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	Kommentare zu: Scheidung und Wiederheirat (Teil 4): Scheidung und Wiederheirat bei Ehebruch und Verlassen	</title>
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		<title>
		Von: Jakob		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2026 21:52:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil4/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil4/#comment-426&quot;&gt;Michael&lt;/a&gt;.

Zur Wortwahl: Paulus verwendet in 1Kor 7 bewusst nicht immer dasselbe Verb. δουλόω („versklaven“) in V.15 ist sprachlich sogar stärker als δέω („binden“) in V.39. Inhaltlich beschreibt Paulus damit kein anderes oder schwächeres Verhältnis, sondern betont gerade, dass hier keine bindende Verpflichtung mehr besteht. Dass Paulus verschiedene Wörter verwendet, spricht deshalb nicht gegen, sondern eher für die Freiheit, von der er hier spricht – zumal beide Begriffe im selben Bedeutungsfeld stehen.

Zur zweiten Frage: Die Vorstellung, hier sei nur eine Trennung von „Bett, Tisch und Brot“ gemeint, lässt sich tatsächlich nicht direkt aus dem Text ableiten. Sie entsteht aus dem Versuch, 1Kor 7,15 mit einem grundsätzlichen Vorbehalt gegenüber Wiederheirat in V.10f und dem scheinbar einzig möglichen Auflösungsgrund durch den Tod in V.39 in Einklang zu bringen. Der Text selbst sagt das nicht. Wie du richtig beobachtest, wäre sonst schwer erklärbar, wovon jemand eigentlich frei sein soll, wenn nicht von der bindenden ehelichen Verpflichtung. Frei, den anderen ziehen zu lassen, macht im Kontext des römischen Rechts wenig Sinn.

Deine Analogie zur Sklaverei trifft deshalb einen wichtigen Punkt: Wenn Paulus sagt, jemand sei nicht mehr „versklavt“, dann meint er Freiheit – nicht einen neuen Zwischenstatus mit fortbestehender Bindung.

Wenn dich das Thema vertieft interessiert: In meiner Masterarbeit habe ich mich ausführlich mit Scheidung und Wiederheirat beschäftigt. Der Schwerpunkt liegt dort allerdings auf Mt 19 und der Ausnahmeklausel Jesu, weniger auf 1Kor 7. Wenn du Interesse hast, melde dich gerne per Mail bei mir (siehe Kontakt).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil4/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil4/#comment-426">Michael</a>.</p>
<p>Zur Wortwahl: Paulus verwendet in 1Kor 7 bewusst nicht immer dasselbe Verb. δουλόω („versklaven“) in V.15 ist sprachlich sogar stärker als δέω („binden“) in V.39. Inhaltlich beschreibt Paulus damit kein anderes oder schwächeres Verhältnis, sondern betont gerade, dass hier keine bindende Verpflichtung mehr besteht. Dass Paulus verschiedene Wörter verwendet, spricht deshalb nicht gegen, sondern eher für die Freiheit, von der er hier spricht – zumal beide Begriffe im selben Bedeutungsfeld stehen.</p>
<p>Zur zweiten Frage: Die Vorstellung, hier sei nur eine Trennung von „Bett, Tisch und Brot“ gemeint, lässt sich tatsächlich nicht direkt aus dem Text ableiten. Sie entsteht aus dem Versuch, 1Kor 7,15 mit einem grundsätzlichen Vorbehalt gegenüber Wiederheirat in V.10f und dem scheinbar einzig möglichen Auflösungsgrund durch den Tod in V.39 in Einklang zu bringen. Der Text selbst sagt das nicht. Wie du richtig beobachtest, wäre sonst schwer erklärbar, wovon jemand eigentlich frei sein soll, wenn nicht von der bindenden ehelichen Verpflichtung. Frei, den anderen ziehen zu lassen, macht im Kontext des römischen Rechts wenig Sinn.</p>
<p>Deine Analogie zur Sklaverei trifft deshalb einen wichtigen Punkt: Wenn Paulus sagt, jemand sei nicht mehr „versklavt“, dann meint er Freiheit – nicht einen neuen Zwischenstatus mit fortbestehender Bindung.</p>
<p>Wenn dich das Thema vertieft interessiert: In meiner Masterarbeit habe ich mich ausführlich mit Scheidung und Wiederheirat beschäftigt. Der Schwerpunkt liegt dort allerdings auf Mt 19 und der Ausnahmeklausel Jesu, weniger auf 1Kor 7. Wenn du Interesse hast, melde dich gerne per Mail bei mir (siehe Kontakt).</p>
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		<title>
		Von: Michael		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2026 20:16:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil4/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil4/#comment-425&quot;&gt;Jakob&lt;/a&gt;.

Danke Jakob.
2 Fragen habe ich noch, wieso verwendet Paulus denn in 1 Korinther 7, 15 ein ganz anderes Wort für gebunden als in den anderen Versen. Und wie kommen denn einige bekannte Ausleger auch im deutschen Raum darauf das Nur eine Trennung von Brot, Bett und Tisch gemeint ist mit diesem vers ? Gibt die Schrift doch gar nicht  her oder? Ich denke persönlich wenn jemand nicht mehr skalvisch gebunden ist dann ist er auch frei, frei zu heiraten, vllt gibt&#039;s dort parallelen zum at wo ein Mensch sich in die salverei verkaufen konnte und nach 7 Jahren frei war, raus aus dem Sklaven Verhältniss, konnte sich dann wieder in die Sklaverei verkaufen und hatte seinen alten Herrn keine Verpflichtung mehr gegenüber]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil4/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil4/#comment-425">Jakob</a>.</p>
<p>Danke Jakob.<br />
2 Fragen habe ich noch, wieso verwendet Paulus denn in 1 Korinther 7, 15 ein ganz anderes Wort für gebunden als in den anderen Versen. Und wie kommen denn einige bekannte Ausleger auch im deutschen Raum darauf das Nur eine Trennung von Brot, Bett und Tisch gemeint ist mit diesem vers ? Gibt die Schrift doch gar nicht  her oder? Ich denke persönlich wenn jemand nicht mehr skalvisch gebunden ist dann ist er auch frei, frei zu heiraten, vllt gibt&#8217;s dort parallelen zum at wo ein Mensch sich in die salverei verkaufen konnte und nach 7 Jahren frei war, raus aus dem Sklaven Verhältniss, konnte sich dann wieder in die Sklaverei verkaufen und hatte seinen alten Herrn keine Verpflichtung mehr gegenüber</p>
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		<title>
		Von: Jakob		</title>
		<link>https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil4/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil4/#comment-425</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2026 19:30:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo Michael,

vielen Dank für deinen Kommentar. Die Auslegung, dass 1Kor 7,15 nur eine Trennung, aber keine Freiheit zur Wiederheirat meine, wird vor allem von Gordon Fee und ihm folgend von Eckhard J. Schnabel vertreten. Ihr Hauptargument liegt weniger im einzelnen Wortlaut als im Zusammenhang des Kapitels: Paulus wolle in 1Kor 7 grundsätzlich dazu ermutigen, in den bestehenden Lebensverhältnissen zu bleiben. „Nicht gebunden“ bedeute deshalb aus ihrer Sicht, dass der Gläubige die Ehe nicht um jeden Preis festhalten muss, nicht aber, dass der Ehebund aufgelöst ist. Wichtig ist dabei: Beide vertreten nicht zwingend die Auffassung, dass eine Wiederheirat in einem solchen Fall grundsätzlich falsch wäre, sondern lediglich, dass sie sich nicht aus diesem Vers begründen lasse.

Warum ich diese Deutung dennoch für wenig überzeugend halte, habe ich oben ausgeführt – insbesondere im Blick auf den Wortgebrauch, den rechtlichen Hintergrund zur Zeit von Paulus und die Frage, ob Paulus hier tatsächlich eine Art Zwischenstatus voraussetzt, in dem jemand weder verheiratet noch wirklich frei ist.

Viele Grüße
Jakob]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Michael,</p>
<p>vielen Dank für deinen Kommentar. Die Auslegung, dass 1Kor 7,15 nur eine Trennung, aber keine Freiheit zur Wiederheirat meine, wird vor allem von Gordon Fee und ihm folgend von Eckhard J. Schnabel vertreten. Ihr Hauptargument liegt weniger im einzelnen Wortlaut als im Zusammenhang des Kapitels: Paulus wolle in 1Kor 7 grundsätzlich dazu ermutigen, in den bestehenden Lebensverhältnissen zu bleiben. „Nicht gebunden“ bedeute deshalb aus ihrer Sicht, dass der Gläubige die Ehe nicht um jeden Preis festhalten muss, nicht aber, dass der Ehebund aufgelöst ist. Wichtig ist dabei: Beide vertreten nicht zwingend die Auffassung, dass eine Wiederheirat in einem solchen Fall grundsätzlich falsch wäre, sondern lediglich, dass sie sich nicht aus diesem Vers begründen lasse.</p>
<p>Warum ich diese Deutung dennoch für wenig überzeugend halte, habe ich oben ausgeführt – insbesondere im Blick auf den Wortgebrauch, den rechtlichen Hintergrund zur Zeit von Paulus und die Frage, ob Paulus hier tatsächlich eine Art Zwischenstatus voraussetzt, in dem jemand weder verheiratet noch wirklich frei ist.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Jakob</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Michael		</title>
		<link>https://jakobhaddick.de/scheidung-und-wiederheirat-teil4/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=scheidung-und-wiederheirat-teil4/#comment-424</link>

		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2026 16:50:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://jakobhaddick.de/?p=2116#comment-424</guid>

					<description><![CDATA[Wie kommt man darauf das 2 Korinther 7 Vers 15 nur aussagt dss damit eine Trennung von Tisch Bett und Brot gemeint ist? Man hört diese Auslegung oft von einigen Prediger. Aber woher entnimmt man das? Ich weiss das Paulus verschiedene griechische Wörter benutzt für gebunden, ka warum er verschiedene Wörter benutzt aber für mich selber idt es klar was es heisst nicht mehr versklavt zu sein. Wenn du nicht mehr versklavt bist.... Was bist du dann gebunden?? Von was ist man denn frei]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie kommt man darauf das 2 Korinther 7 Vers 15 nur aussagt dss damit eine Trennung von Tisch Bett und Brot gemeint ist? Man hört diese Auslegung oft von einigen Prediger. Aber woher entnimmt man das? Ich weiss das Paulus verschiedene griechische Wörter benutzt für gebunden, ka warum er verschiedene Wörter benutzt aber für mich selber idt es klar was es heisst nicht mehr versklavt zu sein. Wenn du nicht mehr versklavt bist&#8230;. Was bist du dann gebunden?? Von was ist man denn frei</p>
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