geschichten konnten bei ihr offenbar eine Sehnsucht verstärken, die später in eine gefährliche Richtung gelenkt wurde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fantasy ist nicht das Problem</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich liebe gute Geschichten. In meinem <a href="https://jakobhaddick.de/warum-ich-die-wingfeather-saga-liebe/">Artikel über die Wingfeather Saga</a> habe ich beispielsweise geschrieben, warum mich Andrew Petersons Fantasy-Welt begeistert (ich lese den ersten Band gerade zusammen mit meinen großen Jungs, wir sind fast durch). Dort dienen die fantastischen Elemente nicht der Verführung ins Esoterische, sondern sie bringen tiefere Wahrheiten ans Licht: Hoffnung, Erlösung, Mut, Treue und das Ringen zwischen Gut und Böse. Ich bin ebenso ein großer Fan von Narnia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr empfehlen kann ich vor diesem Hintergrund <a href="https://amzn.to/4e1Ff39"><em>Echoes of Eden</em> von Jerram Barrs</a> (<em>Affiliate-Link</em>). Barrs zeigt, dass Literatur und Kunst aus christlicher Sicht nicht zuerst verdächtig sind. Gute Geschichten können Spuren von Wahrheit, Schönheit und Güte enthalten. Sie können Sehnsucht nach Erlösung wecken und helfen, das Gute neu zu lieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So beschreibt auch <a href="https://jotamverlag.de/blogs/jotam-blog/eine-notiz-an-die-eltern-zur-wingfeather-saga">Andrew Peterson in seiner „Notiz an die Eltern“</a> zur Wingfeather Saga, dass er die Fantasie seiner Leser mit Wahrheit, Schönheit und Güte befeuern möchte. Zugleich nimmt er die Macht von Geschichten ernst: Sie prägen unser Denken, unsere Sehnsucht und unser Bild von Gut und Böse.<br></p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Sehnsucht kann kippen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Warum faszinieren uns magische Welten überhaupt? Vermutlich, weil sie an eine tiefe menschliche Sehnsucht rühren: Die Welt soll mehr sein als das, was man sieht. Wir wünschen uns Bedeutung, Schönheit, Rettung und eine Geschichte, in der das Gute am Ende stärker ist als das Böse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sehnsucht ist nicht falsch. Aber sie kann in die Irre gehen. Problematisch wird es dort, wo die Sehnsucht nach einer größeren Wirklichkeit nicht mehr in Geschichten bleibt, sondern in reale spirituelle Praktiken übergeht. Genau das zeigt Murrays Geschichte. Die Gruppe, in die sie geriet, versprach Heilung, verborgenes Wissen, spirituelle Entwicklung und besondere Berufung. Es ging um Energien, Rituale, Chakren, magische Kreise und den nächsten Schritt auf einem angeblich höheren Weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist mehr als harmlose Fantasie. Der Mensch sucht nicht mehr nach Gott, sondern nach einem Schlüssel, mit dem er sich selbst heilen, schützen oder erhöhen kann. Die Bibel warnt davor, geistliche Kräfte außerhalb Gottes zu suchen. Solche Wege sind nicht harmlos.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nicht jede Geschichte ist für jeden geeignet</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigentliche Gefahr liegt nicht zuerst in einer Literaturgattung. Sie liegt im menschlichen Herzen. Fantasy kann gute Sehnsucht wecken. Sie kann aber auch Machtfantasien, Fluchtgedanken oder eine ungesunde Faszination für das Verborgene nähren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb reicht die Frage nicht: „Kommt Magie darin vor?“ Besser ist die Frage: „In welche Richtung formt diese Geschichte das Herz?“ Nicht jede Geschichte ist für jede Lebensphase und jeden Menschen gleich gut geeignet. Was für einen Erwachsenen unproblematisch ist, kann ein Kind überfordern. Was für den einen reine Erzählfreude ist, kann beim anderen problematische Sehnsüchte verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade Eltern sollten darum nicht nur erlauben oder verbieten, sondern mit ihren Kindern über Geschichten sprechen. Was ist schön an dieser Geschichte? Was ist traurig? Wer rettet? Was wird als gut dargestellt? Wo wird Macht verführerisch? Wo wird das Böse verharmlost? Solche Gespräche helfen Kindern, nicht nur zu lesen, sondern auch zu unterscheiden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Christus erfüllt, was Magie verspricht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Falsche Spiritualität lebt von großen Versprechen: Du bist besonders. Du hast verborgenes Wissen. Du kannst dich selbst heilen. Du kannst Zugang zu geheimen Kräften bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Evangelium sagt etwas anderes: Du musst dich nicht selbst erlösen. Du brauchst kein geheimes Wissen. Du musst nicht durch Rituale oder spirituelle Techniken zu dir selbst finden. Christus ist gekommen, um verlorene Menschen zu retten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum sollten Christen Fantasy weder pauschal verdammen noch unkritisch feiern. Gute Geschichten können helfen, Wahrheit, Schönheit und Hoffnung neu zu sehen. Andere Geschichten können dagegen Sehnsüchte nähren, die Menschen in die Irre führen. Entscheidend ist, wohin sie unser Herz lenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jede Tür in eine andere Welt führt ins Licht. Aber gute Geschichten können uns daran erinnern, dass es Licht gibt. Und dass dieses Licht nicht aus uns selbst kommt, sondern von Christus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
<img decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffantasy-und-spiritualitat-wenn-sehnsucht-in-die-irre-fuhrt%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dfantasy-und-spiritualitat-wenn-sehnsucht-in-die-irre-fuhrt&amp;action_name=Fantasy%20und%20Spiritualit%C3%A4t%20%E2%80%93%20wenn%20Sehnsucht%20in%20die%20Irre%20f%C3%BChrt&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/fantasy-und-spiritualitat-wenn-sehnsucht-in-die-irre-fuhrt/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=fantasy-und-spiritualitat-wenn-sehnsucht-in-die-irre-fuhrt">Fantasy und Spiritualität – wenn Sehnsucht in die Irre führt</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Matthäus verstehen lernen – Michael Wilkins’ große Theologie des Matthäusevangeliums</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 07:58:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelien]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Michael Wilkins entfaltet die großen theologischen Linien des Matthäusevangeliums fundiert, klar und erstaunlich zugänglich. Eine starke Hilfe für Predigt, Bibelstudium und Nachfolge.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fmatthaus-verstehen-lernen-michael-wilkins-grosse-theologie-des-matthausevangeliums%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dmatthaus-verstehen-lernen-michael-wilkins-grosse-theologie-des-matthausevangeliums&amp;action_name=Matth%C3%A4us%20verstehen%20lernen%20%E2%80%93%20Michael%20Wilkins%E2%80%99%20gro%C3%9Fe%20Theologie%20des%20Matth%C3%A4usevangeliums&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/matthaus-verstehen-lernen-michael-wilkins-grosse-theologie-des-matthausevangeliums/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=matthaus-verstehen-lernen-michael-wilkins-grosse-theologie-des-matthausevangeliums">Matthäus verstehen lernen – Michael Wilkins’ große Theologie des Matthäusevangeliums</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wer das Matthäusevangelium nicht nur Abschnitt für Abschnitt auslegen, sondern seine großen theologischen Linien verstehen möchte, wird an <em><a href="https://amzn.to/4wAp6ZK">A Theology of Matthew’s Gospel</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) von Michael J. Wilkins kaum vorbeikommen. Der Band aus der Reihe <em>Biblical Theology of the New Testament</em> verbindet sorgfältige Exegese mit einem klaren Blick für die Schwerpunkte des Matthäusevangeliums. Besonders überzeugend ist, dass Wilkins nicht bei Einzelbeobachtungen stehen bleibt, sondern zeigt, wie Matthäus Themen wie Reich Gottes, Nachfolge, Gesetz, Gemeinde oder Israel entfaltet. Trotz seines Umfangs bleibt das Buch erstaunlich zugänglich und gut lesbar.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Anliegen und Kontext</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Michael J. Wilkins gehört seit Jahrzehnten zu den profiliertesten evangelikalen Matthäusforschern. Er lehrte lange Zeit Neues Testament an der Talbot School of Theology der Biola University und hat sich intensiv mit Nachfolge und dem Matthäusevangelium beschäftigt. Das merkt man dem Buch an: Es wirkt nicht wie ein schnell produziertes Fachbuch, sondern wie die Frucht eines langen theologischen Weges.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wilkins schreibt aus einer konservativ-evangelikalen Perspektive. Zugleich ist sein Ansatz progressiv-dispensationalistisch geprägt. Das zeigt sich besonders bei Themen wie Israel, Reich Gottes und Eschatologie. Er versteckt diese Prägung nicht, stellt andere Sichtweisen aber immer wieder sachlich dar und setzt sich fair mit ihnen auseinander.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Die Reihe Biblical Theology of the New Testament verfolgt einen Ansatz, den ich sehr schätze. Die Bände sind keine klassischen Kommentare Vers für Vers. Stattdessen entfalten sie die Theologie eines neutestamentlichen Buches als Ganzes. Gerade beim Matthäusevangelium funktioniert das ausgesprochen gut.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Worum es im Buch geht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wilkins versteht Matthäus vor allem als theologisches Zeugnis über Jesus als den verheißenen Messias und „Immanuel“ – Gott mit uns. Matthäus zeigt, dass sich in Jesus die Erwartungen des Alten Testaments erfüllen und dass Gottes Reich mit ihm angebrochen ist.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das Buch beginnt mit grundlegenden Fragen zu Hintergrund, Aufbau und theologischer Zielsetzung des Evangeliums. Danach arbeitet Wilkins die zentralen Themen des Matthäus heraus: das Alte Testament und seine Erfüllung in Jesus, Christologie, Gesetz und Gerechtigkeit, Reich Gottes, Nachfolge, Gemeinde, Israel, Mission und Eschatologie.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Hilfreich ist dabei, dass Wilkins das Matthäusevangelium konsequent als zusammenhängendes Werk liest. Er zeigt, wie Matthäus Themen vorbereitet, weiterentwickelt und miteinander verbindet. Dadurch entsteht nicht nur eine Sammlung einzelner Beobachtungen, sondern ein Gesamtbild der theologischen Botschaft dieses Evangeliums.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Besonders stark ist sein Blick auf die Verbindung von Erzählungen und Reden Jesu. Die Taten Jesu zeigen den Charakter des Reiches Gottes, seine Reden erklären, wie seine Jünger leben sollen. So wird Matthäus nicht nur als theologisches Werk sichtbar, sondern auch als Evangelium, das Menschen zur Nachfolge ruft.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Was das Buch stark macht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine große Stärke des Buches ist die Verbindung aus wissenschaftlicher Tiefe und guter Verständlichkeit. Wilkins arbeitet sorgfältig mit dem griechischen Text und greift teilweise auch hebräische Begriffe aus dem Alten Testament auf. Zugleich setzt er keine Kenntnisse der Grundsprachen voraus. Die Begriffe werden transliteriert und verständlich erklärt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Auch der Aufbau überzeugt. Obwohl das Buch über 800 Seiten umfasst, wirkt es nicht überladen. Die großen theologischen Themen geben dem Ganzen eine klare Struktur.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Außerdem zieht Wilkins immer wieder Vergleiche zu anderen neutestamentlichen Autoren. Besonders bei Themen wie Gesetz, Reich Gottes oder Nachfolge stellt er Matthäus neben Paulus, Johannes oder die anderen Synoptiker. Dadurch wird deutlicher, was die besondere Perspektive des Matthäus ist.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Positiv ist auch die geistliche Ausrichtung des Buches. Trotz aller wissenschaftlichen Arbeit bleibt das Ziel nicht bloß akademische Information. Wilkins zeigt, dass Matthäus Menschen zur Nachfolge Jesu rufen will.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Einordnung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der theologische Standort des Autors prägt manche Schlussfolgerungen deutlich. Besonders bei Israel und Zukunftserwartung merkt man Wilkins’ progressiv-dispensationalistische Perspektive. Leser aus bündnistheologischer Sicht werden hier nicht alle Einordnungen teilen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das muss kein Nachteil sein. Im Gegenteil: Gerade weil Wilkins seinen Standort erkennen lässt und zugleich andere Sichtweisen aufnimmt, kann die Lektüre helfen, eigene Überzeugungen zu prüfen und Matthäus noch genauer zu lesen. Man sollte das Buch also nicht als neutrale Gesamtdarstellung aller Positionen lesen, sondern als gründliche, konservativ-evangelikale Theologie des Matthäusevangeliums mit erkennbarem Profil.</p>




<p class="wp-block-paragraph">An manchen Stellen hätte ich mir allerdings gewünscht, dass alternative Positionen ausführlicher diskutiert werden. Der Fokus auf die großen theologischen Linien führt zudem dazu, dass einzelne exegetische Detailfragen eher knapp behandelt werden. Das ist allerdings weniger ein Mangel als eine Folge des gewählten Ansatzes.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Außerdem ist das Buch trotz seiner guten Lesbarkeit kein schneller Einstieg. Wer eine kürzere Einführung in Matthäus sucht, wird vermutlich zu einem kompakteren Werk greifen. Empfehlenswert sind etwa Quarles’ <em><a href="https://amzn.to/4tZIA7T">A Theology of Matthew</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) oder Schreiners <em><a href="https://amzn.to/4wuGJKt">Matthew, Disciple and Scribe</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>). Beide fokussieren sich allerdings stärker auf Matthäus’ Darstellung von Jesus. Wer aber bereit ist, sich auf eine ausführliche Darstellung einzulassen, wird bei Wilkins reich belohnt.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Für wen lohnt sich das Buch?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders profitieren werden Prediger, Bibellehrer, Theologiestudenten und theologisch interessierte Christen, die das Matthäusevangelium als Ganzes besser verstehen möchten. Das Buch hilft nicht nur beim Auslegen einzelner Texte, sondern auch dabei, die größeren Linien im Blick zu behalten.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Weniger geeignet ist das Buch für Leser, die vor allem eine kurze, erbauliche Einführung suchen. Dafür ist es zu umfangreich und zu gründlich angelegt. Wer aber tiefer einsteigen möchte, findet hier eine außergewöhnlich wertvolle Hilfe.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://amzn.to/4wAp6ZK">A Theology of Matthew’s Gospel</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) gehört für mich zu den stärksten neueren Werken zum Matthäusevangelium. Michael Wilkins verbindet jahrzehntelange Forschung mit theologischer Klarheit und einem echten Anliegen für geistliche Nachfolge.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Besonders überzeugend ist, dass das Buch Matthäus nicht nur erklärt, sondern die theologischen Zusammenhänge und Schwerpunkte des Evangeliums sichtbar macht. Gerade dafür eignet sich der Ansatz biblischer Theologie hervorragend. Wer tiefer verstehen möchte, wie Matthäus Jesus darstellt und welche theologischen Linien dieses Evangelium prägen, findet hier eine sehr wertvolle Hilfe.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
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		<title>Pastor sein in kleinen Orten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 15:53:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Leiterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kleine Orte ticken anders. Pastoring Small Towns zeigt lebensnah, warum treue Hirten dort oft wichtiger sind als große Strategien.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fpastor-sein-in-kleinen-orten%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dpastor-sein-in-kleinen-orten&amp;action_name=Pastor%20sein%20in%20kleinen%20Orten&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/pastor-sein-in-kleinen-orten/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=pastor-sein-in-kleinen-orten">Pastor sein in kleinen Orten</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://amzn.to/4eG0I2w">Pastoring Small Towns</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) von Ronnie Martin und Donnie Griggs ist ein ermutigendes Buch für Pastoren, die ihren Dienst nicht als Sprungbrett für größere Gemeinden oder Aufgaben verstehen. Es erinnert daran, dass kleine Orte keine geistlichen Randgebiete sind. Auch dort leben Menschen, die Christus brauchen, und auch dort braucht es Hirten, die bleiben, lieben und treu dienen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Kleine Orte sind nicht klein vor Gott</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte beim Titel zunächst an noch kleinere Orte gedacht. Ronnie Martin und Donnie Griggs schreiben als Pastoren in Orten mit etwa 10.000 bis 20.000 Einwohnern. Das ist für viele bereits überschaubar. Mein eigener Dienstkontext ist allerdings noch kleiner. Wenn die Autoren davon erzählen, dass man Gemeindegliedern und Bekannten ständig im örtlichen Supermarkt begegnet, musste ich innerlich schmunzeln: Welcher Supermarkt?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Und doch habe ich mich an vielen Stellen wiedergefunden. Auch wenn man Menschen hier eher im Supermarkt des Nachbarorts trifft, bleibt der Grundgedanke derselbe: In kleinen Orten ist Anonymität kaum möglich. Man begegnet sich wieder. Man kennt Familiengeschichten. Man weiß, wer mit wem verwandt ist, wer früher wo mitgearbeitet hat und welche Konflikte seit Jahren im Hintergrund mitschwingen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das macht Gemeindearbeit nicht unbedingt einfacher, aber oft besonders intensiv.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Mehr Hirte als Macher</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der großen Stärken des Buches ist seine Grundhaltung. Martin und Griggs schreiben nicht über kleine Orte, als wären sie eine Zwischenstation auf dem Weg zu größeren Aufgaben. Sie schreiben als Pastoren, die ihren Dienst dort lieben. Das merkt man dem Buch an.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gerade in kleinen Orten braucht es nicht zuerst den außergewöhnlich begabten Redner, den strategischen Visionär oder den charismatischen Aufbauhelfer. Es braucht hingegebene Hirten. Menschen, die ihre Gemeinde sehen, ihre Schafe kennen, langsam Vertrauen aufbauen und bereit sind, lange Wege mitzugehen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet nicht, dass Predigt, Leitung und Strategie unwichtig wären. Aber sie stehen in einem anderen Zusammenhang. Wer in einem kleinen Ort dient, kann sich kaum hinter Strukturen oder professioneller Distanz verstecken. Der Dienst wird persönlicher.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Die besondere Kultur kleiner Orte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch öffnet den Blick für die Freuden und Herausforderungen kleiner Orte. Es gibt oft einen starken Zusammenhalt, gewachsene Beziehungen und viel unausgesprochene Loyalität. Geschichte und Tradition spielen eine große Rolle. Was vor Jahrzehnten geschehen ist, kann bis heute prägend sein.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig liegt genau darin auch Spannung. Wo man sich kennt, kann Vertrauen wachsen. Wo man sich nicht leicht aus dem Weg gehen kann, können aber auch Verletzungen lange nachwirken. Familienstrukturen, alte Konflikte und lokale Erwartungen prägen Gemeindeleben oft stärker, als Außenstehende vermuten.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Martin und Griggs beschreiben diese Wirklichkeit lebensnah. Sie idealisieren kleine Orte nicht. Aber sie entwerten sie auch nicht. Sie zeigen: Kleine Orte brauchen keine herablassende Aufmerksamkeit, sondern geistliche Würdigung.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Geistlich ermutigend, trotz mancher Unebenheiten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch ist kein systematisches Handbuch für Gemeindebau in kleinen Orten. Es lebt stärker von Erfahrung, Ermutigung und geistlicher Einordnung. Persönliche Erlebnisse werden mit biblischen Gedanken verbunden. Die Kapitel behandeln Themen wie Liebe, Mitgefühl, Geduld, Mut, Weisheit, Demut, Treue, Jüngerschaft und Ausdauer.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Einige Gedanken wiederholen sich. Besonders die Erfahrungen aus der Corona-Zeit und die Unmöglichkeit von Anonymität in kleinen Orten begegnen mehrfach. Auch das letzte Kapitel ist in gewisser Weise doppelt vorhanden. Die Autoren erklären offen, dass beide versehentlich über das Thema Ausdauer geschrieben hatten. Weil sich die Kapitel am Ende gut ergänzten, entschieden sie sich, beide im Buch zu lassen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das sind Unebenheiten, die man redaktionell vielleicht hätte glätten können. Aber sie zerstören den Wert des Buches nicht. Im Gegenteil: Man spürt, dass hier zwei Pastoren schreiben, die nicht nur Konzepte weitergeben, sondern aus gelebter Erfahrung sprechen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Für wen lohnt sich das Buch?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Pastoring Small Towns lohnt sich besonders für Pastoren, Älteste und Gemeindemitarbeiter, die in kleinen Orten dienen oder darüber nachdenken. Es eignet sich weniger für Leser, die vor allem konkrete Modelle, Programme oder detaillierte Strategien suchen. Dafür ist es besonders stark darin, geistlich zu ermutigen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das Buch erinnert daran, dass Treue oft unspektakulär aussieht. Dass langsame Veränderung nicht automatisch ein Zeichen von Scheitern ist. Und dass Gott auch dort wirkt, wo keine große Bühne steht.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wer sich grundsätzlicher mit dem Wert kleiner Gemeinden beschäftigen möchte, dem empfehle ich ergänzend Karl Vaters’ <em><a href="https://amzn.to/4wmn5QH">Kleine Gemeinde – große Wirkung</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>). Vaters denkt stärker über Gemeindegröße, Gemeindeverständnis und praktische Modelle nach. Martin und Griggs richten den Blick besonders auf den pastoralen Dienst in kleinen Orten.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe <em><a href="https://amzn.to/4eG0I2w">Pastoring Small Towns</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) mit Gewinn gelesen. Es hat mir neu die Augen geöffnet für die besonderen Freuden und Herausforderungen des Dienstes in einer kleinen Ortschaft. Nicht alles ist perfekt ausgearbeitet, manches hätte auch kürzer sein können. Aber das Buch atmet Liebe zur Gemeinde, Liebe zu kleinen Orten und Liebe zu Christus.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Für mich bleibt nach der Lektüre vor allem Dankbarkeit zurück. Von Herzen bin ich weiterhin Pastor in einer kleinen Ortschaft.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fpastor-sein-in-kleinen-orten%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dpastor-sein-in-kleinen-orten&amp;action_name=Pastor%20sein%20in%20kleinen%20Orten&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/pastor-sein-in-kleinen-orten/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=pastor-sein-in-kleinen-orten">Pastor sein in kleinen Orten</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Tanzt Gottes Geist mit dem Zeitgeist? Eine kritische Anfrage an (post)moderne Offenheit im Glauben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[C. S. Lewis]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Offenheit klingt nach Demut – kann aber zur Unklarheit werden. Warum Christen sich nicht beliebig zwischen Theologien bewegen können.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ftanzt-gottes-geist-mit-dem-zeitgeist%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dtanzt-gottes-geist-mit-dem-zeitgeist&amp;action_name=Tanzt%20Gottes%20Geist%20mit%20dem%20Zeitgeist%3F%20Eine%20kritische%20Anfrage%20an%20%28post%29moderne%20Offenheit%20im%20Glauben&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der aktuellen Ausgabe von IDEA plädiert Manuel Gräßlin in einem Interview für mehr Offenheit im Glauben. Ausgangspunkt ist sein Buch „<a href="https://amzn.to/4uisN4u">Theophobie: Warum Gott nicht sicher, aber gut ist</a>“ (<em>Affiliate-Link</em>), in dem er einen Glauben beschreibt, der bewusst Raum für Zweifel lässt und sich nicht eindeutig zwischen theologischen Positionen festlegt. Christen sollten sich weniger festlegen, stärker unterschiedliche Perspektiven zulassen und sich bewusst nicht eindeutig zwischen theologischen Richtungen verorten. Das wirkt zunächst überzeugend. Offenheit klingt nach Demut, nach Lernbereitschaft und nach geistlicher Reife. Aber die entscheidende Frage ist: Wird hier wirklich Demut beschrieben – oder beginnt an diesem Punkt eine Unklarheit, die den Kern des Glaubens berührt? Damit wird Offenheit nicht mehr nur als Weg verstanden, sondern zunehmend als Ziel.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Ich habe das Buch selbst nicht gelesen und beziehe mich deshalb nur auf das Interview. Gerade deshalb möchte ich mich auf das konzentrieren, was dort tatsächlich gesagt wird – und warum ich an einem Punkt klar widersprechen würde.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Was daran richtig ist</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Einigen Beobachtungen kann ich voll zustimmen. Christen sollten nicht so auftreten, als hätten sie auf jede Frage eine fertige Antwort. Glaube bedeutet Vertrauen, nicht vollständige Erkenntnis. Zweifel sind keine Tugend, aber sie gehören zur Realität eines Glaubens, der noch unterwegs ist. Und ja: Auch im evangelikalen Umfeld gibt es Überzeugungen, die mit großer Selbstverständlichkeit vertreten werden, ohne dass klar ist, ob sie wirklich biblisch begründet sind oder eher aus Prägung und Gewohnheit stammen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Ebenso stimmt: Man kann von Menschen lernen, die theologisch anders denken. Niemand sollte so tun, als habe Gott nur im eigenen Umfeld etwas zu sagen. Gerade deshalb ist es entscheidend, sorgfältig zu unterscheiden, was man übernimmt – und was nicht.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Wo das Problem beginnt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kritisch wird es dort, wo nicht mehr nur einzelne Einsichten aus anderen theologischen Richtungen aufgenommen werden, sondern die Unterschiede selbst an Bedeutung verlieren. Im Interview entsteht der Eindruck, dass es ein guter Weg sei, sich bewusst zwischen evangelikaler und liberaler Theologie zu bewegen, statt sich festzulegen. Begründet wird das unter anderem damit, dass Gott auch außerhalb vertrauter Räume wirkt. Das stimmt. Aber daraus wird eine Schlussfolgerung gezogen, die so nicht gerechtfertigt ist.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Als Beleg wird Hesekiel 11 herangezogen. Der Text beschreibt die Situation des Volkes im Exil und macht deutlich: Gott verlässt sein Volk nicht, auch wenn es unter Gericht steht. Seine Herrlichkeit zieht aus Jerusalem weg, und Hesekiel soll den Menschen im Exil Gottes Wort weitergeben. Gott bleibt also gegenwärtig und spricht weiter zu seinem Volk.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Aber genau hier ist die Grenze: Der Text sagt nichts darüber, dass Gott sich in den religiösen oder theologischen Vorstellungen Babylons zeigt. Darum geht es schlicht nicht. Es geht um Gottes Treue zu seinem Volk – nicht um eine Öffnung gegenüber fremden Denkweisen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wenn man diesen Unterschied übersieht, verschiebt sich die Aussage. Aus der richtigen Beobachtung, dass Gott nicht an einen Ort gebunden ist, wird dann die falsche Schlussfolgerung, dass unterschiedliche theologische Ansätze gleichermaßen Ausdruck seiner Wahrheit sein könnten. Genau an diesem Punkt wird die Linie unscharf.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Wenn der Zeitgeist zum Maßstab wird</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In dieselbe Richtung geht die Formulierung, Gottes Geist tanze mit dem Zeitgeist. Man kann sie wohlwollend verstehen, aber sie bleibt gefährlich unklar. Natürlich gibt es Entwicklungen in der Gesellschaft, die berechtigte Anliegen sichtbar machen. Auch Christen übersehen Dinge oder bewerten sie vorschnell. Und ja: Gott kann äußere Umstände nutzen, um aufzurütteln und zur Umkehr zu führen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb braucht es eine klare Unterscheidung. Der Zeitgeist ist nicht neutral, sondern von Überzeugungen geprägt, die dem biblischen Zeugnis oft widersprechen. Wenn man davon spricht, dass Gottes Geist mit dem Zeitgeist „tanzt“, kann leicht der Eindruck entstehen, dass aktuelle Strömungen grundsätzlich ein verlässlicher Hinweis auf Gottes Wirken sind. Genau das wäre zu kurz gegriffen. Der Heilige Geist lässt sich nicht an die Denkmuster einer Zeit binden, sondern prüft sie, widerspricht ihnen und richtet den Blick auf Christus.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wenn diese Unterscheidung unscharf bleibt, verschwimmt die Grenze. Dann wird Gottes Wirken leicht mit den Strömungen der eigenen Zeit gleichgesetzt.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Dekonstruktion ohne Fundament</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich zeigt sich die Spannung beim Thema Dekonstruktion. Der Gedanke, etwas Überkommenes kritisch zu hinterfragen und durch etwas Besseres zu ersetzen, klingt zunächst richtig. Auch Jesus stellt falsche Auslegungen infrage und korrigiert religiöse Fehlentwicklungen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Manuel Gräßlin verweist in diesem Zusammenhang selbst auf Matthäus 12 und die Auseinandersetzung um den Sabbat. Gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn dort führt Jesus nicht weg von der Schrift, sondern tiefer in sie hinein. Er deckt falsche Anwendungen auf, zeigt den eigentlichen Sinn des Gesetzes und richtet den Blick auf sich selbst als den, der Autorität über den Sabbat hat. Kritik dient hier nicht dem Abbau, sondern der Klärung.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Bei dem, was heute oft als Dekonstruktion beschrieben wird, zeigt sich jedoch häufig eine andere Bewegung. Was als ehrliches Hinterfragen zu beginnen scheint, endet nicht selten darin, dass zentrale Überzeugungen selbst unsicher werden. Es geht dann nicht mehr darum, die Schrift besser zu verstehen, sondern darum, sich von ihrer Verbindlichkeit zu lösen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das Problem ist also nicht die Kritik an falschen Prägungen. Das Problem entsteht dort, wo das Fundament selbst zur Disposition steht. Wenn nicht nur menschliche Traditionen, sondern auch die Autorität der Schrift und die Mitte des Evangeliums infrage stehen, führt Dekonstruktion nicht zur Klärung, sondern zur Auflösung.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Warum Demut Klarheit braucht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter all dem steht häufig ein bestimmtes Verständnis von Demut: Man soll sich nicht zu schnell festlegen, sondern bewusst offen bleiben und verschiedene Sichtweisen nebeneinander stehen lassen. Doch genau hier zeigt sich die entscheidende Verschiebung: Offenheit wird nicht mehr nur als Weg verstanden, sondern als dauerhafte Haltung – auch in zentralen Fragen. Bedauerlicherweise geht das bei Gräßlin so weit, dass er sich zumindest im Interview nicht einmal mehr durchringen kann, sich als evangelikal zu bezeichnen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Biblische Demut bedeutet etwas anderes. Sie heißt, sich unter Gottes Wort zu stellen und bereit zu sein, sich korrigieren zu lassen. Gerade das setzt voraus, dass dieses Wort verbindlich ist. Wer diese Verbindlichkeit relativiert, wirkt vielleicht bescheiden, verliert aber die Grundlage, auf der Glaube überhaupt trägt.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Was Narnia hier klarer sieht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Manuel Gräßlin greift im Untertitel seines Buches bewusst einen Gedanken von C. S. Lewis auf: Gott ist „nicht sicher, aber gut“. Diese Bezugnahme finde ich sympathisch. Sie zeigt eine Liebe zu Narnia, die ich mit ihm teile. Gerade deshalb hätte ich mir gewünscht, dass er Lewis an dieser Stelle stärker folgt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Bei Lewis bedeutet dieser Satz nicht, dass Gott unklar oder beliebig wäre. Aslan ist nicht sicher, weil er sich nicht kontrollieren lässt. Er ist nicht harmlos, nicht berechenbar und nicht nach unseren Maßstäben verfügbar. Aber er ist gut. Seine Größe führt bei Lewis nicht in Unentschiedenheit, sondern in Vertrauen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Sehr deutlich wird das im letzten Narnia-Band. Dort wird ein falscher Aslan präsentiert, und Wahrheit und Lüge werden bewusst miteinander vermischt. Am Ende steht die Behauptung, bei Aslan und seinem Gegenspieler würde es sich im Grunde um die selbe Person handeln. Das klingt zunächst weit, offen und versöhnlich. Bei Lewis ist es aber keine geistliche Reife, sondern klare Täuschung.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort darauf ist nicht noch mehr Offenheit, sondern Treue. Wer den echten Aslan kennt, hält an ihm fest. Lewis warnt vor einer Offenheit, die Unterschiede verwischt. Und gerade diese Warnung scheint mir in der gegenwärtigen Diskussion dringend nötig.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist gut, wenn Christen selbstkritisch sind, zuhören und dazulernen. Problematisch wird es jedoch, wenn daraus eine Haltung entsteht, die sich bewusst nicht mehr festlegen will – selbst dort, wo die Schrift klare Orientierung gibt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Man kann von verschiedenen theologischen Richtungen lernen. Aber man kann nicht in ihnen allen gleichzeitig stehen. Wer versucht, beides zu verbinden, verliert am Ende die Klarheit.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gott ist nicht harmlos. Aber er ist gut. Und gerade deshalb ist er nicht beliebig.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
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		<title>Predigen mit Gott im Zentrum – ein kurzer, aber notwendiger Weckruf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein kurzes Buch mit großer Wirkung: Warum Predigt nur dann kraftvoll ist, wenn Gott selbst im Zentrum steht.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fpredigen-mit-gott-im-zentrum%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dpredigen-mit-gott-im-zentrum&amp;action_name=Predigen%20mit%20Gott%20im%20Zentrum%20%E2%80%93%20ein%20kurzer%2C%20aber%20notwendiger%20Weckruf&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/predigen-mit-gott-im-zentrum/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=predigen-mit-gott-im-zentrum">Predigen mit Gott im Zentrum – ein kurzer, aber notwendiger Weckruf</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://amzn.to/4uf1JDi">Predigen mit Gott im Zentrum</a> (<em>Affiliate-Link</em>) ist ein kleines, dichtes Buch, das den Blick neu ausrichtet: weg vom Prediger, hin zu Gott selbst. Es ist keine ausführliche Anleitung, sondern eine geistliche Korrektur. Kurz genug, um es an einem Nachmittag zu lesen – und zugleich tief genug, um noch lange darüber nachzudenken.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Anliegen und Kontext</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Michael Reeves (siehe auch <a href="https://jakobhaddick.de/was-heisst-es-eigentlich-evangelikal-zu-sein/">meine Rezension zu <em>Menschen des Evangeliums</em></a>) gehört zu den Autoren, die theologische Klarheit mit geistlicher Wärme verbinden. Als Theologe und Prediger ist es ihm ein zentrales Anliegen, dass Verkündigung nicht nur inhaltlich korrekt ist, sondern wirklich von Gott her gedacht wird.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Genau hier setzt dieses Buch an. Es fragt nicht zuerst, wie man predigt, sondern was Predigt ihrem Wesen nach ist. Damit verschiebt Reeves bewusst den Fokus: weg von Methoden hin zu den Grundlagen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Worum es im Buch geht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Reeves entfaltet in acht kurzen Kapiteln eine grundlegende Überzeugung: Predigt ist nur dann wirklich Predigt, wenn sie im Wesen Gottes gründet. Gott ist ein redender Gott, die Bibel ist sein lebendiges Wort, und das Evangelium hat Kraft, Menschen zu verändern.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Satz bringt das auf den Punkt: „Wir predigen, weil Gott zuerst zu uns gepredigt hat.“ (S.19) Predigt ist deshalb nicht in erster Linie eine Fähigkeit, sondern Teilhabe an Gottes eigenem Reden.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Im Kern kreist das Buch um drei Fragen: Was ist eine Predigt? Was bewirkt sie? Und welche Rolle hat der Prediger dabei? Die Antwort läuft immer wieder auf dasselbe hinaus: Christus soll sichtbar werden – nicht nur als Inhalt, sondern als gegenwärtige Realität für die Hörer.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Stärken</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die große Stärke des Buches liegt in seiner Klarheit und Ausrichtung. Reeves gelingt es, das Wesen der Predigt theologisch zu verankern, ohne sich in Details zu verlieren. Gerade darin liegt die Kraft: Das Buch überlädt nicht, sondern führt zum Wesentlichen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Besonders hilfreich ist die konsequente Ausrichtung auf Gott selbst. Predigt wird nicht zuerst als Technik verstanden, sondern als geistliches Geschehen. Das schützt sowohl vor einer rein methodischen Herangehensweise, bei der Form und Struktur dominieren, als auch vor einer stark subjektiven Verkündigung, die sich zu sehr an persönlichen Eindrücken orientiert.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Grenzen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kürze des Buches bringt zugleich eine klare Grenze mit sich. Viele Themen werden nur angerissen und nicht vertieft. Wer eine konkrete Anleitung für die Predigtvorbereitung oder praktische Werkzeuge sucht, wird hier wenig finden.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Allerdings gehört das zur Absicht des Buches. Reeves will nicht in erster Linie Methoden vermitteln, sondern den inneren Kompass neu ausrichten. Insofern ist die fehlende Ausführlichkeit weniger ein Mangel als eine bewusste Entscheidung.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Für wen das Buch hilfreich ist</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch ist besonders für Prediger und Pastoren hilfreich, die ihre eigene Ausrichtung überprüfen wollen. Gerade für jüngere Prediger kann es eine gute Grundlage legen, während erfahrene Prediger daran erinnert werden, was im Zentrum stehen muss.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Weniger geeignet ist es für Leser, die vor allem praktische Anleitungen und konkrete Schritt-für-Schritt-Hilfen erwarten.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://amzn.to/4uf1JDi">Predigen mit Gott im Zentrum</a> (<em>Affiliate-Link</em>) ist kein umfassendes Lehrbuch, sondern ein geistlicher Weckruf. Es erinnert daran, dass echte Predigt dort beginnt, wo Gott selbst im Zentrum steht – nicht der Prediger, nicht die Methode und auch nicht die Wirkung.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gerade in einer Zeit, in der viel über Kommunikation, Relevanz und Form gesprochen wird – oft zu Recht –, ist diese Perspektive ein notwendiges Gegengewicht.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
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		<title>Warum Leiter nicht alles verstehen müssen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 14:32:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeinde & Leitung]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Leiterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leiter wünschen sich Klarheit – und erleben doch oft das Gegenteil. Hiob 28 hilft, diese Spannung zu verstehen und anders damit umzugehen.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fleitung-ohne-klarheit%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dleitung-ohne-klarheit&amp;action_name=Warum%20Leiter%20nicht%20alles%20verstehen%20m%C3%BCssen&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wer Verantwortung trägt, denkt viel nach. Entscheidungen müssen vorbereitet, Möglichkeiten abgewogen und Entwicklungen eingeschätzt werden. Gerade in der Gemeindeleitung gehört das zum Alltag. Und doch gibt es Situationen, in denen all das nicht zu der Klarheit führt, die man sich erhofft. Man hat sich Zeit genommen, Gespräche geführt, gebetet – und trotzdem bleibt Unsicherheit. Man weiß nicht genau, ob eine Entscheidung trägt oder wohin sich Dinge entwickeln werden. Das ist kein Randphänomen, sondern gehört zum Kern geistlicher Leitung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hiob 28 setzt genau hier an. Das Kapitel erklärt, warum das so ist: Es zeigt die Grenze menschlicher Erkenntnis. Der Mensch kann viel erkennen und erreichen – aber der Zugang zur Weisheit bleibt ihm letztlich verschlossen. Damit hilft der Text, die eigene Erfahrung einzuordnen. Die Unsicherheit, die trotz sorgfältiger Überlegungen bleibt, ist kein persönliches Defizit, sondern Ausdruck menschlicher Begrenzung. Weisheit ist nach Hiob 28 nichts, was man sich erschließen oder sichern kann. Diese Einsicht ist ernüchternd, aber auch klärend. Sie verschiebt die Frage: nicht mehr „Habe ich genug bedacht?“, sondern „Habe ich meine Grenze erkannt?“.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wir kommen weit – aber nicht weit genug</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hiob 28 beschreibt eindrücklich, wozu Menschen fähig sind. Sie dringen in die Tiefe der Erde vor, überwinden Dunkelheit und bringen verborgene Schätze ans Licht. Der Text zeichnet ein Bild von Entschlossenheit, Fähigkeit und Ausdauer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wir kommen weit. Wir können Zusammenhänge erkennen, Prozesse gestalten und Verantwortung übernehmen. Gerade Leiter sind geübt darin, Dinge zu durchdenken und tragfähige Wege zu suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch an einem Punkt endet diese Fähigkeit. Der Zugang zur Weisheit bleibt verschlossen. Es gibt eine Dimension, die sich menschlicher Anstrengung entzieht. Man kann viel erfassen – und steht doch an entscheidenden Punkten vor offenen Fragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die stille Überforderung von Leitern</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird ein Problem sichtbar, das oft unausgesprochen bleibt. Leiter stehen unter dem Anspruch, verantwortliche Entscheidungen zu treffen – und wünschen sich dafür eine Sicherheit, die es so nicht gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man möchte Entwicklungen einschätzen können, Konsequenzen überblicken und möglichst wenig dem Zufall überlassen. Doch genau hier entsteht Druck. Denn selbst mit viel Einsatz lässt sich diese Sicherheit nicht herstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hiob 28 formuliert das nüchtern: Weisheit ist weder auffindbar noch verfügbar. Sie lässt sich nicht erwerben und nicht erzwingen. Damit wird eine verbreitete Illusion sichtbar: die Vorstellung, mit genügend Einsatz ließe sich am Ende alles klären. Genau das ist nicht der Fall – und genau das macht Leitung an vielen Punkten so anspruchsvoll.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine notwendige Korrektur</h3>



<p class="wp-block-paragraph">So ernüchternd diese Einsicht ist, so wichtig ist sie. Sie korrigiert die Erwartung, dass letztlich alles von der eigenen Einschätzung abhängt. Und sie stellt die Frage, worauf Leitung eigentlich gründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hiob 28 führt nicht zu Resignation, sondern zu einer anderen Perspektive. Am Ende steht kein Methodenwechsel, sondern eine Haltung: „Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit“ (Hiob 28,28).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tremper Longman (<a href="https://www.logos.com/product/28736/job/?utm_source=jakobhaddick.de&amp;utm_medium=partner&amp;utm_campaign=departner">Kommentar bei Logos</a>) formuliert: „Den HERRN zu fürchten heißt, sich in eine untergeordnete Stellung vor ihm zu stellen und die eigene Abhängigkeit von ihm anzuerkennen.“ Und John Walton (<a href="https://www.logos.com/product/37656/job/?utm_source=jakobhaddick.de&amp;utm_medium=partner&amp;utm_campaign=departner">Kommentar bei Logos</a>) ergänzt: „Die Furcht des Herrn bringt die eigenen Fähigkeiten und Ressourcen in die richtige Perspektive.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird deutlich: Weisheit besteht nicht zuerst darin, mehr zu verstehen, sondern darin, sich richtig einzuordnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was das für Leitung bedeutet</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Perspektive verändert, wie Verantwortung gelebt wird. Sie nimmt weder die Aufgabe noch die Notwendigkeit von Entscheidungen weg. Aber sie verschiebt die Grundlage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leitung bedeutet dann nicht, erst dann zu handeln, wenn vollständige Klarheit erreicht ist, sondern verantwortlich zu entscheiden – im Bewusstsein der eigenen Begrenzung und in Abhängigkeit von Gott. Das schließt sorgfältiges Nachdenken nicht aus, aber es entlastet davon, darin die letzte Sicherheit zu suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zeigt sich oft in konkreten Situationen. Man kann um Weisheit bitten, weil man weiß, dass man nicht alles überblickt. Und man kann Entwicklungen annehmen, die man so nicht erwartet hat, ohne sofort alles erklären zu müssen. Beides gehört zusammen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hiob 28 zeichnet kein idealisiertes Bild von menschlicher Erkenntnis, sondern ein realistisches. Wir kommen weit – aber nicht bis zur letzten Weisheit. Genau darin liegt eine wichtige Orientierung für Leiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gute Leitung entsteht nicht daraus, dass jemand alles durchschaut, sondern daraus, dass jemand seine Grenzen kennt und gelernt hat, sich in diesen Grenzen an Gott auszurichten. Das nimmt Druck und schafft eine andere Art von Stabilität – nicht durch Kontrolle, sondern durch Vertrauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wer gute Einführungen in die Weisheitsliteratur sucht, <a href="https://jakobhaddick.de/werde-weise/">wird hier fündig werden</a>.</em></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fleitung-ohne-klarheit%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dleitung-ohne-klarheit&amp;action_name=Warum%20Leiter%20nicht%20alles%20verstehen%20m%C3%BCssen&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/leitung-ohne-klarheit/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=leitung-ohne-klarheit">Warum Leiter nicht alles verstehen müssen</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Logos KI im Praxistest: Besser als gedacht – aber noch kein verlässliches Werkzeug</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 15:21:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitale Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Logos]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe meine Einschätzung zur Logos-KI korrigieren müssen. Sie ist besser als gedacht – aber noch kein verlässliches Werkzeug.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Flogos-ki-im-praxistest%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dlogos-ki-im-praxistest&amp;action_name=Logos%20KI%20im%20Praxistest%3A%20Besser%20als%20gedacht%20%E2%80%93%20aber%20noch%20kein%20verl%C3%A4ssliches%20Werkzeug&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/logos-ki-im-praxistest/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=logos-ki-im-praxistest">Logos KI im Praxistest: Besser als gedacht – aber noch kein verlässliches Werkzeug</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im November habe ich den <a href="https://jakobhaddick.de/warum-der-neue-ki-chat-in-logos-ein-fortschritt-ist-aber-noch-kein-durchbruch/">neuen KI-Chat in Logos bewertet</a> und dabei ein gemischtes Fazit gezogen: ein Fortschritt, aber noch kein Durchbruch. Nicht alles daran war allerdings korrekt. Ruben hat mich kürzlich in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass ich eine Möglichkeit übersehen habe, die tatsächlich funktioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mir das daraufhin noch einmal genauer angeschaut – und musste meine Einschätzung an dieser Stelle korrigieren. Gleichzeitig zeigt sich aber auch: Mein grundlegender Eindruck bleibt bestehen. Die Möglichkeiten sind größer, als ich zunächst dachte, aber die Umsetzung bleibt an entscheidenden Punkten hinter dem zurück, was eigentlich möglich wäre.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fragen an einzelne Werke: besser als gedacht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Kritikpunkt meines ursprünglichen Artikels war, dass man keine gezielten Fragen an einzelne Bücher stellen könne. Genau das stimmt so nicht. Über die Suche kann man ein konkretes Werk auswählen und dieses direkt „befragen“. Ich habe das mit dem Beale-Kommentar zu Kolosser ausprobiert – genau mit der Frage, die ich auch im November formuliert hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis ist überzeugend. Die Antwort greift die Argumentation des Autors sauber auf, verweist nachvollziehbar auf die Quelle und erlaubt es, im Chat direkt nachzufragen und tiefer einzusteigen. Damit wird aus einer statischen Recherche ein echter Arbeitsprozess. Für die Predigtvorbereitung ist das ein deutlicher Gewinn, weil man schneller zum Kern eines Arguments kommt und anschließend gezielt im Text nachlesen kann.</p>



<div id="wp-block-themeisle-blocks-slider-21ec7859" class="wp-block-themeisle-blocks-slider glide" data-per-view="1" data-gap="0" data-peek="0" data-autoplay="false" data-height="480px" data-hide-arrows="false"><div class="glide__track" data-glide-el="track"><div class="glide__slides"><div class="wp-block-themeisle-blocks-slider-item-wrapper glide__slide" tabindex="0"><figure><img decoding="async" class="wp-block-themeisle-blocks-slider-item" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2026/04/Beale-scaled.png" alt="" title="" data-id="2582"/></figure></div><div class="wp-block-themeisle-blocks-slider-item-wrapper glide__slide" tabindex="0"><figure><img decoding="async" class="wp-block-themeisle-blocks-slider-item" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2026/04/Beale-Chat-scaled.png" alt="" title="" data-id="2581"/></figure></div></div><div class="glide__bullets" data-glide-el="controls[nav]"><button class="glide__bullet" data-glide-dir="=0"></button><button class="glide__bullet" data-glide-dir="=1"></button></div></div></div>



<h3 class="wp-block-heading">Sammlungen: ein interessanter Ansatz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neu für mich war auch die Arbeit mit Sammlungen. Damit kann man mehrere Bücher bündeln und die KI gezielt auf diese Auswahl beschränken. Die Idee dahinter ist stark, weil man sich eine eigene, kuratierte Arbeitsumgebung schaffen kann – etwa mit den Kommentaren, denen man besonders vertraut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Praxis funktioniert das Anlegen solcher Sammlungen gut und ist intuitiv. Man merkt, dass hier ein durchdachtes Konzept dahintersteht. Gerade für die Predigtarbeit liegt hier großes Potenzial, weil man nicht mehr mit der gesamten Bibliothek arbeiten muss, sondern bewusst mit einer ausgewählten Gruppe von Quellen.</p>



<div id="wp-block-themeisle-blocks-slider-766d0e68" class="wp-block-themeisle-blocks-slider glide" data-per-view="1" data-gap="0" data-peek="0" data-autoplay="false" data-height="480px" data-hide-arrows="false"><div class="glide__track" data-glide-el="track"><div class="glide__slides"><div class="wp-block-themeisle-blocks-slider-item-wrapper glide__slide" tabindex="0"><figure><img decoding="async" class="wp-block-themeisle-blocks-slider-item" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2026/04/Sammlung-scaled.png" alt="" title="" data-id="2580"/></figure></div><div class="wp-block-themeisle-blocks-slider-item-wrapper glide__slide" tabindex="0"><figure><img decoding="async" class="wp-block-themeisle-blocks-slider-item" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2026/04/Bibliothek-scaled.png" alt="" title="" data-id="2579"/></figure></div></div><div class="glide__bullets" data-glide-el="controls[nav]"><button class="glide__bullet" data-glide-dir="=0"></button><button class="glide__bullet" data-glide-dir="=1"></button></div></div></div>



<h3 class="wp-block-heading">Vergleich mehrerer Kommentare: hier wird es problematisch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigentliche Stärke würde sich allerdings erst zeigen, wenn man mehrere Werke zuverlässig miteinander vergleichen könnte. Genau das habe ich versucht – und hier zeigen sich deutliche Schwächen. In einem Versuch mit vier Werken (siehe Screenshots) wurde darauf hingewiesen, dass zwei Werke ignoriert wurden, da die Anfrage zu breit sei. Gleichzeitig wurde jedoch die gesamte Bibliothek durchsucht und eine zusätzliche Quelle einbezogen, die gar nicht Teil der ursprünglichen Auswahl war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wirkt inkonsistent und schwer nachvollziehbar. Wenn vier Kommentare in einer Sammlung enthalten sind, sollte es kein Problem sein, genau diese vier miteinander zu vergleichen. Hinzu kommt, dass die Darstellungsmöglichkeiten begrenzt sind. Ich habe beispielsweise vergeblich versucht, die Unterschiede tabellarisch darstellen zu lassen; die Antworten bleiben textlastig und wenig strukturiert. Gerade hier zeigt sich, dass die Umsetzung noch nicht ausgereift ist.</p>



<div id="wp-block-themeisle-blocks-slider-54cd3f02" class="wp-block-themeisle-blocks-slider glide" data-per-view="1" data-gap="0" data-peek="0" data-autoplay="false" data-height="480px" data-hide-arrows="false"><div class="glide__track" data-glide-el="track"><div class="glide__slides"><div class="wp-block-themeisle-blocks-slider-item-wrapper glide__slide" tabindex="0"><figure><img decoding="async" class="wp-block-themeisle-blocks-slider-item" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2026/04/Chat-1-scaled.png" alt="" title="" data-id="2583"/></figure></div><div class="wp-block-themeisle-blocks-slider-item-wrapper glide__slide" tabindex="0"><figure><img decoding="async" class="wp-block-themeisle-blocks-slider-item" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2026/04/Chat-2-scaled.png" alt="" title="" data-id="2584"/></figure></div></div><div class="glide__bullets" data-glide-el="controls[nav]"><button class="glide__bullet" data-glide-dir="=0"></button><button class="glide__bullet" data-glide-dir="=1"></button></div></div></div>



<h3 class="wp-block-heading">Viel Potenzial – aber noch kein verlässliches Werkzeug</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach diesen Tests wird deutlich: Logos ist auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel. Die grundlegenden Funktionen sind vorhanden, und meine ursprüngliche Kritik war an einigen Stellen nicht zutreffend. Man kann gezielt mit einzelnen Werken arbeiten, Sammlungen erstellen und grundsätzlich auch mehrere Stimmen zusammenführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig fehlt es noch an Verlässlichkeit und an geeigneten Darstellungsmöglichkeiten. Besonders beim Vergleich mehrerer Auslegungen stößt man schnell an Grenzen, und die Steuerungsmöglichkeiten durch den Nutzer sind noch zu ungenau. Die Ergebnisse sind nicht immer konsistent, was gerade für ernsthafte exegetische Arbeit problematisch ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein realistisches Zwischenfazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der KI-Chat in Logos ist mehr als ein Zusatzfeature. Richtig eingesetzt, kann er die Arbeit deutlich erleichtern und beschleunigen – vor allem beim Einstieg in ein Thema oder beim Erschließen einzelner Kommentare. Gleichzeitig ersetzt er keine sorgfältige Auslegung und ist noch kein Werkzeug, auf das man sich bei komplexeren Fragestellungen vollständig verlassen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist das die treffendste Einordnung: Logos hat erkennbar die richtigen Ideen, aber daraus noch kein wirklich verlässliches Studienwerkzeug gemacht. Die Richtung stimmt, doch die Umsetzung trägt an entscheidenden Stellen noch nicht. Wenn Logos hier nachschärft, kann daraus sehr viel werden.</p>
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		<title>Wenn Mittel zum Zweck werden – wie Gemeinden ihr Zentrum verlieren können</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeinde & Leitung]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie können Gemeinden ihr Zentrum verlieren, ohne es zu merken? Dieser Beitrag zeigt, warum Mittel leicht zum Zweck werden – und wie das Evangelium neu ins Zentrum rückt.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fwenn-mittel-zum-zweck-werden%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dwenn-mittel-zum-zweck-werden&amp;action_name=Wenn%20Mittel%20zum%20Zweck%20werden%20%E2%80%93%20wie%20Gemeinden%20ihr%20Zentrum%20verlieren%20k%C3%B6nnen&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/wenn-mittel-zum-zweck-werden/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=wenn-mittel-zum-zweck-werden">Wenn Mittel zum Zweck werden – wie Gemeinden ihr Zentrum verlieren können</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In seinem Buch <a href="https://amzn.to/4tb0MMd"><em>Organisationen: Eine sehr kurze Einführung</em></a> (<em>Affiliate-Link</em>) beschreibt Stefan Kühl ein Phänomen, das zunächst sehr abstrakt wirkt, das aber viele von uns kennen dürften – besonders dann, wenn eine Gemeinde ihr Zentrum verliert, ohne es zu merken.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">In der Tradition einer zweckrationalen Sichtweise von Organisationen dienen Mittel dazu, den Zweck einer Organisation zu erreichen. In der Praxis gewinnen die Mittel jedoch oft eine eigene Qualität. Die Zwecke, für die die Mittel ursprünglich einmal entwickelt wurden, werden vergessen und an den Mitteln wird mit einem solchen Enthusiasmus festgehalten, als ob sie der Zweck der Organisation selbst wären. […] Das Zusammentreffen in kirchlichen Jugendgruppen, in Seniorentreffs, in Gemeindehäusern und im postgottesdienstlichen Kaffeeklatsch ist dann irgendwann nicht mehr Teil der Lobpreisung Gottes im Sinne eines „Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind“, sondern die Pflege der Geselligkeit wird zum Hauptinhalt der Gemeindearbeit. Solche Zweck-Mittel-Verdrehungen vollziehen sich schleichend, sodass sie von den Organisationen selbst häufig kaum wahrgenommen werden.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kern des Gedankens ist einfach: Mittel werden zu Zwecken. Was ursprünglich helfen sollte, wird selbst zum Maßstab. Genau diese Verschiebung lässt sich auch im geistlichen Kontext beobachten – Kühl weist im zitierten Abschnitt selbst darauf hin. Und gerade darin liegt die Gefahr: Nicht nur Abläufe verselbstständigen sich, sondern das eigentliche Zentrum kann aus dem Blick geraten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Auftrag der Gemeinde</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Auftrag der Gemeinde ist im Neuen Testament klar verankert. Jesus sagt: „Wie der Vater mich gesandt hat, sende ich auch euch“ (Joh 20,21). Gemeinde lebt von diesem Gesandtsein und hat ihren Ursprung nicht in sich selbst, sondern im Handeln Gottes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum dieses Auftrags steht das Evangelium selbst: Christus ist für unsere Sünden gestorben und am dritten Tag auferweckt worden (1Kor 15,3–4). Karfreitag und Ostern bilden damit den Kern dessen, was Gemeinde trägt. Von hier her versteht sich alles, was sie ist und tut.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wenn Mittel ihre Funktion verlieren</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie jede Organisation braucht auch eine Gemeinde Mittel, um ihr Ziel zu erreichen. Gleichzeitig zeigt sich: Genau diese Mittel können sich vom ursprünglichen Zweck lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann wird ein Angebot, das geistliches Wachstum fördern sollte, zum Selbstzweck. Gemeinschaft wird gepflegt, verliert aber ihren Bezug zum Evangelium. Entscheidungen orientieren sich stärker an Abläufen, Erwartungen und dem, was sich eingespielt hat, als am eigentlichen Auftrag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was einmal sinnvoll war, bleibt bestehen – aber die Frage nach seinem Zweck tritt in den Hintergrund.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine geistliche Herausforderung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung ist nicht nur organisatorisch, sondern geistlich bedeutsam. Denn der Auftrag der Gemeinde ist untrennbar mit dem Evangelium verbunden. Wenn diese Verbindung schwächer wird, bleibt vieles äußerlich intakt – aber die innere Ausrichtung verändert sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei betrifft das nicht nur Strukturen, sondern auch die persönliche Ebene. Die Botschaft von Kreuz und Auferstehung ist nicht nur Inhalt der Verkündigung, sondern Grundlage des eigenen Glaubens. Wo diese Mitte verblasst, entsteht leicht ein Christsein, das funktioniert, aber nicht mehr vom Evangelium her lebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So kann viel geschehen – und doch das Entscheidende aus dem Blick geraten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Karfreitag und Ostern als notwendige Erinnerung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade die großen christlichen Feiertage wirken hier wie eine Korrektur. Karfreitag erinnert daran, dass alles mit dem Kreuz beginnt. Ostern macht deutlich, dass Gemeinde aus der Kraft der Auferstehung lebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beides zusammen rückt den Mittelpunkt neu ins Licht. Es geht nicht zuerst darum, dass Gemeinde funktioniert, sondern dass sie von Christus her geprägt ist. Diese Perspektive stellt unausweichlich die Frage, ob das eigene Handeln noch von diesem Zentrum bestimmt ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Anwendung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hilfreich ist es, die eigene Gemeindepraxis gelegentlich bewusst zu hinterfragen. Nicht alles muss infrage gestellt werden, aber die Frage nach dem Zweck sollte wachgehalten werden: Wozu dient das, was wir tun – und dient es diesem Zweck noch wirklich?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso wichtig ist die persönliche Verankerung im Evangelium. Der Auftrag der Gemeinde bleibt nur lebendig, wenn er im eigenen Glauben verankert ist. Das bedeutet, sich selbst immer wieder neu der Botschaft von Kreuz und Auferstehung auszusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich gehört auch die Bereitschaft dazu, Dinge zu verändern. Treue zeigt sich nicht im Festhalten an Gewohntem, sondern im Festhalten am Auftrag.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinden verlieren ihr Zentrum selten durch bewusste Abkehr. Oft geschieht es schleichend – so, dass eine Gemeinde ihr Zentrum verliert, ohne es zu merken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Mittel sind notwendig – aber sie bleiben Mittel. Der Auftrag ist klar: Menschen mit dem Evangelium zu erreichen und im Glauben zu fördern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Weiterdenken</h3>



<p class="wp-block-paragraph">1.	Ist bei dem, was wir als Gemeinde tun, noch klar erkennbar, welchem Zweck es dient?</p>



<p class="wp-block-paragraph">2.	Welche Angebote, Strukturen oder Abläufe laufen gut, haben sich aber vielleicht vom eigentlichen Auftrag gelöst?</p>



<p class="wp-block-paragraph">3.	Wo brauche ich selbst neu die Ausrichtung auf das Evangelium – nicht nur als Botschaft für andere, sondern für mich?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
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		<title>Jesus als Philosoph – wie Jonathan Penningtons Buch den Glauben neu erschließt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jesus nur als Retter – oder auch als Lehrer für ein gutes Leben? Dieses Buch zeigt, wie der christliche Glaube die großen Fragen des Menschseins überzeugend beantwortet.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fjesus-als-philosoph-wie-jonathan-penningtons-buch-den-glauben-neu-erschliesst%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Djesus-als-philosoph-wie-jonathan-penningtons-buch-den-glauben-neu-erschliesst&amp;action_name=Jesus%20als%20Philosoph%20%E2%80%93%20wie%20Jonathan%20Penningtons%20Buch%20den%20Glauben%20neu%20erschlie%C3%9Ft&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/jesus-als-philosoph-wie-jonathan-penningtons-buch-den-glauben-neu-erschliesst/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=jesus-als-philosoph-wie-jonathan-penningtons-buch-den-glauben-neu-erschliesst">Jesus als Philosoph – wie Jonathan Penningtons Buch den Glauben neu erschließt</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Jonathan Penningtons <a href="https://amzn.to/48hEEXM"><em>Jesus the Great Philosopher</em></a> (<em>Affiliate-Link</em>) zeigt eindrücklich, dass der christliche Glaube weit mehr zu bieten hat, als nur den Weg in den Himmel aufzuzeigen. Das Buch macht deutlich, dass die Bibel Antworten auf die grundlegenden Fragen des Menschseins gibt – und damit weiterführt als jede philosophische Schule. Dabei gelingt es Pennington, andere Denksysteme fair darzustellen und zugleich ihre Grenzen sichtbar zu machen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Besonders hilfreich ist die Verbindung von theologischer Tiefe und konkreter Lebensrelevanz. Das Buch weitet den Blick auf das Evangelium und hilft, es als tragfähige Wahrheit für das ganze Leben zu verstehen. Für alle, die ihren Glauben vertieft durchdenken und besser mit dem Alltag verbinden wollen, eine klare Empfehlung.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Anliegen und Kontext</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Jonathan Pennington ist ein Autor, den ich seit Jahren sehr schätze. Mehrere seiner Bücher haben mein Denken geprägt und <a href="https://jakobhaddick.de/beste-buecher-aus-2018/">gehören zu den hilfreichsten, die ich gelesen habe￼</a>. Auch <a href="https://jakobhaddick.de/was-ich-aktuell-hore/">seine Predigten</a> verfolge ich regelmäßig, weil sie biblische Substanz mit kultureller Sensibilität und praktischer Relevanz verbinden￼. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an dieses Buch.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Pennington verfolgt das Ziel, Jesus als Weisheitslehrer sichtbar zu machen, ohne ihn auf eine Stufe mit anderen Philosophen zu stellen. Er zeigt, dass Jesus – ebenso wie die biblischen Autoren insgesamt – die Fragen aufgreift, die Menschen schon immer beschäftigt haben, darauf aber Antworten gibt, die weiterführen. Damit korrigiert er ein verkürztes Verständnis des Evangeliums, das sich häufig auf das Jenseits beschränkt.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Inhaltliche Zusammenfassung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Blick in die Struktur des Buches zeigt, wie breit Pennington das Thema anlegt. Er greift die großen Fragen des Lebens auf und führt dabei immer wieder auch in klassische philosophische Ansätze ein. So wird sichtbar, wie Menschen zu allen Zeiten nach Wahrheit, Glück und einem guten Leben suchen. Besonders der Stoizismus wird dabei als ein durchdachter und in sich stimmiger Ansatz gewürdigt, der viele treffende Beobachtungen macht.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht jedoch durchgehend die Frage, wie die Bibel – und besonders Jesus – diese Grundfragen beantwortet. In den Abschnitten über die „großen Ideen“ des Alten und Neuen Testaments arbeitet Pennington heraus, dass der christliche Glaube ein tragfähiges Verständnis von Wirklichkeit, Wahrheit und gutem Leben bietet. Darauf aufbauend vertieft er einzelne Lebensbereiche wie Emotionen, Beziehungen und das Streben nach Glück und zeigt, wie konkret und lebensnah die biblische Perspektive hier ist.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Stärken des Buches</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine besondere Stärke liegt in der Ausgewogenheit der Darstellung. Pennington nimmt andere philosophische Traditionen ernst und würdigt ihre Einsichten, ohne dabei ihre Grenzen zu verschweigen. Das macht seine Argumentation glaubwürdig und anschlussfähig – gerade auch im Gespräch mit Menschen außerhalb der Gemeinde.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Zugleich überzeugt die klare Verbindung von Theologie und Lebenspraxis. Das Buch bleibt nicht auf einer abstrakten Ebene stehen, sondern zeigt, wie die Lehre Jesu konkret in das Leben hineinwirkt. Dadurch wird deutlich, dass das Evangelium nicht nur wahr ist, sondern auch tragfähig für den Alltag.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Schwächen und Grenzen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">An einigen Stellen bleibt die Darstellung bewusst auf einer eher überblicksartigen Ebene. Wer eine tiefgehende philosophische Auseinandersetzung erwartet, wird sich gelegentlich mehr analytische Tiefe wünschen. Das ist allerdings auch eine Folge des Ansatzes, ein breiteres Publikum erreichen zu wollen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Eine gewisse Spannung liegt zudem im Begriff „Philosoph“. Auch wenn Pennington ihn sorgfältig einordnet, könnte er missverstanden werden. Entscheidend ist deshalb, den roten Faden des Buches im Blick zu behalten: Jesus wird nicht relativiert, sondern als die letztgültige Antwort auf die Fragen dargestellt, die Philosophen nur teilweise beantworten können.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Nutzen für die Gemeindepraxis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Gemeindearbeit liegt der große Gewinn dieses Buches darin, den Blick zu weiten. Es hilft, das Evangelium nicht nur als Rettungsbotschaft zu verstehen, sondern als umfassende Orientierung für das Leben. Das kann Predigten vertiefen und Gespräche mit Suchenden bereichern.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gerade im Kontakt mit Menschen, die nicht primär nach „Erlösung“, sondern nach einem guten Leben fragen, eröffnet das Buch hilfreiche Anknüpfungspunkte. Es zeigt, dass der christliche Glaube genau dort Antworten hat, wo viele heutige Lebensentwürfe an ihre Grenzen stoßen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Pennington gelingt es, eine wichtige Perspektive neu ins Bewusstsein zu rücken: Jesus ist nicht nur Retter, sondern auch der Lehrer eines wirklich guten Lebens. Das Buch fordert heraus, das eigene Verständnis vom Evangelium zu überprüfen und zu erweitern.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Zusammengefasst: Wenn du deinen Glauben tiefer durchdenken und stärker mit dem Leben verbinden willst, ist <a href="https://amzn.to/48hEEXM"><em>Jesus the Great Philosopher</em></a> (<em>Affiliate-Link</em>),  eine sehr lohnende Lektüre.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
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