Bücher

Auslese: Juni 2020

John Piper: Bloodlines

Rassismus findet sich nicht nur rechtsaußen, sondern auch in der Mitte unserer Gesellschaft – manchmal auch in der Mitte unseres Herzens. Pipers Buch ist ein hervorragender Beitrag und sollte für Evangelikale in der aktuellen Rassismus-Debatte unbedingt Beachtung finden. Vor ein paar Wochen habe ich schon einmal darüber geschrieben.

Kyle Idleman: Don’t give up

Gab es letzten Monat kostenlos als Hörbuch bei christianaudio, sonst hätte ich es mir wohl nicht gekauft. Es ist aber insgesamt eine ermutigende Botschaft zum Durchhalten, basierend auf Hebr 12,1-2. Idleman spricht sehr anschaulich und Herausfordernd. Das Buch ist mehr im Predigtstil gehalten und nicht so sehr eine Textauslegung. Trotzdem ein ermutigendes Buch.

David Epstein: Es lebe der Generalist!

Der Trend geht in vielen Bereichen hin zur Spezialisierung. Epstein macht allerdings deutlich, dass gerade Generalisten in einer spezialisierten Welt oft erfolgreicher sind. Nicht nur interdisziplinäre Teams, sondern interdisziplinär denkende Mitarbeiter sind gefragt. Als jemand, der von Grund auf breit gefächerte Interessengebiete hat, gefällt mir sein Ansatz sehr gut. Zum Ende hin lädt Epstein seine Leser dazu ein, bewusste Amateure zu werden. Sehr viel Stoff zum Nachdenken und Umsetzen.

Perry Shaw: Transforming Theological Education

Ok, das Buch habe ich nicht ganz freiwillig gelesen, sondern als Teil eines Kurses, den ich beim Autor des Buches besucht habe. Allerdings waren sowohl Kurs als auch Buch sehr erfrischend. Ich habe etliche gute Gedanken für unser Trainingsprogramm bei Evangelium für Alle mitgenommen. Wer sich systematisch und gründlich mit (biblischer) Lehre auseinandersetzen will, findet hier viele gute Ansätze – und das ganze ist sehr praktisch und herausfordernd gehalten.

J. Merrick und Stephen M. Garrett (Hg.): Five Views on Biblical Inerrancy

Ein hervorragender Einstieg in unterschiedliche Sichtweisen zum Thema Irrtumslosigkeit der Bibel, die es mittlerweile im evangelikalen Spektrum gibt. Persönlich bin ich ganz bei Mohler, der sich für die völlige Irrtumslosigkeit der Schrift im Sinne der Chicago-Erklärung ausspricht. Michael Bird ist aber immer erfrischend zu lesen und Kevin Vanhoozer ebenfalls. Am Ende des Spektrums ist dann Peter Ens, der (mittlerweile) ein sehr lockeres Verhältnis zur Bibel hat.

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