Bücher

Beste Bücher aus 2020

Wie jedes Jahr veröffentliche ich hier wieder eine Top 10 meiner gelesenen Bücher. Dazu ein paar Sätze über das, was mir an Büchern besonders gut gefiel. Für meine Top 10 aus 2019 siehe hier.

#1: Shaw: Transforming Theological Education. Dieses Buch musste ich für einen Kurs beim Autor lesen, aber ich habe es nicht bereut. Es ist sehr praktisch. Es geht nicht bloß um Theorie, jedes Kapitel ist direkt umsetzbar. Kurs und Buch hatten direkte Auswirkungen darauf, wie ich unterrichte, was die Zielsetzung und auch die Gestaltung von Unterricht angeht.

#2: Whitacre: Using and Enjoying Biblical Greek. Die letzten Jahre habe ich mich verstärkt darum bemüht, mein Bibelgriechisch aufzufrischen und zu verbessern. Das Buch von Whitacre war noch einmal eine große Hilfe und Ermutigung für mich. Es zeigt konkrete Strategien auf, wie man seine Kenntnisse verbessern kann. Einiges davon habe ich direkt für mich übernommen.

#3: Hengel: Die vier Evangelien und das eine Evangelium von Jesus Christus. Martin Hengel schreibt sehr engagiert über die Überlieferung und historische Glaubwürdigkeit der vier Evangelien. Eine so gründliche Auseinandersetzung mit Sachargumenten findet man kaum im evangelikalen Kontext. Mohr & Siebeck ist nie ganz billig, aber die Investition lohnt sich für jeden, der hier tiefer einsteigen will.

#4: Quarles: Sermon on the Mount. Einfach die beste exegetische Arbeit zur Bergpredigt, die ich bisher gelesen habe – und das sind inzwischen einige. Auf einem Level mit Penningtons eher biblisch-theologischem „The Sermon on the Mount and Human Flourishing“, das es 2018 in meine Top 10 geschafft hat. Werde ich noch öfters zur Hand nehmen.

#5: Naselli: How to Understand and Apply the New Testament. Sehr verständlich und doch umfassend und vor allem praktisch. Eine bessere Einführung in die Auslegung des Neuen Testaments gibt es nicht. Von allen Büchern hier dasjenige, bei dem ich mir am sehnlichsten eine Übersetzung ins Deutsche wünschte. Einfach damit dieses Buch auch dem deutschsprachigen Leserkreis zur Verfügung steht.

#6: Till: Zeit des Umbruchs. Markus Till setzt sich in seinem Buch mit dem progressiven Flügel unter den Evangelikalen (auch genannt „Post-Evangelikale“) auseinander. Er tut das mit viel Verständnis und doch mit Klarheit. Man merkt, dass er nicht nur über sie schreibt, sondern vor allem den Dialog mit ihren sucht. Ein sehr wichtiges Buch.

#7: Haynes: The Battle for Bonhoeffer. 2018 veröffentlicht, aber passend zum Wahljahr in den USA. Haynes schreibt über die Instrumentalisierung Bonhoeffers, vor allem durch die religiöse Rechte. Ich teile nicht alle Überzeugungen von Haynes, sein Bild von Bonhoeffer ist aber eine hilfreiche Korrektur des von Metaxas gezeichneten Bildes.

#8: Keller: The One Thing. Wenn es um Prioritäten geht, sprechen üblicherweise im Plural. Keller macht deutlich, dass die wichtigste Frage für uns sein sollte: Welche eine Sache ist jetzt gerade am wichtigsten? In diesem Jahr, in diesem Monat, in dieser Woche, an diesem Tag… Diese Frage hilft sehr dabei, das Wesentliche im Fokus zu behalten und konzentriert zu arbeiten und zu leben.

#9: McLaughlin: Confronting Christianity. Eine starke Auseinandersetzung mit den Argumenten gegen das Christentum. Es erinnert stark an Timothy Keller und ist sehr gut zu lesen. Christen, die mit vielen Skeptikern im Dialog sind, sollten dieses Buch lesen. Genauso Menschen, die selbst noch manche offene Frage haben und sich stärker mit dem christlichen Glauben beschäftigen wollen.

#10: Campbell: Advances in the Study of Greek. Eine frische und kompakte Zusammenfassung der neueren linguistischen Entwicklungen im Bereich des Bibelgriechisch. Das Buch ist schon etwas anspruchsvoll, aber Campbell schreibt insgesamt verständlich. Besonders für Personen geeignet, bei denen der Griechisch-Unterricht schon eine Weile her ist.

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