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	<title>Bibel &amp; Theologie Archive - Jakobs Blog</title>
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	<title>Bibel &amp; Theologie Archive - Jakobs Blog</title>
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		<title>Tanzt Gottes Geist mit dem Zeitgeist? Eine kritische Anfrage an (post)moderne Offenheit im Glauben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[C. S. Lewis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Offenheit klingt nach Demut – kann aber zur Unklarheit werden. Warum Christen sich nicht beliebig zwischen Theologien bewegen können.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ftanzt-gottes-geist-mit-dem-zeitgeist%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dtanzt-gottes-geist-mit-dem-zeitgeist&amp;action_name=Tanzt%20Gottes%20Geist%20mit%20dem%20Zeitgeist%3F%20Eine%20kritische%20Anfrage%20an%20%28post%29moderne%20Offenheit%20im%20Glauben&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/tanzt-gottes-geist-mit-dem-zeitgeist/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=tanzt-gottes-geist-mit-dem-zeitgeist">Tanzt Gottes Geist mit dem Zeitgeist? Eine kritische Anfrage an (post)moderne Offenheit im Glauben</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der aktuellen Ausgabe von IDEA plädiert Manuel Gräßlin in einem Interview für mehr Offenheit im Glauben. Ausgangspunkt ist sein Buch „<a href="https://amzn.to/4uisN4u">Theophobie: Warum Gott nicht sicher, aber gut ist</a>“ (<em>Affiliate-Link</em>), in dem er einen Glauben beschreibt, der bewusst Raum für Zweifel lässt und sich nicht eindeutig zwischen theologischen Positionen festlegt. Christen sollten sich weniger festlegen, stärker unterschiedliche Perspektiven zulassen und sich bewusst nicht eindeutig zwischen theologischen Richtungen verorten. Das wirkt zunächst überzeugend. Offenheit klingt nach Demut, nach Lernbereitschaft und nach geistlicher Reife. Aber die entscheidende Frage ist: Wird hier wirklich Demut beschrieben – oder beginnt an diesem Punkt eine Unklarheit, die den Kern des Glaubens berührt? Damit wird Offenheit nicht mehr nur als Weg verstanden, sondern zunehmend als Ziel.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Ich habe das Buch selbst nicht gelesen und beziehe mich deshalb nur auf das Interview. Gerade deshalb möchte ich mich auf das konzentrieren, was dort tatsächlich gesagt wird – und warum ich an einem Punkt klar widersprechen würde.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Was daran richtig ist</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Einigen Beobachtungen kann ich voll zustimmen. Christen sollten nicht so auftreten, als hätten sie auf jede Frage eine fertige Antwort. Glaube bedeutet Vertrauen, nicht vollständige Erkenntnis. Zweifel sind keine Tugend, aber sie gehören zur Realität eines Glaubens, der noch unterwegs ist. Und ja: Auch im evangelikalen Umfeld gibt es Überzeugungen, die mit großer Selbstverständlichkeit vertreten werden, ohne dass klar ist, ob sie wirklich biblisch begründet sind oder eher aus Prägung und Gewohnheit stammen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Ebenso stimmt: Man kann von Menschen lernen, die theologisch anders denken. Niemand sollte so tun, als habe Gott nur im eigenen Umfeld etwas zu sagen. Gerade deshalb ist es entscheidend, sorgfältig zu unterscheiden, was man übernimmt – und was nicht.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Wo das Problem beginnt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kritisch wird es dort, wo nicht mehr nur einzelne Einsichten aus anderen theologischen Richtungen aufgenommen werden, sondern die Unterschiede selbst an Bedeutung verlieren. Im Interview entsteht der Eindruck, dass es ein guter Weg sei, sich bewusst zwischen evangelikaler und liberaler Theologie zu bewegen, statt sich festzulegen. Begründet wird das unter anderem damit, dass Gott auch außerhalb vertrauter Räume wirkt. Das stimmt. Aber daraus wird eine Schlussfolgerung gezogen, die so nicht gerechtfertigt ist.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Als Beleg wird Hesekiel 11 herangezogen. Der Text beschreibt die Situation des Volkes im Exil und macht deutlich: Gott verlässt sein Volk nicht, auch wenn es unter Gericht steht. Seine Herrlichkeit zieht aus Jerusalem weg, und Hesekiel soll den Menschen im Exil Gottes Wort weitergeben. Gott bleibt also gegenwärtig und spricht weiter zu seinem Volk.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Aber genau hier ist die Grenze: Der Text sagt nichts darüber, dass Gott sich in den religiösen oder theologischen Vorstellungen Babylons zeigt. Darum geht es schlicht nicht. Es geht um Gottes Treue zu seinem Volk – nicht um eine Öffnung gegenüber fremden Denkweisen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wenn man diesen Unterschied übersieht, verschiebt sich die Aussage. Aus der richtigen Beobachtung, dass Gott nicht an einen Ort gebunden ist, wird dann die falsche Schlussfolgerung, dass unterschiedliche theologische Ansätze gleichermaßen Ausdruck seiner Wahrheit sein könnten. Genau an diesem Punkt wird die Linie unscharf.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Wenn der Zeitgeist zum Maßstab wird</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In dieselbe Richtung geht die Formulierung, Gottes Geist tanze mit dem Zeitgeist. Man kann sie wohlwollend verstehen, aber sie bleibt gefährlich unklar. Natürlich gibt es Entwicklungen in der Gesellschaft, die berechtigte Anliegen sichtbar machen. Auch Christen übersehen Dinge oder bewerten sie vorschnell. Und ja: Gott kann äußere Umstände nutzen, um aufzurütteln und zur Umkehr zu führen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb braucht es eine klare Unterscheidung. Der Zeitgeist ist nicht neutral, sondern von Überzeugungen geprägt, die dem biblischen Zeugnis oft widersprechen. Wenn man davon spricht, dass Gottes Geist mit dem Zeitgeist „tanzt“, kann leicht der Eindruck entstehen, dass aktuelle Strömungen grundsätzlich ein verlässlicher Hinweis auf Gottes Wirken sind. Genau das wäre zu kurz gegriffen. Der Heilige Geist lässt sich nicht an die Denkmuster einer Zeit binden, sondern prüft sie, widerspricht ihnen und richtet den Blick auf Christus.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Wenn diese Unterscheidung unscharf bleibt, verschwimmt die Grenze. Dann wird Gottes Wirken leicht mit den Strömungen der eigenen Zeit gleichgesetzt.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Dekonstruktion ohne Fundament</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich zeigt sich die Spannung beim Thema Dekonstruktion. Der Gedanke, etwas Überkommenes kritisch zu hinterfragen und durch etwas Besseres zu ersetzen, klingt zunächst richtig. Auch Jesus stellt falsche Auslegungen infrage und korrigiert religiöse Fehlentwicklungen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Manuel Gräßlin verweist in diesem Zusammenhang selbst auf Matthäus 12 und die Auseinandersetzung um den Sabbat. Gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn dort führt Jesus nicht weg von der Schrift, sondern tiefer in sie hinein. Er deckt falsche Anwendungen auf, zeigt den eigentlichen Sinn des Gesetzes und richtet den Blick auf sich selbst als den, der Autorität über den Sabbat hat. Kritik dient hier nicht dem Abbau, sondern der Klärung.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Bei dem, was heute oft als Dekonstruktion beschrieben wird, zeigt sich jedoch häufig eine andere Bewegung. Was als ehrliches Hinterfragen zu beginnen scheint, endet nicht selten darin, dass zentrale Überzeugungen selbst unsicher werden. Es geht dann nicht mehr darum, die Schrift besser zu verstehen, sondern darum, sich von ihrer Verbindlichkeit zu lösen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Das Problem ist also nicht die Kritik an falschen Prägungen. Das Problem entsteht dort, wo das Fundament selbst zur Disposition steht. Wenn nicht nur menschliche Traditionen, sondern auch die Autorität der Schrift und die Mitte des Evangeliums infrage stehen, führt Dekonstruktion nicht zur Klärung, sondern zur Auflösung.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Warum Demut Klarheit braucht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter all dem steht häufig ein bestimmtes Verständnis von Demut: Man soll sich nicht zu schnell festlegen, sondern bewusst offen bleiben und verschiedene Sichtweisen nebeneinander stehen lassen. Doch genau hier zeigt sich die entscheidende Verschiebung: Offenheit wird nicht mehr nur als Weg verstanden, sondern als dauerhafte Haltung – auch in zentralen Fragen. Bedauerlicherweise geht das bei Gräßlin so weit, dass er sich zumindest im Interview nicht einmal mehr durchringen kann, sich als evangelikal zu bezeichnen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Biblische Demut bedeutet etwas anderes. Sie heißt, sich unter Gottes Wort zu stellen und bereit zu sein, sich korrigieren zu lassen. Gerade das setzt voraus, dass dieses Wort verbindlich ist. Wer diese Verbindlichkeit relativiert, wirkt vielleicht bescheiden, verliert aber die Grundlage, auf der Glaube überhaupt trägt.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Was Narnia hier klarer sieht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Manuel Gräßlin greift im Untertitel seines Buches bewusst einen Gedanken von C. S. Lewis auf: Gott ist „nicht sicher, aber gut“. Diese Bezugnahme finde ich sympathisch. Sie zeigt eine Liebe zu Narnia, die ich mit ihm teile. Gerade deshalb hätte ich mir gewünscht, dass er Lewis an dieser Stelle stärker folgt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Bei Lewis bedeutet dieser Satz nicht, dass Gott unklar oder beliebig wäre. Aslan ist nicht sicher, weil er sich nicht kontrollieren lässt. Er ist nicht harmlos, nicht berechenbar und nicht nach unseren Maßstäben verfügbar. Aber er ist gut. Seine Größe führt bei Lewis nicht in Unentschiedenheit, sondern in Vertrauen.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Sehr deutlich wird das im letzten Narnia-Band. Dort wird ein falscher Aslan präsentiert, und Wahrheit und Lüge werden bewusst miteinander vermischt. Am Ende steht die Behauptung, bei Aslan und seinem Gegenspieler würde es sich im Grunde um die selbe Person handeln. Das klingt zunächst weit, offen und versöhnlich. Bei Lewis ist es aber keine geistliche Reife, sondern klare Täuschung.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort darauf ist nicht noch mehr Offenheit, sondern Treue. Wer den echten Aslan kennt, hält an ihm fest. Lewis warnt vor einer Offenheit, die Unterschiede verwischt. Und gerade diese Warnung scheint mir in der gegenwärtigen Diskussion dringend nötig.</p>




<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist gut, wenn Christen selbstkritisch sind, zuhören und dazulernen. Problematisch wird es jedoch, wenn daraus eine Haltung entsteht, die sich bewusst nicht mehr festlegen will – selbst dort, wo die Schrift klare Orientierung gibt.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Man kann von verschiedenen theologischen Richtungen lernen. Aber man kann nicht in ihnen allen gleichzeitig stehen. Wer versucht, beides zu verbinden, verliert am Ende die Klarheit.</p>




<p class="wp-block-paragraph">Gott ist nicht harmlos. Aber er ist gut. Und gerade deshalb ist er nicht beliebig.</p>




<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon-Link.</em></p>
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		<title>Warum der neue KI-Chat in Logos ein Fortschritt ist – aber noch kein Durchbruch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2025 12:52:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der neue KI-Chat in Logos bringt frischen Schwung ins Bibelstudium – doch der große Durchbruch steht noch aus.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fwarum-der-neue-ki-chat-in-logos-ein-fortschritt-ist-aber-noch-kein-durchbruch%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dwarum-der-neue-ki-chat-in-logos-ein-fortschritt-ist-aber-noch-kein-durchbruch&amp;action_name=Warum%20der%20neue%20KI-Chat%20in%20Logos%20ein%20Fortschritt%20ist%20%E2%80%93%20aber%20noch%20kein%20Durchbruch&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nach vielen kleineren Verbesserungen in den letzten Jahren hat Logos nun einen wichtigen Schritt gemacht: <a href="https://deutsch.logos.com/das-warten-hat-ein-ende-logos-jetzt-mit-ki-chat/">Bibelsoftware mit künstlicher Intelligenz</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem neuen KI-Chat in Logos („Smarte Recherche“) kann man jetzt nicht nur suchen, sondern direkt mit seiner Bibliothek „reden“. Das klingt beeindruckend – und ist tatsächlich ein Fortschritt. Doch es bleibt noch viel Potenzial, das bisher ungenutzt ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was bisher möglich war: Fragen stellen – Antworten erhalten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Schon seit Anfang 2025 hat Logos seine intelligente Suchfunktion stetig erweitert. Man konnte zum Beispiel fragen: „Was lehrt Paulus über das Geben?“ oder „Wie groß war Noahs Arche?“ – und bekam eine verständliche Antwort mit Bibelstellen und Quellenangabe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war ein echter Fortschritt: Statt sich durch Dutzende Bücher zu klicken, konnte man einfach eine Frage stellen, und Logos hat die passenden Abschnitte in der eigenen Bibliothek gefunden. Besonders hilfreich: Jede Antwort war mit anklickbaren Quellen versehen, sodass man direkt nachlesen konnte, woher die Information stammte. So blieb die Recherche nachvollziehbar und überprüfbar – was bei einer einfachen Suche über ChatGPT nicht immer der Fall ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was jetzt dazukommt: der neue KI-Chat</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem neuesten Update (November 2025) wurde diese Funktion ausgebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der bisherigen Suchfunktion ist nun ein echter Chat geworden. Man kann nachfragen, ein Thema eingrenzen oder vertiefen – wie in einem Gespräch. Logos nennt das Ganze „Smarte Recherche“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man also eine Frage stellt, durchsucht die KI die eigene Bibliothek, fasst die wichtigsten Antworten zusammen und zeigt die Quellen dazu an. Das ist besonders nützlich, wenn man mitten in einem Bibeltext steckt – etwa in Kolosser 2 – und sich fragt, was Paulus mit dem „Kampfpreis“ meint. Die KI findet Kommentare, erklärt den Begriff und führt direkt zu den entsprechenden Stellen. Damit wird Bibelstudium interaktiver und schneller – aber noch nicht so gezielt, wie es sein könnte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ich mir wünschen würde</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue KI-Chat ist ein guter Anfang, aber vieles bleibt noch offen. Drei Dinge könnten ihn zu einem wirklich starken Werkzeug für Theologie und Bibelstudium machen:</p>



<h4 class="wp-block-heading">a) Bevorzugte Bücher priorisieren</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In Logos kann man selbst festlegen, welche Bücher man priorisieren möchte – zum Beispiel besonders hilfreiche Kommentare oder Nachschlagewerke. Beim KI-Chat ist allerdings unklar, nach welchen Kriterien Logos entscheidet, welche Bücher als Quellen verwendet und zitiert werden. Wenn die KI gezielt auf die eigenen bevorzugten Werke zurückgreifen würde, wären die Antworten verlässlicher und besser nachvollziehbar. Man könnte sicher sein, dass zuerst die Quellen berücksichtigt werden, die man selbst als besonders wichtig und vertrauenswürdig eingestuft hat.</p>



<h4 class="wp-block-heading">b) Einzelne Bücher gezielt befragen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Es wäre großartig, wenn man eine konkrete Frage an ein bestimmtes Werk stellen könnte – zum Beispiel:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Wie erklärt Beale (BECNT) das Bild von Schatten und Körper in Kolosser 2,17?“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Das würde den Zugang zu technischen oder sprachlich anspruchsvollen Werken deutlich erleichtern. Die KI könnte die wichtigsten Gedanken verständlich zusammenfassen – auch für Nutzer, die nicht fließend Englisch lesen oder sich mit Fachsprache schwertun. So käme man schneller zum Kern eines Arguments, ohne sich erst durch viele Seiten arbeiten zu müssen. Und wenn man der Sache anschließend noch tiefer auf den Grund gehen möchte, kann man jederzeit den gesamten Abschnitt im Original nachlesen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">c) Bücher miteinander vergleichen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Am spannendsten wäre wohl die Möglichkeit, mehrere Kommentare oder theologische Werke direkt zu vergleichen. Zum Beispiel:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Vergleiche, wie Beale (BECNT), Pao (ZECNT) und Copenhaver (Keryx) Kolosser 2,18 auslegen. An was denkt Paulus, wenn er sagt, dass niemand die Kolosser um den Kampfpreis bringen soll? Was verstand man damals unter einem Kampfpreis – und was war der der Kolosser?“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">So könnte man auf einen Blick sehen, wo sich die Autoren einig sind und wo sie unterschiedliche Wege gehen. Man bekäme einen guten Überblick über verschiedene theologische Sichtweisen und Auslegungen – eine enorme Hilfe für Predigtvorbereitung, Studium oder Forschung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum das jetzt schon (theoretisch) geht – aber problematisch ist</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Vergleiche wären im Prinzip schon heute mit ChatGPT möglich. Man könnte die entsprechenden Textstellen aus seinen Kommentaren kopieren und dort einfügen, um gezielt Fragen dazu zu stellen. Technisch funktioniert das gut – rechtlich ist es aber problematisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Kommentare und theologischen Werke sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen also nicht einfach in ein KI-System hochgeladen werden – auch dann nicht, wenn man sie gekauft hat und in den Einstellungen festlegt, dass eigene Daten nicht zu Trainingszwecken verwendet werden dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier liegt der große Vorteil von Logos: Der KI-Chat arbeitet innerhalb der eigenen, lizenzierten Bibliothek. Alles bleibt im geschützten Rahmen, und das Ganze funktioniert deutlich reibungsloser. Wenn Logos diese Möglichkeit künftig erweitert – etwa mit gezielter Quellenauswahl oder direkten Vergleichsfunktionen –, wäre das ein echter Durchbruch.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was KI leisten kann – und was nicht</h3>



<p class="wp-block-paragraph">KI kann:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber sie kann nicht entscheiden, welche Auslegung richtig ist.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Daten und Texte schnell auswerten,</li>



<li>verschiedene Sichtweisen miteinander vergleichen,</li>



<li>Inhalte zusammenfassen,</li>



<li>hilfreiche Zitate liefern.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Ausleger sich widersprechen, muss der Nutzer selbst prüfen und bewerten. KI kann uns beim Nachdenken helfen – aber sie nimmt uns das Nachdenken nicht ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bibelstudium bleibt geistige und geistliche Arbeit – auch im Zeitalter künstlicher Intelligenz. Es kostet weiterhin Zeit und Aufmerksamkeit. Gerade in der persönlichen Bibellese wie auch in der Predigtvorbereitung sollte man den Text zuerst selbst studieren. Mit konkreten Fragen, die dabei entstehen, kann man dann Kommentare hinzuziehen – gerne auch mit KI-Unterstützung. Doch das Denken, Prüfen und geistliche Urteilen bleibt unsere eigene Aufgabe – vor Gott und im Gebet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue KI-Chat von Logos ist ein ermutigender Schritt. Er macht das Bibelstudium zugänglicher und spart Zeit. Doch der wirklich große Sprung steht noch aus: Erst wenn man Quellen priorisieren, gezielt mit einzelnen Büchern arbeiten und verschiedene Sichtweisen vergleichen kann, wird aus dem Chat ein echtes Studienwerkzeug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin gespannt, wohin die Reise geht – das Potenzial ist jedenfalls groß.</p>
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		<title>Endlich da: die neue Elberfelder Studien- und Kommentarausgabe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue Elberfelder Studien- und Kommentarausgabe verbindet sprachliche Präzision mit erstklassigen ESV-Studiennotizen – ein Meilenstein fürs Bibelstudium.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fendlich-da-die-neue-elberfelder-studien-und-kommentarausgabe%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dendlich-da-die-neue-elberfelder-studien-und-kommentarausgabe&amp;action_name=Endlich%20da%3A%20die%20neue%20Elberfelder%20Studien-%20und%20Kommentarausgabe&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im Juni hatte ich <a href="https://jakobhaddick.de/elberfelder-esv/">hier im Blog</a> darüber geschrieben, dass mit der geplanten Elberfelder Bibel mit den Anmerkungen der ESV Study Bible ein echter Meilenstein für deutschsprachige Bibelleser bevorsteht. Inzwischen ist sie erschienen – unter dem Titel „Elberfelder Bibel – Die große Studien- und Kommentarausgabe“. Nach den ersten Tagen mit ihr bin ich überzeugt: Die hohen Erwartungen wurden erfüllt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine bemerkenswerte Koproduktion</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Ausgabe ist eine Koproduktion von SCM R. Brockhaus und der Christlichen Verlagsgesellschaft Dillenburg. Damit haben zwei Verlage zusammengearbeitet, die sich seit vielen Jahren im christlichen Buchmarkt engagieren. Besonders erfreulich ist, dass durch diese Kooperation eine Studienbibel entstanden ist, die sprachliche Präzision mit theologischer Tiefe verbindet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum die Elberfelder?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Elberfelder Bibel ist und bleibt für mich die beste deutsche Grundlage für gründliches Bibelstudium. Sie ist formal äquivalent, also so nah wie möglich am Urtext – und das merkt man an jedem Satz. Sicher hätte man den Umfang der Studienbibel etwas verringern können, wenn man auf Fußnoten oder Parallelstellen verzichtet hätte, aber gerade diese Genauigkeit ist ihr Markenzeichen. Gut, dass die Herausgeber daran festgehalten haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Übersetzt, nicht kopiert</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anmerkungen stammen aus der ESV Study Bible, wurden aber nicht einfach Satz für Satz übertragen. Stattdessen haben die Übersetzer sie sorgfältig an die deutsche Elberfelder Textgrundlage angepasst – eine enorme Herausforderung, da sich beide Übersetzungen in einzelnen Lesarten und sprachlichen Entscheidungen unterscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel: In Römer 3,25 wählt die ESV das Wort <em>propitiation</em> („Sühnopfer“ im Sinn der Stillung von Gottes Zorn) und erklärt in der Anmerkung, dass damit mehr gemeint ist als bloß die <em>expiation</em>, also das Wegnehmen oder Bedecken der Sünde. Die deutsche Ausgabe erwähnt die Stillung des Zorns, verzichtet aber auf diese theologische Unterscheidung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch deutlicher wird die Spannung in Johannes 1,18. Die ESV folgt hier der Lesart „the only God“ („der einzige Gott“) und baut ihre Anmerkung konsequent darauf auf. Die Elberfelder dagegen übersetzt „der eingeborene Sohn“ – eine ebenfalls gut bezeugte Lesart. In der deutschen Anmerkung wird zwar auf die Fußnote der Elberfelder verwiesen, die die alternative Lesart („Gott“) nennt, doch die anschließende Erklärung orientiert sich, ohne dies näher einzuordnen, an der ESV-Anmerkung, die auf „the only God“ basiert. Das wirkt im Deutschen etwas holprig, weil die Erläuterung nicht vollständig zur eigenen Übersetzung passt. Solche Stellen zeigen, wie anspruchsvoll es war, zwei nahe verwandte, aber doch eigenständige Textgrundlagen miteinander zu verbinden. Insgesamt ist das den Übersetzern jedoch beeindruckend gut gelungen – und es gibt auch nicht allzu viele Unterschiede.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Großartiges Material – endlich auf Deutsch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich besonders begeistert: Das Karten- und Illustrationsmaterial der ESV Study Bible liegt nun erstmals auf Deutsch vor – und das in hervorragender Qualität. Diese Visualisierungen gehören seit Jahren zu den besten, die es in einer Studienbibel gibt. Ich hoffe sehr, dass sie bald auch digital verfügbar sein werden, etwa über Logos oder eine eigene Plattform. Das wäre ein enormer Gewinn für Predigtvorbereitung und Lehre.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Mammutprojekt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">An der deutschen Übersetzung und Redaktion waren 20 Fachleute beteiligt – ein beeindruckendes Team. Schon in meinem Beitrag über <a href="https://jakobhaddick.de/meine-drei-meistverwendeten-studienbibeln/">meine meistverwendeten Studienbibeln</a> hatte ich betont, dass die ESV Study Bible für mich lange der Goldstandard war. Jetzt steht endlich ein deutsches Pendant bereit – mit der besten Übersetzung, die wir haben, und einem der besten Studienapparate weltweit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Preis und Wert</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 130 € (Kunstleder) bzw. 180 € (Leder mit Goldschnitt) ist die Ausgabe kein Schnäppchen. Aber wer sie kauft, investiert in ein Werkzeug, das über Jahrzehnte wertvoll bleibt – für Predigt, Bibelstudium und Glaubensleben. Sie ist kein Sammlerstück, sondern eine Investition, die sich täglich auszahlt. Und ja: auch ein großartiges Weihnachtsgeschenk für Menschen, die Gottes Wort wirklich studieren wollen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Was sich im Sommer noch wie ein Traum anhörte, ist jetzt Realität: Die Elberfelder Bibel – Die große Studien- und Kommentarausgabe ist für mich die derzeit beste deutschsprachige Studienbibel – inhaltlich, theologisch und optisch. Wer die Schrift gründlich studieren will, wird an ihr kaum vorbeikommen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bezugsquellen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am besten bestellt man sie <strong>direkt beim CV Dillenburg</strong> – so unterstützt man das Projekt und sorgt mit dafür, dass solche aufwendigen Bibelausgaben auch künftig möglich bleiben (Versandkosten fallen bei diesem Preis ohnehin nicht an).</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.cb-buchshop.de/271280/elberfelder-bibel-kunstleder.html">Standard-Ausgabe (Kunstleder)</a></li>



<li><a href="https://www.cb-buchshop.de/271296/elberfelder-bibel-studienausgabe.html">Limitierte Sonderausgabe (Ledereinband)</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<img decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fendlich-da-die-neue-elberfelder-studien-und-kommentarausgabe%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dendlich-da-die-neue-elberfelder-studien-und-kommentarausgabe&amp;action_name=Endlich%20da%3A%20die%20neue%20Elberfelder%20Studien-%20und%20Kommentarausgabe&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/endlich-da-die-neue-elberfelder-studien-und-kommentarausgabe/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=endlich-da-die-neue-elberfelder-studien-und-kommentarausgabe">Endlich da: die neue Elberfelder Studien- und Kommentarausgabe</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<item>
		<title>Bibelstudium mit den Logbüchern der EsraBibel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die EsraBibel lädt zu gründlichem Bibelstudium ein – mit Logbüchern, die Raum für eigene Notizen lassen. Meine Eindrücke aus der Predigtvorbereitung mit dem Kolosserbrief findest du hier.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fbibelstudium-mit-den-logbuchern-der-esrabibel%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dbibelstudium-mit-den-logbuchern-der-esrabibel&amp;action_name=Bibelstudium%20mit%20den%20Logb%C3%BCchern%20der%20EsraBibel&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/bibelstudium-mit-den-logbuchern-der-esrabibel/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=bibelstudium-mit-den-logbuchern-der-esrabibel">Bibelstudium mit den Logbüchern der EsraBibel</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im letzten Jahr habe ich hier im Blog über die <a href="https://jakobhaddick.de/predigtvorbereitung-mit-dem-bibeljournal/">Predigtvorbereitung mit dem Bibeljournal</a> geschrieben. Das Bibeljournal basiert auf der Luther 2017. Auf einer Doppelseite steht links jeweils der Bibeltext, rechts ist Platz für Notizen. Für unsere Predigtreihe durch das Lukasevangelium habe ich damit gearbeitet. Diese Reihe pausiert aktuell. In der Zwischenzeit haben wir in der Gemeinde eine neue Predigtreihe begonnen – durch den Kolosserbrief. Dafür gibt es noch kein Bibeljournal, also habe ich etwas Neues ausprobiert: <a href="https://shop.ebtc.org/products/die-briefe-an-die-kolosser-und-an-philemon">das Logbuch zur EsraBibel</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2025/09/EsraBibel-Logbuch.97a1b54edd7e475e8ab3c1bd52ce9d93-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2405" srcset="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2025/09/EsraBibel-Logbuch.97a1b54edd7e475e8ab3c1bd52ce9d93-1024x683.jpg 1024w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2025/09/EsraBibel-Logbuch.97a1b54edd7e475e8ab3c1bd52ce9d93-300x200.jpg 300w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2025/09/EsraBibel-Logbuch.97a1b54edd7e475e8ab3c1bd52ce9d93-768x512.jpg 768w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2025/09/EsraBibel-Logbuch.97a1b54edd7e475e8ab3c1bd52ce9d93-1536x1024.jpg 1536w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2025/09/EsraBibel-Logbuch.97a1b54edd7e475e8ab3c1bd52ce9d93.jpg 2010w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist die EsraBibel?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die EsraBibel ist eine neue deutsche Übersetzung, an der Benedikt Peters arbeitet. Sie erscheint seit 2023 schrittweise beim EBTC in Zusammenarbeit mit CLV. Übersetzt wird „urtextnah und sprachgenau“ – eine Arbeitsbibel für gründliches Studium, nicht für das schnelle Querlesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Neuen Testament stützt sich Peters sowohl auf den Nestle-Aland-Text als auch auf den Mehrheitstext. Je nachdem, welcher Lesart er folgt, wird das an entscheidenden Stellen transparent in den Fußnoten dokumentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzung ist stark formal-äquivalent (wortgetreu). Dadurch entsteht ein sehr naher Eindruck am Urtext – was aber auch bedeutet, dass die Sprache manchmal sperrig wirkt, gerade in einem Brief wie Kolosser, der im Griechischen sehr lange Satzgefüge hat. Ich selbst bin die revidierte Elberfelder gewohnt, die ebenfalls als formal-äquivalent gilt, aber die EsraBibel geht hier noch konsequenter vor. Gelegentlich habe ich deshalb parallel in die Elberfelder geschaut, um den Gedankengang besser nachzuvollziehen. Christen, die schon mit der Elberfelder ihre Mühe haben, werden sich mit der EsraBibel definitiv schwer tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei der Wortwahl gibt es Überraschungen: Peters übersetzt „Jesus Christus“ im Kolosserbrief teils mit „Jesus, der Gesalbte“. Der Hintergrund ist, dass „Christus“ ein Titel ist („der Gesalbte“) und nicht einfach ein Eigenname. Allerdings ist er in seiner Übersetzung hier scheinbar selbst nicht durchgängig konsequent und verwendet an anderen Stellen doch „Jesus Christus“. Warum er das so handhabt, ist mir unklar. Solche Entscheidungen können anfangs ungewohnt sein, regen aber dazu an, genauer nachzudenken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufbau der Logbücher</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Logbücher kombinieren den Bibeltext mit Platz für eigene Notizen. Anders als beim Bibeljournal ist hier jede Seite etwa zur Hälfte bedruckt, die andere Hälfte bleibt frei zum Schreiben. Praktisch: man hat so auf beiden Seiten Platz für Beobachtungen, Gedanken und Entdeckungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor jedem biblischen Buch findet sich zudem eine Doppelseite für Hintergrundnotizen: Autor, Empfänger, Abfassungszeit, historisch-kultureller Kontext, theologische Themen sowie Absicht und Zweck des Buches. Am Ende gibt es noch einige freie Seiten für weitere Notizen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Format gefällt mir sehr: es lädt ein, sich intensiv mit dem Text zu beschäftigen. Für meine persönliche Predigtvorbereitung hätte ich mir manchmal noch etwas mehr Platz gewünscht – gerade wenn ich meine eigenen Beobachtungen mit einer Textgliederung und Hinweisen aus Kommentaren kombinieren möchte. Aber für die wesentlichen Notizen reicht es aus. Meine eigentlichen Predigtnotizen landen ohnehin an einem anderen Ort (bei mir: Evernote).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Eindruck</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zugegeben: mit der Übersetzung selbst bin ich noch nicht ganz warm geworden. Manches wirkt auf Deutsch umständlich oder fremd. Aber vielleicht ist genau das ein Gewinn: das Fremde zwingt mich, genauer hinzusehen, den Grundtext und andere Übersetzungen daneben zu legen und so den Sinn gründlicher zu erarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EsraBibel ist keine „Einstiegsbibel“ für jemanden, der zum ersten Mal in der Schrift liest. Aber wer tief ins Bibelstudium einsteigen möchte, bekommt hier ein wertvolles Werkzeug an die Hand – mitsamt Logbüchern, die zum aktiven Mitdenken und Mitschreiben anregen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist es ein gelungenes Projekt, für das ich sehr dankbar bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr Infos zur EsraBibel und zu den Logbüchern findest du hier: <a href="https://www.ebtc.org/esrabibel-esb-neue-bibeluebersetzung-urtextnah-und-sprachgenau">EsraBibel beim EBTC</a>.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fbibelstudium-mit-den-logbuchern-der-esrabibel%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dbibelstudium-mit-den-logbuchern-der-esrabibel&amp;action_name=Bibelstudium%20mit%20den%20Logb%C3%BCchern%20der%20EsraBibel&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/bibelstudium-mit-den-logbuchern-der-esrabibel/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=bibelstudium-mit-den-logbuchern-der-esrabibel">Bibelstudium mit den Logbüchern der EsraBibel</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Ein Meilenstein für deutschsprachige Bibelleser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2025 17:40:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Herbst erscheint ein echtes Highlight: Die Elberfelder Bibel mit den Anmerkungen der ESV Study Bible. Warum sie für mich ein Meilenstein ist – und worauf ich mich besonders freue.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Felberfelder-esv%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Delberfelder-esv&amp;action_name=Ein%20Meilenstein%20f%C3%BCr%20deutschsprachige%20Bibelleser&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/elberfelder-esv/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=elberfelder-esv">Ein Meilenstein für deutschsprachige Bibelleser</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Heute Nachmittag hat der CV Dillenburg bekannt gegeben, dass im Herbst eine neue Studienbibel erscheinen wird: die <strong>Elberfelder Bibel mit den Anmerkungen der ESV Study Bible</strong>. Damit bekommen deutschsprachige Bibelleser endlich ein Gesamtpaket, das eine der besten deutschen Bibelübersetzungen mit erstklassigem Studienmaterial verbindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt einige gute deutsche Studienbibeln (z. B. <a href="https://jakobhaddick.de/macarthur-ryrie-und-scofield/">hier im Vergleich</a>), aber aus meiner Sicht reicht keine an die Tiefe und Qualität der ESV Study Bible heran. Inhaltlich vergleichbar ist höchstens noch die Biblical Theology Study Bible (früher NIV Study Bible). Beide habe ich bereits 2021 in einem früheren Beitrag vorgestellt (<a href="https://jakobhaddick.de/meine-drei-meistverwendeten-studienbibeln/">siehe hier</a>).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was steckt drin? – Die harten Fakten</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>20 000+ Kommentar­notizen</strong> von international anerkannten Theologen. Besonders bemerkenswert: Jedes biblische Buch wurde von einem ausgewiesenen Fachmann kommentiert – anders als bei vielen deutschen Studienbibeln, bei denen oft nur ein einzelner Autor verantwortlich ist.</li>



<li>Die Kommentare zeigen eine <strong>theologische Breite</strong>, ohne beliebig zu sein: Es dominieren reformatorisch-evangelikale Stimmen, aber auch eher arminianisch geprägte Theologen wie Grant Osborne wurden einbezogen. Besonders in strittigen Fragen – etwa zur Endzeit oder bei schwierigen Textpassagen – werden unterschiedliche Auslegungsmöglichkeiten sachlich dargestellt, statt eine Linie dogmatisch durchzuziehen.</li>



<li><strong>200+ Tabellen</strong> mit Zahlen, Stammbäumen, Übersichten u. v. m.</li>



<li><strong>240 Karten &amp; Illustrationen</strong> – das visuelle Herzstück der ESV Study Bible, bis heute unerreicht.</li>



<li><strong>50 Fachartikel</strong> zu biblischen, theologischen und praktisch-theologischen Themen.<br></li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Warum Elberfelder + ESV eine Traumkombination ist</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Elberfelder Bibel</strong> ist im deutschen Sprachraum nach wie vor die präziseste formorientierte Übersetzung – ideal insbesondere für exakte Wortstudien. Die <strong>ESV Study Bible</strong> wiederum gilt im konservativ-evangelikalen Raum als Goldstandard unter den Studienbibeln. Über zwei Millionen verkaufte Exemplare sprechen für sich. Die Kombination dieser beiden Stärken vereint etwas, das im deutschsprachigen Raum bislang fehlte: sprachliche Genauigkeit und theologisch fundierte, didaktisch hervorragend aufbereitete Auslegungshilfen zum Bibeltext.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Worauf ich mich freue</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl die gründlichen Kommentare als auch die hochwertigen Karten und Visualisierungen suchen ihresgleichen. Besonders hoffe ich, dass das Illustrations- und Kartenmaterial auch <strong>digital verfügbar</strong> sein wird – etwa über Logos oder per Web-Zugang, wie er beim Kauf der englischen ESV Study Bible grundsätzlich enthalten war. Das wäre eine enorme Hilfe – sowohl für das persönliche Bibelstudium als auch für Predigt-Präsentationen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Offene Fragen &amp; mögliche Herausforderungen</h3>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Umfang</strong> – Die englische Version umfasst fast 3 000 Seiten. Eine deutsche Übersetzung könnte noch voluminöser ausfallen.</li>



<li><strong>Preis</strong> – Umfang und Farbdruck werden ihren Preis haben. Es wird spannend, ob auch günstige Varianten geplant sind.</li>



<li><strong>Digitalisierung</strong> – Wird es eine kostengünstige eBook- oder Logos-Version mit integrierten Grafiken und Karten geben?<br></li>
</ol>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Fazit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Verlag und Übersetzer die Qualität der ESV Study Bible 1:1 ins Deutsche übertragen, entsteht ein echter Meilenstein – nicht nur für Pastoren und Bibellehrer, sondern für alle, die tiefer in Gottes Wort eintauchen wollen. Für mich steht fest: vormerken, sparen, und so bald wie möglich vorbestellen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nachtrag</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studienbibel kann inzwischen vorbestellt werden. Der Preis hat es tatsächlich in sich. Aber die Kosten für das Übersetzungsprojekt sowie für die Produktionskosten werden sicher auch gewaltig sein. Ich wünsche der Bibel eine große Verbreitung – wer weiß, ob es dann nach einer gewissen Zeit auch eine günstigere Version geben wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Direkt bei CV-Dillenburg</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.cb-buchshop.de/271280/elberfelder-bibel-kunstleder.html">Standard-Ausgabe (Kunstleder)</a></li>



<li><a href="https://www.cb-buchshop.de/271296/elberfelder-bibel-studienausgabe.html">Limitierte Sonderausgabe (Ledereinband)</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bei Amazon (Affilliate-Links)</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://amzn.to/4eqQXD2">Standard-Ausgabe (Kunstleder)</a></li>



<li><a href="https://amzn.to/46taSPE">Limitierte Sonderausgabe (Ledereinband)</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen über den Amazon Link. Ich empfehle für christliche Bücher (insbesondere bei so einem kostenintensiven Projekt) aber, Bücher über den christlichen Buchhandel zu beziehen!</em></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Felberfelder-esv%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Delberfelder-esv&amp;action_name=Ein%20Meilenstein%20f%C3%BCr%20deutschsprachige%20Bibelleser&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/elberfelder-esv/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=elberfelder-esv">Ein Meilenstein für deutschsprachige Bibelleser</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Der Untergang des Dispensationalismus?</title>
		<link>https://jakobhaddick.de/der-untergang-des-dispensationalismus/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=der-untergang-des-dispensationalismus</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2025 13:45:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Endzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ist der Dispensationalismus am Ende? Drei aktuelle Bücher gehen dieser Frage nach – mit überraschend unterschiedlichen Antworten. Einblicke, Bewertungen und persönliche Leseempfehlungen.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fder-untergang-des-dispensationalismus%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dder-untergang-des-dispensationalismus&amp;action_name=Der%20Untergang%20des%20Dispensationalismus%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/der-untergang-des-dispensationalismus/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=der-untergang-des-dispensationalismus">Der Untergang des Dispensationalismus?</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Monaten habe ich drei Bücher zum Dispensationalismus gelesen, die auf sehr unterschiedliche Weise den Zustand und die Zukunft dieser theologischen Richtung bewerten. Ist der Dispensationalismus tatsächlich auf dem Rückzug – oder nur in einer Phase der Neubesinnung? Die Antworten fallen überraschend vielfältig aus. Hier eine kurze Vorstellung der Werke – samt ein paar persönlichen Anmerkungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Discovering Dispensationalism</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Häufig wird argumentiert, der Dispensationalismus sei erst von John Nelson Darby erfunden worden. Der Sammelband <em><a href="https://amzn.to/43msiKZ">Discovering Dispensationalism</a></em> (#Affiliate-Link) von Cory Marsh und James Fazio (Hg.) antwortet eindeutig: nein. Bereits Kirchenväter wie Papias, Justin, Irenäus &amp; Co. lesen ein buchstäbliches messianisches Reich aus der Schrift heraus; mittelalterliche Denker wie Joachim von Fiore arbeiten mit heilsgeschichtlichen Perioden; Puritaner koppeln eine israelfreundliche Endzeit­erwartung an ihre wortgetreue Exegese. Darby bündelt diese verstreuten Fäden später zu einem System.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herzstück des Buches ist die Definition der „Dispensation“ als göttliche Haushaltung: Gott setzt einen Verwalter ein, der treu mit anvertrauten Ressourcen umgehen soll. Über die Anzahl der „Dispensationen“ gibt es freilich unterschiedliche Meinungen. Dass zwischen unterschiedlichen Epochen der Heilsgeschichte unterschieden werden muss, darüber herrscht nicht nur bei Dispensationalisten Einigkeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gründliche Quellenarbeit, scharfe Begriffs­klärung – und der klare Befund: Der Dispensationalismus ist tief in der Geschichte verwurzelt und zugleich offen für die Zukunft, auch wenn er sich theologisch neu ausrichten muss. Wer einen kompakten Einstieg sucht, findet hier reichlich Argumente für die bleibende Relevanz dieser Denkrichtung – und ein paar nötige Warnschilder gleich mitgeliefert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">The Rise and Fall of Dispensationalism</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Daniel G. Hummel schildert in seinem Buch „<a href="https://amzn.to/4j9kUIG">The Rise and Fall of Dispensationalism</a>“ (#Affiliate-Link) den Aufstieg und den vermeintlichen Kollaps des Dispensationalismus – genauer des „neuen Prämillennialismus“, einer Bewegung, die ab 1830 eine buchstäblich-prophetische Bibellektüre mit Betonung der Naherwartung Jesu verband. Sein Fokus sind die USA.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Phase 1 – Aufbruch (1830–1900):</strong> Der Impuls kommt von Darby; Prediger wie Brooks, Seiss, Grant, Moody verbreiten ihn.</li>



<li><strong>Phase 2 – Systematisierung (1900–1960):</strong> Insbesondere Scofield, Chafer und das Dallas Theological Seminary (sowie weitere theologische Seminare) prägen stark.</li>



<li><strong>Phase 3 – Pop-Dispensationalismus (1960–2020):</strong> Bestseller von Hal Lindsey, Tim LaHaye u. a. prägen Kultur und Politik, die theologische Tiefe verblasst; hier verortet Hummel den „Fall“.<br></li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Hummels Diagnose vom Niedergang überzeugt mich nur teilweise. Er rechnet u. a. den progressiven Dispensationalismus nicht mehr dazu – obwohl die Bewegung in 200 Jahren stets intern variierte (Verständnis von Heiligung, Zahl der Heilszeiten, Details der Hermeneutik…). Dass der Einfluss des Dispensationalismus innerhalb des Evangelikalismus heute geringer ist als noch vor einigen Jahrzehnten, stimmt natürlich; von einem Ende zu sprechen greift jedoch zu kurz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fazit: Hummel bietet einen klar strukturierten historischen Überblick und liefert berechtigte Kritik am pop­kulturellen Ausverkauf. Wer jedoch die Gegenwart des Dispensationalismus verstehen will, sollte ergänzend zu Werken wie <em><a href="https://amzn.to/43hPhXg">Three Central Issues in Contemporary Dispensationalism</a></em> (#Affiliate-Link) (auch schon 25 Jahre alt, aber ein guter Überblick über Varianten innerhalb des Dispensationalismus) greifen. Ich empfehle auch die Podcast-Diskussion mit Hummel, Paul Weaver und Darrell Bock (Dispensationalism and Evangelicals).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinweis: Vor einigen Jahren habe ich außerdem das Büchlein <a href="https://jakobhaddick.de/buchbesprechung-dispensationalismus/">Dispensationalismus – Fakten und Mythen von Michael Vlach</a> vorgestellt. Das eignet sich hervorragend als Einstieg ins Thema</p>



<h2 class="wp-block-heading">After Dispensationalism</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In <em><a href="https://amzn.to/4ko5CAQ">After Dispensationalism</a></em> (#Affiliate-Link) beschreibt Brian Irwin die „Welt der Endzeit-Lehre“, womit er den Dispensationalismus meint. Der erste Teil bietet eine geschichtliche Einführung, bleibt dabei aber eher oberflächlich. In den beiden folgenden Teilen widmet sich Irwin der prophetischen und apokalyptischen Literatur im Allgemeinen sowie den Büchern Hesekiel, Daniel und Offenbarung im Besonderen. Etwas irritierend ist, dass die einzelnen Buchteile und Kapitel sehr unterschiedlich umfangreich ausfallen, was den Lesefluss etwas erschwert. Dennoch steckt viel Hilfreiches im Buch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irwins zentrale Kritik am Dispensationalismus ist, dass dieser die genannten Texte zu sehr als abstrakte Zukunftsbeschreibungen liest und dabei den ursprünglichen geschichtlichen und theologischen Kontext vernachlässigt. Prophetie sei häufig keine losgelöste Zukunftsschau, sondern eine direkte Bezugnahme auf die Segen- und Fluch-Passagen der Mose-Bücher. Entsprechend müssten diese Texte auch primär im Rahmen des Bundesdenkens verstanden werden. Die angekündigten Ereignisse lägen dabei meist nicht in ferner Zukunft, sondern seien unmittelbar zu beobachten oder zu erwarten. Als Evangelikaler schließt Irwin natürlich nicht aus, dass es noch ausstehende Erfüllungen biblischer Prophetie gibt, doch gerade Verheißungen an Israel seien in der Regel zeitnah erfüllt worden. Besonders in der apokalyptischen Textgattung werde zudem stark bildhaft gesprochen. Man solle deshalb nicht in heutigen Nachrichten nach Erfüllungen suchen, sondern den literarischen Kontext beachten und innerhalb der Schrift nach den passenden Bezügen forschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe die Lektüre als anregend empfunden und vieles daraus mitgenommen. Kritisch sehe ich, dass Irwin eine Spätdatierung des Danielbuchs vertritt und den historischen Daniel damit als Autor ausschließt – ein direkter Rückschluss aus seinem Verständnis apokalyptischer Literatur, die häufig pseudepigraphischer Natur ist. Auch halte ich seine Darstellung des Dispensationalismus für zu einseitig. Seine Kritik trifft sicher auf manche frühere Vertreter zu, wird aber der inneren Vielfalt der Bewegung nicht gerecht. Interessanterweise hebt er selbst das Buch <em><a href="https://amzn.to/4kqTIpX">Interpreting Apocalyptic Literature</a></em> (#Affiliate-Link) positiv hervor, das von einem Professor am Dallas Theological Seminary verfasst wurde – einem Dispensationalisten mit ausgewogenem Verständnis apokalyptischer Texte. Auch wenn der Dispensationalismus im Buch selbst nicht groß zum tragen kommt (<a href="https://www.thegospelcoalition.org/themelios/review/interpreting-apocalyptic-literature-an-exegetical-handbook/">siehe Buchbesprechung hier</a>) , schließt dieser einen gesunden Umgang mit apokalyptischer Literatur eben nicht aus. Ich habe mir das Buch bestellt, es aber noch nicht gelesen. Gelesen habe ich jedoch bereits das Pendant zum Neuen Testament <em><a href="https://amzn.to/3GXCD8s">Interpreting Revelation and Other Apocalyptic Literature</a></em> (#Affiliate-Link), ebenfalls von einem (gemäßigten) Dispensationalisten geschrieben – sehr empfehlenswert!</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Schlussfolgerung formuliert Irwin 13 Prinzipien für den Umgang mit prophetischen und apokalyptischen Texten. Nicht alle sind aus meiner Sicht gleich gewichtig, manches wirkt eher selbstverständlich. Doch besonders diese vier Impulse sind aus meiner Sicht insbesondere für Dispensationalisten bedenkenswert:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>It is wiser to use the Bible to interpret the news than the news to interpret the Bible; it is wiser to use the Bible to interpret our calendars than the calendar to interpret our Bibles.</li>



<li>Apocalyptic and prophetic texts are different genres that cannot be conflated and ought to be interpreted according to the guidelines unique to their literary types.</li>



<li>When reading Scripture, it is better to begin by asking how Old Testament prophecies and apocalyptic texts were understood by the original recipients than to speculate about how they might be fulfilled in our future.</li>



<li>Understanding some biblical passages symbolically is not to question the reliability, inspiration, or perfection of the Scriptures.</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">Mein Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einfluss des Dispensationalismus ist zweifellos zurückgegangen, aber von einem echten „Untergang“ kann kaum die Rede sein. Vielmehr ringt die Bewegung heute stärker denn je um ein verantwortungsvolles Schriftverständnis, das zwischen berechtigter Hoffnung, nüchterner Hermeneutik und geistlicher Wachsamkeit balanciert. Wer sich auf diese Auseinandersetzung einlässt, wird – wie ich – wertvolle Impulse mitnehmen, auch wenn nicht jede These überzeugt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">* <em>Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.</em></p>
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		<title>Vom Umgang mit theologischen Differenzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jan 2025 12:55:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
		<category><![CDATA[Leiterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Theologische Differenzen sind unvermeidlich – selbst unter bibeltreuen Christen. Rhyne Putman nennt fünf Gründe für solche Unterschiede.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fvom-umgang-mit-theologischen-differenzen%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dvom-umgang-mit-theologischen-differenzen&amp;action_name=Vom%20Umgang%20mit%20theologischen%20Differenzen&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Theologische Differenzen gibt es, seit es Menschen gibt. Wir begegnen ihnen bereits auf den ersten Seiten der Bibel. Während Adam und Eva in ihrem Irrtum vereint zu sein scheinen (1Mo 3), sind sich Kain und Abel uneins in Bezug auf die richtige Art der Anbetung (1Mo 4) und Noah und seine Zeitgenossen haben ganz unterschiedliche Vorstellungen von Gott und seinen Maßstäben (1Mo 6). Auch bei Christen, die sich darin eins sind, dass die Bibel der absolute Maßstab ist, gibt es unterschiedliche Ansichten. Wie kommt es zu unterschiedlichen Sichtweisen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich las kürzlich das Buch <em>When Doctrine Divides the People of God</em> von Rhyne Putman. Er nennt darin fünf häufige Gründe für Uneinigkeit in Lehrfragen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Wir lesen unvollkommen (We Read Imperfectly)</strong>: Unsere Fähigkeit, die Schrift zu interpretieren, ist begrenzt. Das liegt laut Putman an (1) der Begrenztheit des menschlichen Verstandes, (2) der kulturellen Prägungen und den persönlichen Perspektiven des Lesers, (3) der historischen, kulturellen und sprachlichen Distanz, die zwischen dem biblischen Text und dem gegenwärtigen Leser liegt, (4) am eigenen einzigartigen Vorverständnis, das jeder mitbringt, (5) und an unseren selbstsüchtigen Wünschen und Vorurteilen, die jeder in sich hat und die die Interpretation des Textes beeinflussen kann. Obwohl die Bibel klar ist, sind unsere Interpretationen oft fehlbar (vgl. 2Petr 3,16).</li>



<li><strong>Wir lesen unterschiedlich (We Read Differently)</strong>: Es gibt exegetische Unterschiede (unterschiedliche Textvarianten des Grundtexts, größere Bedeutungsfelder biblischer Worte und Unterschiede im Verständnis der Grammatik), sowie noch grundlegende hermeneutische Unterschiede (insbesondere der historische und der literarische Kontext kann unterschiedlich gedeutet werden. All das beeinflusst unser Verständnis enorm.</li>



<li><strong>Wir schlussfolgern unterschiedlich (We Reason Differently)</strong>: Der Prozess, wie wir von der Schrift zu theologischen Überzeugungen gelangen, ist subjektiv. Sowohl deduktives als auch induktives Denken kommt an seine Grenzen. Abduktives Denken – eine Mischung aus Vermutungen und kreativer Hypothesenbildung – ist oft notwendig, führt aber nicht zu sicheren Schlussfolgerungen.</li>



<li><strong>Wir empfinden unterschiedlich (We Feel Differently)</strong>: Emotionen beeinflussen unsere theologische Perspektive stärker, als wir oft zugeben. Emotionale Intuition kommt oft vor rationalem Denken und führt uns beim Argumentieren in eine gewisse Richtung.</li>



<li><strong>Wir haben unterschiedliche Wahrnehmungsfehler (We Have Different Biases)</strong>: Sowohl unsere Traditionen als auch unsere Glaubenssysteme prägen unsere Interpretation der Bibel. Insbesondere der Bestätigungsfehler (engl. confirmation bias) führt dazu, dass wir Beweise suchen, die unsere Überzeugungen unterstützen, und widersprechende Beweise ignorieren.<br></li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sollten Gotte Wort umso eifriger erforschen und uns umso mehr darum bemühen, unsere Voreingenommenheit abzulegen. Ganz wird das allerdings nie gelingen. Deswegen sollten wir unsere Begrenztheit anzuerkennen und lernen, entspannter mit Differenzen umzugehen, die nicht zentral das Evangelium betreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lese-Empfehlung</strong> (Affiliate Link)</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://amzn.to/3CjKZ8C"><img loading="lazy" decoding="async" width="255" height="381" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2025/01/When-Doctrine-Divides.png" alt="" class="wp-image-2197" srcset="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2025/01/When-Doctrine-Divides.png 255w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2025/01/When-Doctrine-Divides-201x300.png 201w" sizes="(max-width: 255px) 100vw, 255px" /></a></figure>
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		<title>Spricht Jesaja 7 von der Jungfrauengeburt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Dec 2024 12:38:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelien]]></category>
		<category><![CDATA[Exegese]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jesaja 7,14 – ein Vers, der jedes Jahr zur Weihnachtszeit zitiert wird. Aber sagt er wirklich das, was wir denken? Oder lesen wir mehr hinein, als Jesaja eigentlich sagen wollte?<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fspricht-jesaja-7-von-der-jungfrauengeburt%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dspricht-jesaja-7-von-der-jungfrauengeburt&amp;action_name=Spricht%20Jesaja%207%20von%20der%20Jungfrauengeburt%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Jesaja 7,14 – ein Vers, der jedes Jahr zur Weihnachtszeit zitiert wird. Aber sagt er wirklich das, was wir denken? Oder lesen wir mehr hinein, als Jesaja eigentlich sagen wollte? Der Vers wird häufig als Hinweis auf die Jungfrauengeburt im Alten Testament verstanden. Der Evangelist Matthäus scheint das zu bestätigen. Schließlich zitiert er den Vers als Beweis für die Jungfrauengeburt (Mt 1,22f). Aber sagt Jesaja 7,14 tatsächlich das, was wir oft darin lesen?</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird seinen Namen Immanuel nennen. (Jes 7,14)</p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Das Zeichen in Jesaja 7: Historische Perspektive</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Jes 7 wird erklärt, dass die Könige von Aram (Syrien) und Israel (Nordreich) gegen Juda in den Kampf ziehen (V.1). Israel und sein König Ahas verzweifelt daraufhin (V.2). Im Auftrag Gottes macht Jesaja Ahas Mut (V.3-9): „Es wird nicht zustande kommen und nicht geschehen.“ (V.7). Ahas soll ein Zeichen als Bestätigung fordern (V.10f). Der lehnt ab (V.12). Gott verheißt ihm dennoch ein Zeichen: die Geburt eines Kindes (V.14-16). Direkt im nächsten Kapitel (8,1-4) wird dann davon gesprochen, dass eine Prophetin schwanger wird und einen Sohn gebiert. Genau von diesem Sohn wird gesagt, dass Damaskus (Syrien) und Samaria (Nordreich) besiegt werden, noch bevor er sprechen lernt. Naheliegend, dass das die direkte Erfüllung des Zeichens ist, oder?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was gegen die Erfüllung in Jes 8,1-4 herangeführt wird</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Wesentlichen werden zwei Argumente herangeführt, die gegen die direkte Erfüllung sprechen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Erstens</em>: Fast alle deutschen Übersetzungen sprechen in Jes 7,14 von einer Jungfrau. Bekanntermaßen bezeichnet der hebräische Begriff im Grundtext allerdings vielmehr eine „junge Frau“ (hebr. <em>alma</em>). Erst die griechische Übersetzung des Alten Testaments (LXX) übersetzte eindeutig mit <em>parthenos</em> (Jungfrau). Eine jüdische junge Frau war zwar (soweit sie unverheiratet war) in der Regel auch eine Jungfrau. Das wird vom hebräischen Wort allerdings nicht vorausgesetzt. Eine Identifizierung der Prophetin (Jes 8,3) mit der „jungen Frau“ (7,14) verursacht keinerlei Schwierigkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Zweitens</em>: Jesaja spricht von einem Zeichen. Wie kann die natürliche Geburt eines Kindes von einer Frau als Zeichen betrachtet werden? Sie ist doch etwas Alltägliches. Hier ist zu beachten, dass ein Zeichen (hebr. <em>ot</em>) für Jesaja nicht zwangsläufig etwas Außergewöhnliches ist. In Jes 8,18 bezeichnet Jesaja sich und seine Kinder beispielsweise als „Zeichen und Wunder“ für Israel – als Zeugen Gottes. In 20,3 spricht Gott davon, dass Jesaja drei Jahre lang nackt und barfuß durch Israel gelaufen ist, was ein Zeichen für das kommende Gericht Gottes über Ägypten sein soll. Vom Wortgebrauch Jesajas her gesehen spricht gar nichts dagegen, die Geburt des Kindes in Jes 8 ein Zeichen zu nennen. Im Gegensatz dazu wäre es äußerst merkwürdig, die Geburt eines Kindes (Jesus) mehrere Jahrhunderte nach den beschriebenen Ereignissen als Zeichen für Ahas anzusehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erfüllung bei Matthäus: Die Bedeutung von Typologie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Warum weist Matthäus auf die Erfüllung der Prophetie hin, wenn Jesaja 7,14 gar nicht von einer Jungfrauengeburt spricht? Hat er den Vers missbräuchlich verwendet, um seine Darstellung der Dinge zu stützen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie versteht Matthäus den Begriff <em>Erfüllung</em>? Das ist entscheidend. Auch bei Matthäus gibt es direkte Erfüllungen von Vorhersagen. So erfüllt die Geburt Jesus’ in Bethlehem (Mt 2,5f) die Prophetie aus Mi 5,2. Das ist aber nicht die einzige Art, in der Matthäus von Erfüllung spricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Mt 2,15 spricht Matthäus davon, dass sich durch die Rückkehr von Jesus aus Ägypten Hos 11,1 erfüllt: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. In Hos 11,1-4 wird jedoch beschrieben, wie Gott Israel (Gottes Sohn, vgl. 2Mo 4,22) aus Ägypten gerettet hat. Matthäus sieht eine typologische Erfüllung, ein Muster, das sich wiederholt und intensiviert. Und die ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Bereits in V.8-11 wird die Befreiung Israels aus Ägypten als Muster angesehen. So wie Gott Israel aus Ägypten gerettet hat, so wird es Israel auch aus Assur befreien. Und so wie Gott an seinem Sohn Israel gehandelt hat, so handelt er auch an seinem Sohn Jesus (vgl. Mt 3,17; 4,1-11).</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Mt 2,17f beschreibt Matthäus, dass der Baby-Mord von Herodes eine Erfüllung von Jer 31,15 ist. In Jer 31,15 wird allerdings die Trauer über das Leid der bevorstehenden Wegführung von Gottes Volk durch einen heidnischen Herrscher vorausgesagt. Die Parallele: auch in Mt 2,17f leidet Gottes Volk unter einem heidnischen Herrscher. So wie es bei Jeremia Hoffnung für Gottes Volk gibt (31,16f), so gibt es auch Hoffnung bei Matthäus. Der Verweis auf Rahel enthält bereits eine typologische Bedeutung, denn sie wünscht sich unbedingt Kinder (1Mo 30,1), wehklagt aber bei der Geburt ihres Sohnes Benjamin (1Mo 35,18). Nun steht sie als Repräsentantin für das Volk Israel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die Jungfrauengeburt dennoch unverzichtbar ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jungfrauengeburt wird von den Evangelisten klar beschrieben und sollte deswegen selbstverständlich als tatsächlich geschehenes historisches Ereignis angesehen werden. Auch theologisch kann man begründen, dass sie notwendig war. Aber ich kann sie eben nicht in Jes 7,14 finden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zeigt Jesaja gar keine Zukunftsperspektive?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doch, natürlich. Bereits in 9,5f wird ein Kind angekündigt, das sich nicht auf einen menschlichen Retter beziehen kann.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. (Jes 9,5f)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wegen dieses Verses ist es ganz naheliegend, dass Matthäus eine Parallele zwischen der Geburt des Kindes in Jes 7–8 und der Geburt Jesus’ zieht. Die Geburt des Kindes damals war das Zeichen für die zeitliche Rettung Judas. Die Geburt des Kindes Jesus war das Zeichen für die ewige Rettung aller, die ihm vertrauen. Jesus ist der wahre Immanuel (7,14), der Rettung bringt. Eine echte Weihnachtsbotschaft!</p>
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		<title>In the night my hope lives on</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Nov 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Biografie]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei seiner Geburt hieß es, er würde das zehnte Lebensjahr wohl nicht erreichen. Nächstes Jahr wäre mein Freund Johannes 50 Jahre alt geworden.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fin-the-night-my-hope-lives-on%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Din-the-night-my-hope-lives-on&amp;action_name=In%20the%20night%20my%20hope%20lives%20on&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/in-the-night-my-hope-lives-on/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=in-the-night-my-hope-lives-on">In the night my hope lives on</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich bin unterwegs zur Trauerfeier meines Freundes Johannes. Bei seiner Geburt sagte der behandelnde Arzt seinen Eltern, er werde das zehnte Lebensjahr wahrscheinlich nicht erreichen. Nächstes Jahr wäre er 50 geworden. Vor einigen Monaten erzählte er in einem Interview von seinem Leben: <em>Von Geburt an unheilbar krank</em>. Johannes denkt darin an viele Höhepunkte seines Lebens zurück, spricht aber auch ungeschminkt über die Tiefen, in denen er sich von Gott verlassen fühlte.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Von Geburt an unheilbar krank" width="1290" height="726" src="https://www.youtube.com/embed/BMpBsSxAVog?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Schon in den letzten Tagen seines Lebens, während Johannes noch auf der Intensivstation lag, kam mir immer wieder ein Lied in den Sinn: <em>In the Night</em> von Andrew Peterson – eins meiner Lieblingslieder. Warum man mit Jesus in der tiefsten Dunkelheit trotzdem Hoffnung haben kann&nbsp;…</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="In the Night" width="1290" height="968" src="https://www.youtube.com/embed/vTHTn2ZEFo0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fin-the-night-my-hope-lives-on%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Din-the-night-my-hope-lives-on&amp;action_name=In%20the%20night%20my%20hope%20lives%20on&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/in-the-night-my-hope-lives-on/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=in-the-night-my-hope-lives-on">In the night my hope lives on</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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		<title>Predigtvorbereitung mit dem Bibeljournal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2024 11:12:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibel & Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelübersetzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Verbum Medien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jakobhaddick.de/?p=2144</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bisher habe ich Texte für die Predigtvorbereitung selbst formatiert und ausgedruckt. Das Bibeljournal macht es mir leichter.<img src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fpredigtvorbereitung-mit-dem-bibeljournal%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dpredigtvorbereitung-mit-dem-bibeljournal&amp;action_name=Predigtvorbereitung%20mit%20dem%20Bibeljournal&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Seit vielen Jahren bin ich begeisterter Logos-Nutzer. Trotzdem muss ich sagen: Die Predigtvorbereitung geschieht bei mir im Wesentlichen analog. Zumindest, was die persönliche Beschäftigung mit dem Bibeltext und meine eigenen Notizen angeht. Erst gegen Ende übertrage ich die Notizen in ein digitales Format und vermerke dann auch eine saubere exegetische sowie eine homiletische Predigtgliederung, samt Predigtnotizen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Kleine Randbemerkung: 2021 habe ich einen Beitrag über <a href="https://jakobhaddick.de/predigen-mit-logos/">Predigen mit Logos</a> verfasst. Das hat sich bei mir allerdings nicht durchgesetzt. Meine digitalen Predigtnotizen landen alle bei Evernote.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher hatte ich mir den Predigttext immer ausgedruckt (Schriftgröße 6,5, wenn passend größerer Zeilenabstand und vor allem größere Seitenränder) und dann auf dem entsprechenden Blatt Markierungen und Notizen eingefügt. Hier ein Beispiel dafür zu 1Kor 16, als Vorbereitung für die Predigt zur Jahreslosung:</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1576" height="2223" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/1Kor16.jpg" alt="" class="wp-image-2142" srcset="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/1Kor16.jpg 1576w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/1Kor16-213x300.jpg 213w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/1Kor16-726x1024.jpg 726w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/1Kor16-768x1083.jpg 768w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/1Kor16-1089x1536.jpg 1089w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/1Kor16-1452x2048.jpg 1452w" sizes="(max-width: 1576px) 100vw, 1576px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Das Bibeljournal</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor ein paar Monaten habe ich dann die <a href="https://verbum-medien.de/collections/alle-produkte?filter.p.tag=Journal&amp;sort_by=created-descending">Bibeljournale</a> entdeckt, die vom Verbum-Verlag herausgegeben werden. Erhältlich sind sie aktuell für die Evangelien, die Apostelgeschichte, die Briefe an die Römer und die Galater sowie die Bücher Josua und Psalmen. Auf der linken Seite ist jeweils der Bibeltext abgedruckt, auf der rechten Seite befindet sich eine leere Seite, nur mit Punkten versehen, um Struktur für persönliche Notizen zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Gemeinde befinden wir uns in einer Predigtreihe um Lukasevangelium und ich habe angefangen, meine Predigtvorbereitung mit dem Bibeljournal zu gestalten. Die Vorteile für mich:</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Vorteile des Bibeljournals</strong></h2>



<ol class="wp-block-list">
<li>Ich spare mir den Aufwand fürs Formatieren und Ausdrucken. Das Bibeljournal hat ein angenehmes Druckbild und gefällt mir sehr gut.</li>



<li>Ich habe alle Texte beisammen. Aus einer Sammlung loser Blätter (die ich zur Archivierung nachträglich immer eingescannt habe) wird ein Buch.</li>



<li>Bisher habe ich in der Regel immer nur an der jeweils nächsten Predigt gearbeitet. Nur gelegentlich habe ich mir Gedanken zur übernächsten gemacht. Das ist jetzt einfacher, da ich die Texte mit einem einfachen Umblättern direkt vor mir habe. Wenn ich frühzeitig mit einem Text „schwanger gehen“ kann, hilft mir das. </li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kleine Herausforderungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Klar gibt es auch ein paar Herausforderungen. Das sind bei mir folgende:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Der Platz auf der rechten Seite ist doch begrenzt. Mit Notizen muss ich haushalten und kann nur wesentliche Gedanken notieren. Eingeschränkt fühle ich mich insbesondere dann, wenn ich nach der eigenen Beschäftigung mit dem Text auch noch hilfreiche Gedanken aus Bibelkommentaren notieren will.</li>



<li>Das Bibeljournal verwendet die Luther 2017. Keine schlechte Übersetzung, aber ich war es gewohnt mit der revidierten Elberfelder (2006) zu arbeiten. Das ist zumindest eine Umstellung für mich.</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein paar Eindrücke</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier mal ein paar Eindrücke, wie das bei mir in der Praxis aussieht. Da ich nicht der einzige Prediger bei uns bin, predige ich nicht zu jedem Text, da bleiben aktuell auch Abschnitte leer.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2149" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5254-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-2149" srcset="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5254-1024x768.jpeg 1024w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5254-300x225.jpeg 300w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5254-768x576.jpeg 768w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5254.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2147" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5252-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-2147" srcset="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5252-1024x768.jpeg 1024w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5252-300x225.jpeg 300w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5252-768x576.jpeg 768w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5252.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2146" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5253-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-2146" srcset="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5253-1024x768.jpeg 1024w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5253-300x225.jpeg 300w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5253-768x576.jpeg 768w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5253.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2148" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5255-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-2148" srcset="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5255-1024x768.jpeg 1024w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5255-300x225.jpeg 300w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5255-768x576.jpeg 768w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5255.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2150" src="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5256-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-2150" srcset="https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5256-1024x768.jpeg 1024w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5256-300x225.jpeg 300w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5256-768x576.jpeg 768w, https://jakobhaddick.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_5256.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein Fazit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist das Bibeljournal eine tolle neue Entdeckung. Selbstverständlich kann es auch abseits der Predigtvorbereitung genutzt werden. Ich habe mir jetzt die zwei Bände für die Psalmen bestellt und möchte versuchen, meine persönliche Stille Zeit damit zu gestalten. Denn auch hier ist es eine gute Sache, sich den ein oder anderen Gedanken schriftlich zu notieren.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.jakobhaddick.de/piwik.php?idsite=2&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Fpredigtvorbereitung-mit-dem-bibeljournal%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dpredigtvorbereitung-mit-dem-bibeljournal&amp;action_name=Predigtvorbereitung%20mit%20dem%20Bibeljournal&amp;urlref=https%3A%2F%2Fjakobhaddick.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://jakobhaddick.de/predigtvorbereitung-mit-dem-bibeljournal/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=predigtvorbereitung-mit-dem-bibeljournal">Predigtvorbereitung mit dem Bibeljournal</a> erschien zuerst auf <a href="https://jakobhaddick.de">Jakobs Blog</a>.</p>
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