Gemeinde

Wie man konkrete Ziele für eine Predigt setzt

Seit über fünf Jahren predige ich regelmäßig (ca. 1-2 Mal pro Monat). Ich habe noch nicht das Gefühl, am Ziel angekommen zu sein, aber das ein oder andere habe ich gelernt, denke ich. Mit der Arbeit am Bibeltext tue ich mich jedoch wesentlich leichter als mit der Anwendung. Vielleicht ergeht es dem ein oder anderen von euch ähnlich. In diesem Beitrag möchte ich dabei helfen, einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.

Die Absicht einer Predigt

Die Botschaft einer Predigt soll nicht nur im Kopf ankommen, sondern auch im Leben. Es ist wichtig, einmal innezuhalten und sich die Frage zu stellen: Was möchte ich konkret im Leben der Zuhörer erreichen? Was ist die Absicht meiner Predigt? Bei einer Auslegungspredigt geht es natürlich nicht darum, sich eigenständige Gedanken zu machen. Es geht vielmehr darum, die Absicht des biblischen Autors zu entdecken. Diese muss dann allerdings auch kommuniziert werden. Und das erfordert Arbeit in der Vorbereitung.

Kürzlich las ich Heart-Deep Teaching von Gary Newton, das ich sehr hilfreich fand. Newton schreibt nicht explizit für Prediger, sondern für Lehrende aller Art. Aber auch sie können enorm davon profitieren. Bevor du deine nächste Predigt (Bibelarbeit, Andacht, …) hältst, versuche zunächst diese beiden Fragen mit jeweils einem Satz zu beantworten: (1) Was ist der Hauptgedanke? (2) Welche Absicht verfolge ich? Die Absicht der Predigt sollte dabei dem Hauptgedanken folgen.

Die Ziele einer Predigt

Neben dem Formulieren der Absicht ist es Newton wichtig, einzelne Ziele festzuhalten. Lebensveränderung geschieht für Newton in vier Bereichen: (1) Erkenntnis, (2) Gefühle, (3) Willen und (4) Verhalten. Ausgehend vom Bibeltext sollte ein Prediger sich überlegen, was sich im Leben des Zuhörers verändern sollte, wenn er die Botschaft auf sich anwendet. Im nächsten Schritt muss dann überlegt werden, wie man diese Ziele erreichen will. Für den Moment möchte ich aber einmal hier stehen bleiben.

Ein Testfall: 1Petr 3,18-22

Als Gemeinde haben wir zuletzt durch den ersten Petrusbrief gepredigt. Vor einigen Wochen habe ich im Rahmen der Predigtreihe über 1Petr 3,18-22 gepredigt. Das ist ein komplizierter Text, der nicht einfach zu verstehen ist. Es ist mir wichtig, schwierige Stellen zu erklären. Die Anwendung ist mir aber ebenso wichtig. Deshalb habe ich konkrete Ziele formuliert. Wie das ausgesehen hat, veranschaulicht das folgende Bild. Vielleicht ist so eine Übersicht auch für den ein oder anderen Leser eine Anregung. Für mich ist es ein Werkzeug, mit dem ich weiterhin arbeiten möchte.

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