Zwölf Bücher, auf die ich mich 2026 freue

Zwölf Bücher, auf die ich mich 2026 besonders freue – von biblischer Theologie über Gemeindepraxis bis hin zu Gesundheit, Finanzen und Fantasy. Eine bewusste Auswahl für Kopf, Glauben und Alltag.

Zum Jahreswechsel gehört für mich nicht nur der Blick zurück, sondern auch ein Blick nach vorn. Neben Terminen, Projekten und Vorhaben gehören dazu ganz wesentlich Bücher. Lesen strukturiert mein Denken, schärft meine theologischen Überzeugungen und öffnet immer wieder neue Perspektiven für Gemeinde, Leitung und Glauben.

Für 2026 habe ich mir bewusst einige Bücher vorgenommen, auf die ich mich besonders freue. Die folgende Liste ist kein vollständiger Leseplan, sondern eine Auswahl von zehn Titeln, die ich in jedem Fall lesen möchte. Sie decken unterschiedliche Bereiche ab – von biblischer Theologie über systematische Fragen und Gemeindepraxis bis hin zu Sachthemen des Alltags und Fantasy, die für mich ebenfalls ihren Platz hat. Allen gemeinsam ist: Ich erwarte mir geistlichen, theologischen oder persönlichen Gewinn.

Biblische Theologie

A Theology of Matthew’s Gospel – Michael J. Wilkins

Die Reihe Biblical Theology of the New Testament (BTNT) gehört für mich zum Besten, was es in diesem Bereich gibt. Ich habe bereits mehrere Bände gelesen und war durchweg begeistert. Die Hörbuchversion dieses Bandes (Affiliate-Link) habe ich bereits abgeschlossen und als ausgesprochen anregend erlebt. Wilkins verbindet exegetische Sorgfalt mit einem klaren Blick für die großen Linien des Matthäusevangeliums. Das Buch (Affiliate-Link) nun noch einmal in Ruhe zu lesen, erscheint mir lohnend.

Interpreting Apocalyptic Literature – Richard Taylor

Über dieses Buch (Affiliate-Link) habe ich an anderer Stelle bereits geschrieben. Richard A. Taylor legt hier eine hermeneutisch nüchterne, zugleich sehr hilfreiche Einführung in den Umgang mit apokalyptischer Literatur vor. Auch hier habe ich bereits mehrere Bände aus der Reihe (HOTE / HNTE) gelesen, die mich überzeugt haben. Angesichts der Herausforderungen im Umgang mit Daniel, der Offenbarung und anderen apokalyptischen Texten halte ich diese Lektüre für sehr relevant.

Klassiker, die ich erneut lesen möchte

Das Kreuz: Zentrum des christlichen Glaubens – John R. W. Stott

Dieses Buch habe ich vor vielen Jahren gelesen – und als außerordentlich hilfreich in Erinnerung behalten. Stott entfaltet die Bedeutung des Kreuzes klar, bibelzentriert und geistlich tief. Dass das Buch inzwischen nur noch antiquarisch erhältlich (Affiliate-Link) ist, ist bedauerlich. Inhaltlich gehört es aus meiner Sicht zur Pflichtlektüre für jeden evangelikalen Christen, der sich ernsthaft mit Theologie beschäftigt. Ich bin gespannt, wie ich es heute, mit mehr Erfahrung, neu lesen werde.

Gott erkennen – J. I. Packer

Gott erkennen (Affiliate-Link) ist kein trockenes Lehrbuch, sondern ein Werk, das unmittelbar in die Anbetung führt. Packer verbindet theologische Klarheit mit geistlicher Tiefe – eine Kombination, die selten ist und die ich sehr schätze. Gerade in einer Zeit, in der Wissen und Frömmigkeit oft auseinanderfallen, halte ich eine erneute Lektüre für wohltuend und korrigierend.

Systematische Theologie

Complementarity: Dignity, Difference, and Interdependence – Gregg Allison

Kaum ein Thema ist in den letzten Jahren so polarisiert diskutiert worden wie die Frage nach Geschlechterrollen. Gregg Allison versucht hier bewusst einen Mittelweg zu gehen. Dass sowohl D. A. Carson als auch Craig Keener, die aus unterschiedlichen Lagern kommen, das Buch (Affiliate-Link) positiv bewerben, ist außergewöhnlich. Ich erwarte eine differenzierte, biblisch verantwortete Argumentation – genau das, was in dieser Debatte dringend nötig ist.

Calvinism: A Biblical and Theological Critique – Steve W. Lemke

Theologische Reife zeigt sich für mich auch darin, beide Seiten einer Debatte wirklich zu kennen. Lemkes Buch (Affiliate-Link) setzt sich kritisch mit dem Calvinismus auseinander – sachlich, argumentativ und offenbar in einem wertschätzenden Ton. Dass Trevin Wax, der selbst eher calvinistisch verortet ist, das Nachwort verfasst, stimmt mich optimistisch. Parallel plane ich, Vorsehung von John Piper (Affiliate-Link) zu lesen, um auch die andere Perspektive bewusst mitzudenken.

Gemeindepraxis

Pastoring Small Towns – Ronnie Martin

Zu viele Bücher über Gemeindeleitung stammen von Mega-Church-Pastoren und lassen sich nur begrenzt übertragen. Dieses Buch (Affiliate-Link) richtet sich ausdrücklich an Leiter im ländlichen oder kleinstädtischen Kontext. Ich habe es bislang nur überflogen, fand aber viele Themen sehr hilfreich. Es entspricht deutlich eher dem Kontext, in dem ich selbst lebe und arbeite.

Fremd und doch vertraut – Norbert Rose

Der Umgang mit Menschen mit Demenz stellt Gemeinden vor große seelsorgerliche Herausforderungen. Dieses Buch (Affiliate-Link) nimmt ein Thema auf, das im gemeindlichen Alltag häufig unterschätzt wird. Ein liebevoller, würdevoller und angemessener Umgang mit Betroffenen ist kein Randthema, sondern entspricht zutiefst dem Evangelium. Ich halte diese Lektüre für pastoral ausgesprochen wichtig.

Gesundheit und Finanzen

Protocols: Die Gebrauchsanweisung für den menschlichen Körper – Andrew Huberman

Seit längerer Zeit höre ich regelmäßig den Podcast von Andrew Huberman – nicht jede Folge, aber viele mit großem Gewinn. Im September erscheint mit Protocols sein erstes Buch (Affiliate-Link), das als eine Art „Neuro-Toolkit für ein gesundes und sinnerfülltes Leben“ gedacht ist. Ein sinnerfülltes Leben lässt sich sicher nicht durch Gewohnheiten oder Routinen herstellen. Gleichzeitig kann man sehr viel darüber lernen, wie Körper, Schlaf, Bewegung, Fokus und Stress zusammenwirken. Ich erwarte mir von diesem Buch keine Lebensphilosophie, sondern hilfreiche Einsichten für einen verantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper.

Das einzige Buch, das Du über Finanzen lesen solltest – Thomas Kehl & Mona Linke

Den im Untertitel angekündigten „entspannten Weg zum Vermögen“ suche ich durchaus nicht. Wohl aber halte ich es für sinnvoll, sich nüchtern und verantwortlich mit finanziellen Fragen auseinanderzusetzen – insbesondere mit Blick auf Altersabsicherung und langfristige Planung. Gerade im christlichen Umfeld, in dem Gehälter oft überschaubar sind, wurde dieses Thema aus meiner Sicht lange vernachlässigt. Umso hilfreicher finde ich Bücher, die ohne Alarmismus oder Schnellversprechen zur Orientierung beitragen. Ich bin gespannt, welche Impulse dieses Buch (Affiliate-Link) dafür liefert.

Fantasy

The Warden and the Wolf King (Affiliate-Link) und The Monster in the Hollows (Affiliate-Link) gehören beide zur Wingfeather Saga von Andrew Peterson. Nach meinen bisherigen Leseerfahrungen freue ich mich sehr auf diese beiden Fortsetzungen. Peterson erzählt fantasievoll, ohne düster oder esoterisch zu werden, und verbindet starke Geschichten mit Hoffnung, Mut und dem Gedanken von Erlösung. Schade ist, dass beide Bände bislang noch nicht auf Deutsch erschienen sind.

Ein persönlicher Ausblick

Diese Liste ist bewusst überschaubar gehalten. Sie soll nicht stressen, sondern Vorfreude wecken. Manche Bücher werden mich anregen, andere ermutigen, wieder andere einfach gut unterhalten. Ich plane, einige dieser Titel im Laufe des Jahres hier im Blog wieder aufzugreifen – in Rezensionen oder in weiterführenden Gedanken.

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