„In Christus sein“ – kaum eine biblische Formulierung fasst das Leben eines Christen besser zusammen, und doch bleibt sie für viele abstrakt. In seinem Buch Meine Identität in Christus hilft Kenneth Berding, sie zu verstehen – Schritt für Schritt, in 100 kurzen, lebensnahen Impulsen.
Über den Autor
Kenneth Berding ist Professor für Neues Testament an der Talbot School of Theology (Biola University, Kalifornien) und Ältester der Redemption Hill Church in Whittier. Er hat sieben Jahre als Missionar im Nahen Osten gearbeitet und lebt heute mit seiner Frau Trudi in Kalifornien. Sie haben vier erwachsene Töchter. Als Lehrer, Missionar und geistlicher Mentor ist Berding überzeugt: Theologie darf nicht theoretisch bleiben, sondern muss das Leben prägen. Genau das spürt man in seinem Buch „Meine Identität: In Christus – 100 Entdeckungen zum Leben mit Jesus“.
Das Buch ist kein theologisches Lehrwerk im engeren Sinn, sondern eine Sammlung von hundert kurzen Andachten, die zeigen, was es bedeutet, in Christus zu sein – eines der zentralen Themen in den Briefen des Apostels Paulus. Jeder Impuls beleuchtet einen Aspekt dieser Wahrheit und zeigt, wie sie das Leben eines Christen verändert.
Aufbau und Inhalt
Das Buch ist in drei große Teile gegliedert. Nach einer einleitenden Andacht folgen jeweils 33 Impulse zu den Bereichen Stellung und Identität in Christus, Tägliches Leben in Christus und Gemeinde und Mission in Christus. Am Ende finden sich Fragen zur Vertiefung, die dazu anregen, das Gelesene persönlich oder in einer Kleingruppe zu reflektieren. Etwas unpraktisch ist, dass diese Fragen gesammelt am Ende stehen – hilfreicher wäre gewesen, wenn sie direkt bei den jeweiligen Kapiteln zu finden wären.
Berdings Stil ist anschaulich und praxisnah. Die kurzen Andachten enthalten zwar hier und da exegetische Beobachtungen, können aber bei einem Umfang von jeweils drei Seiten naturgemäß nicht tief in die Exegese eintauchen. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf Anwendung und Veranschaulichung. Immer wieder erzählt Berding aus seinem Familienleben, aus seinem Dienst als Professor und Gemeindeleiter in den USA und gelegentlich aus seiner Zeit im Nahen Osten. Diese persönlichen Bezüge machen die Impulse greifbar und lebendig. Es sind keine bloßen Gedanken über das Christsein, sondern Einladungen zur konkreten Nachfolge.
Die Motivation hinter dem Buch
Die Einleitung zeigt, wie persönlich dieses Buch für Kenneth Berding ist. Er wuchs in einer Gemeinde auf, in der dem Heiligen Geist wenig Raum gegeben wurde. Erst mit der Zeit lernte er, das Wirken des Geistes zu verstehen und den Glauben als tägliche Beziehung mit Christus zu leben. Dabei merkte er, dass viele Christen zwar wissen, dass sie durch Jesus Zugang zum Vater haben, aber kaum begreifen, was es bedeutet, im Alltag mit Jesus selbst in Beziehung zu stehen.
Diese Entdeckung führte ihn zu dem biblischen Schlüsselbegriff „In Christus sein“. Berding beschreibt dieses In-Christus-Sein als die Antwort auf die Frage, was unsere tägliche Beziehung zu Jesus eigentlich ausmacht. Es ist nicht nur ein theologisches Konzept, sondern eine lebensverändernde Realität.
„Wenn wir das In-Christus-Sein verstehen, sind die Folgen so weitreichend, durchdringend, inspirierend und tiefgreifend, dass ich zuversichtlich behaupte, dass sie dein ganzes Leben umkrempeln können.“
Mit dieser Überzeugung lädt Berding den Leser ein, die biblischen Wahrheiten nicht nur zu studieren, sondern sie zu leben. Er möchte zeigen, wie die Gemeinschaft mit Christus Denken, Handeln und Gebet prägt – und wie daraus geistliches Wachstum entsteht.
Eine Einladung zur Nachfolge
Das Buch ist mehr als eine Sammlung schöner Gedanken. Es ist eine Einladung zu einer Entdeckungsreise. Man kann die Kapitel nacheinander lesen, wird aber am meisten profitieren, wenn man sich täglich mit einem Impuls beschäftigt, darüber nachdenkt, betet und versucht, das Gelesene im Alltag umzusetzen. Berding schreibt nicht als distanzierter Theologe, sondern als jemand, der das Leben in Christus selbst sucht und lebt – als Missionar, als Professor und als Christ, der seine Identität in Christus immer tiefer verstehen will.
Gerade deshalb haben wir das Buch „Meine Identität: In Christus“ als Pflichtlektüre in unsere Seelsorge-Schulung bei Evangelium für Alle aufgenommen. Es eignet sich hervorragend dazu, die eigene Identität in Christus zu vertiefen – und ebenso, um anderen seelsorgerlich zu helfen, ihren festen Stand in Christus zu finden. Wer dieses Buch langsam liest, betend verarbeitet und mit anderen darüber ins Gespräch kommt, wird erleben, wie sehr die Wahrheit des Evangeliums Herz und Denken erneuert.
Fazit
„Meine Identität: In Christus“ ist ein Buch, das theologische Wahrheit mit geistlicher Wärme verbindet. Es ermutigt, herausfordert und führt zurück zum Zentrum des Glaubens. Wer sich darauf einlässt, wird die Worte des Apostels Paulus neu begreifen:
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung.“ (2. Kor 5,17)
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