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	<title>Unkategorisiert Archive - Jakobs Blog</title>
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		<title>Leiten, wenn man nicht verantwortlich ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Leiterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie übernimmt man Verantwortung, wenn man nicht die letzte Entscheidungsgewalt hat? Clay Scroggins zeigt praxisnah, wie Leitung durch Einfluss entsteht – nicht zuerst durch Positionen.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fleiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dleiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist&amp;action_name=Leiten%2C%20wenn%20man%20nicht%20verantwortlich%20ist&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/leiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=leiten-wenn-man-nicht-verantwortlich-ist">Leiten, wenn man nicht verantwortlich ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://amzn.to/4uu6dX2">How to Lead When You’re Not in Charge</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) von Clay Scroggins gehört für mich seit Jahren zu den hilfreichsten Büchern über Leiterschaft. Es macht deutlich: Leitung beginnt nicht erst bei einer offiziellen Position.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Scroggins schreibt über Menschen, die Verantwortung übernehmen möchten, ohne selbst die letzte Entscheidungsgewalt zu haben. Es geht also weniger um Leitung durch Autorität als um Leitung durch Einfluss.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Leitung beginnt nicht erst mit einer Position</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen verbinden Leitung vor allem mit einer bestimmten Rolle. Wer offiziell verantwortlich ist, leitet. Wer keine Position hat, arbeitet zu. Scroggins stellt diese Denkweise infrage.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Natürlich gibt es Entscheidungen, die nur Leiter treffen können. Autorität ist nichts Negatives. Aber echte Leitung erschöpft sich nicht in Entscheidungsgewalt. Menschen können eine Position haben und trotzdem kaum Einfluss ausüben. Andere prägen ihr Umfeld stark, obwohl sie keine besondere Stellung innehaben.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das Buch fordert dazu heraus, nicht zuerst auf fehlende Möglichkeiten zu schauen, sondern auf die Verantwortung, die man bereits heute übernehmen kann. Gerade in Gemeinden ist das wichtig. Viele Mitarbeiter prägen eine Gemeinde erheblich, ohne offiziell eingesetzte Leiter zu sein – durch ihre Haltung, ihre Verlässlichkeit und ihre Bereitschaft zu dienen.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Führe dich selbst</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kern des Buches liegt im zweiten Teil. Scroggins beschreibt dort vier Verhaltensweisen, die Menschen helfen, Verantwortung zu übernehmen und Einfluss auszuüben. Die erste lautet: Führe dich selbst.</p>




<p class="wp-block-paragraph">In der Bibel wird die Wichtigkeit immer wieder deutlich. So fordert Paulus seinen Mitarbeiter Timotheus und auch die Ältesten in Ephesus dazu auf, zuerst auf sich selbst zu achten (1Tim 4,16; Apg 20,28). Selbstleitung meint Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, in allen Bereichen. Wer sich selbst nicht führen kann, wird auf Dauer auch andere nicht gesund führen können.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Praktisch wird das dort, wo man ehrlich auf das eigene Leben schaut: Wie gehe ich mit meiner Zeit um? Wo brauche ich Korrektur? Welche Gewohnheiten helfen mir geistlich – und welche schaden mir? Scroggins betont außerdem, wie wichtig Rückmeldungen anderer Menschen sind. Gute Leiter lernen, nicht nur andere zu beurteilen, sondern auch selbst korrigierbar zu bleiben.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Entscheide dich für eine positive Grundeinstellung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Verhaltensweise beschreibt Scroggins als bewusste Entscheidung für eine positive Grundhaltung. Damit ist keine oberflächliche Fröhlichkeit gemeint. Probleme sollen nicht verdrängt oder schöngeredet werden.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Menschen ohne letzte Entscheidungsgewalt erleben zwangsläufig Situationen, die frustrieren können: Ideen werden nicht aufgegriffen, Entscheidungen anders getroffen als erhofft oder man fühlt sich übergangen. In solchen Situationen zeigt sich, ob jemand wirklich reif führt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wer innerlich bitter wird, verliert meist auch seinen positiven Einfluss auf andere. Wer dagegen konstruktiv bleibt, obwohl nicht alles nach den eigenen Vorstellungen läuft, prägt sein Umfeld oft stärker, als ihm selbst bewusst ist. Praktisch bedeutet das: nicht ständig über Leiter oder Strukturen zu klagen, sondern bewusst nach Wegen zu suchen, wie man hilfreich handeln kann. Paulus war darin ein starkes Vorbild. Selbst in schwierigen Umständen blieb sein Blick auf Gottes Wirken gerichtet (Phil 1,12-18).</p>




<h3 class="wp-block-heading">Denke kritisch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hilfreich finde ich Scroggins’ Unterscheidung zwischen „kritisch denken“ und „kritisch sein“. Gemeinden brauchen Menschen, die mitdenken, Probleme erkennen und Verbesserungspotential sehen. Wer nie kritisch denkt, wird kaum helfen, Dinge weiterzuentwickeln.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Aber kritisch zu denken ist etwas anderes als eine kritische Grundhaltung zu pflegen. Kritische Menschen bewerten vor allem andere. Menschen, die kritisch denken, suchen nach Lösungen und überlegen, wie Dinge besser werden können.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Praktisch heißt das zum Beispiel: nicht nur Probleme benennen, sondern konkrete Lösungsvorschläge mitbringen. Oder nicht nur bewerten, sondern bereit sein mitzuhelfen. Scroggins formuliert zugespitzt: Gib Menschen keine „Note“, sondern eine „helfende Hand“.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Lass Passivität keine Option sein</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die vielleicht wichtigste Aussage des Buches lautet: Passivität darf keine Option sein. Wer nicht verantwortlich ist, kann sich leicht zurückziehen. Man wartet ab, beobachtet oder sagt innerlich: „Dafür bin ich nicht zuständig.“ Genau dieser Haltung widerspricht Scroggins deutlich. Er ermutigt dazu, Probleme nicht nur wahrzunehmen, sondern Verantwortung dafür zu übernehmen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Räume den „Schrank“ auf, um den sich sonst niemand kümmert – im wörtlichen oder übertragenen Sinn. Bereite Besprechungen gut vor. Denke Ideen weiter. Suche nach Lösungen. Nicht, um Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern weil Leitung mit Verantwortung beginnt. Gerade Gemeindearbeit lebt stark von solchen Menschen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Hilfreich finde ich dabei auch Scroggins’ Hinweis, Denkzeiten einzuplanen. Wer nur von Aufgabe zu Aufgabe hetzt, reagiert oft nur noch. Leiter brauchen Zeiten, um Dinge bewusst zu durchdenken, Probleme vorzubereiten und Lösungen zu entwickeln. Das wirkt unscheinbar, prägt aber oft stärker als spontane Aktivität.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Für wen ist das Buch hilfreich?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch richtet sich besonders an aktive Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen möchten, ohne bereits eine hohe Leitungsposition zu haben. Deshalb eignet es sich gut für Jugendleiter oder Bereichsleiter.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig profitieren auch erfahrene Leiter davon. Denn die Grundfragen bleiben dieselben: Führe ich mich selbst gut? Wie gehe ich mit Frustration um? Denke ich konstruktiv? Werde ich passiv, wenn Dinge nicht nach meinen Vorstellungen laufen?</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wer tiefer in aktuelle Fragen verantwortlicher Leitung einsteigen möchte, für den könnte auch Scroggins’ späteres Buch <em>The Aspiring Leader’s Guide to the Future</em> interessant sein, das ich <a href="https://jakobhaddick.de/the-aspiring-leaders-guide-to-the-future/">vor einiger Zeit ebenfalls vorgestellt</a> habe.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://amzn.to/4uu6dX2">How to Lead When You’re Not in Charge</a></em> (<em>Affiliate-Link</em>) gehört für mich weiterhin zu den besten Büchern über Leitung durch Einfluss. Es hilft dabei, Verantwortung nicht an Positionen zu knüpfen, sondern an Charakter, Haltung und Dienstbereitschaft.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gemeinden brauchen solche Menschen: Mitarbeiter, die nicht passiv warten, sondern treu Verantwortung übernehmen – auch ohne Titel oder besondere Sichtbarkeit. Genau das macht dieses Buch so wertvoll.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
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